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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Software-Home-Button fürs iPhone

Sonntag, 16. Oktober 2016

Seit vielen Jahren benutze ich den Home-Button meines iPhone nicht mehr. Deshalb hatte ich auch noch nie Probleme mit einem defekten Home-Button.
Mein Artikel "Der defekte Homebutton des iPhone - Apple hilft" beschreibt, wie man ein iPhone ohne Hardware-Home-Button bedient, und ist übrigens einer der am häufigsten gegoogelten Artikel in meinem Blog.

Ein Detail, das mich immer wieder einmal gestört hat: AssistiveTouch hatte ein fixes Menü, und viele der Standard-Buttons, z. B. Lauter/Leiser nutzte ich nie. Vielmehr passierte es mir immer wieder, dass ich beispielsweise Siri per AssistiveTouch unabsichtlich aktivierte.

Seit ich ein iPhone 6s mein Eigen nenne, benutze ich den Homebutton wieder. Zum Entsperren per Fingerabdruck.

Und seit iOS 10 gibt es eine Möglichkeit, AssistiveTouch individuell zu konfigurieren.
Jetzt werden mir nur noch die Funktionen angezeigt, die ich auch regelmäßig nutze.

Screenshot 1
Mein AssistiveTouch Menü zeigt nur noch
  • Home
  • Bildschirm sperren
  • Bildschirmfoto
  • Dreifach-Klick

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Screencast vom iPhone erstellen

Freitag, 7. Oktober 2016

Ein Screencast, also ein kleines Filmchen, das die Aktionen auf dem Monitor zeigt, kann eine hilfreiche Ergänzung für Softwarebeschreibungen oder ähnliches sein.
Mac(book)-User können hierfür das Programm QuickTime Player nutzen, das im Betriebssystem OS X bereits enthalten ist. Im Menü des QuickTime Player gibt es zu diesem Zweck den Menüpunkt: Ablage - Neue Bildschirmaufnahme.

Und wie macht man jetzt einen Screencast vom iPhone oder iPad?
Ganz einfach. Auch auf dem Mac(book) mit dem Quicktime Player. Das Gerät muss dazu lediglich per USB-Kabel mit dem Mac verbunden werden. Dann im QuickTime Player nicht "Neue Bildschirmaufnahme", sondern "Neue Video Aufnahme" wählen. Der Player aktiviert jetzt wahrscheinlich die Kamera des Macbook. Rechts vom Aufnahmebutton kann man jedoch durch Klick auf den kleinen Pfeil ein Auswahlmenü öffnen. In diesem Auswahlmenü "Kamera - iPhone" wählen:

Screenshot
Das Kontextmenü für die Videoaufnahme:
  • Kamera: iPhone - FaceTime HD Kamera
  • Mikrofon: internes Mikrofon - iPhone
  • Qualität: Hoch - Maximal

Wenn die Aufnahme abgeschlossen ist, kann, falls erforderlich, der Film direkt in QuickTime Player getrimmt werden: Bearbeiten - Kürzen.
Dann Ablage - Exportieren (geht nur als .mov)
Fürs Web muss das .mov dann noch in .mp4 konvertiert werden. Dafür eignet sich beispielsweise die kostenlose App Miro Video Converter.

Fertig.


Push Benachrichtigung von PHP an Smartphones

Sonntag, 2. Oktober 2016

Die Aufgabe:

Eine Website soll im Anschluss an eine bestimmte Aktion (Beispiel: User betritt einen Support-Chat) eine Push Benachrichtigung ans Smartphone senden.

Eine Lösungsmöglichkeit:

Man schickt per PHP eine Nachricht an einen Messenger, und lässt diesen die Push Benachrichtigung erledigen.
Als Messenger hierfür bietet sich Telegram an. Telegram bietet, anders als beispielsweise WhatsApp, eigens zu diesem Zweck eine Bot API.

Screenshot
Die Push Meldung auf dem iPhone:
"[Uhrzeit] [Username] hat den Chat betreten."

Eine kurze Anleitung zur Einrichtung eines Telegram Bots

tl;dr weiterlesen…


Google Suche entrümpeln - mobil

Donnerstag, 28. Juli 2016

Über die total vermüllte Google Suche, und was man dagegen tun kann, habe ich erst kürzlich geschrieben: Google entrümpeln. Schön und gut — auf dem Desktop. Aber was unterwegs, auf dem Smartphone. Dort empfinde ich den Müll als noch hinderlicher. Und leider kenne ich keine Möglichkeit, mittels eines User-Stylesheets o.ä. die unerwünschten Inhalte auszublenden. Zumindest nicht auf dem iPhone.

Doch auch für diesen Fall gibt es eine Lösung:
Startpage von Ixquick ist eine Suchmaschine, die anonym auf Google zugreift, und, erfreulicher Nebeneffekt, den von Google ausgelieferten Müll nicht anzeigt.

Screenshot 1
Die Startseite von classic.startpage.com auf dem iPhone
Screenshot 2
Eine Suche nach dem Suchbegriff "webdesign" zeigt auf classic.startpage.com ausschließlich organische Treffer.

Startpage als Standardsuchmaschine in iOS einzustellen, geht leider nicht. Die dort möglichen Alternativen Bing, Yahoo und DuckDuckGo sind meines Erachtens von der Qualität der Suchergebnisse nicht mit Google vergleichbar.
Also entweder

  • Im Browser vor der eigentlichen Suche classic.startpage.com aufrufen, oder, besser
  • classic.startpage.com als Icon auf den Homebildschirm legen ("zu Homebildschirm hinzufügen"). Diese Variante hat den Vorteil, dass man Startpage nach den eigenen Wünschen (Sprache usw.) konfigurieren kann, bevor man das Icon speichert.

Das Vertical Video Syndrom - und das Rezept dagegen

Mittwoch, 25. Mai 2016

Schnell mal ein Video mit dem Smartphone gedreht. Und weil man Smartphones für gewöhnlich hochkant hält, wird das Video eben auch Hochformat. So lange man das Filmchen nur auf dem Smartphone schaut, ist alles in Ordnung.

Ein typisches Smartphone-Video — hochkant gefilmt.

Was aber, wenn der Film zuhause auf dem Computer, oder gar auf dem Fernseher / Beamer gezeigt werden soll?
weiterlesen…


VPN gegen Geoblocking

Dienstag, 10. Mai 2016

Die Nutzung eines VPN (Virtual Private Network) beim Surfen dient zur Verschleierung der eigenen Identität, indem es einem Server einen anderen als den eigenen Standort vorgaukelt. Eine sinnvolle Nutzung ist das Umgehen von Geoblocking. Geoblocking, das sind nicht nur die unsäglichen, wegen des unendlichen Streits mit der GEMA gesperrten YouTube-Videos. Geoblocking verhindert häufig auch die Nutzung von Streaming-TV am Urlaubsort. Ich bezahle für einen Streaming-Dienst wie Zattoo, MagineTV oder auch SkyGo, und genau dann, wenn ich nicht zuhause vor der Glotze sitze, sondern am Urlaubsort im Ausland mir eine Sendung auf dem Tablet anschauen will, wird der Dienst blockiert.

Ein VPN schafft Abhilfe.
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Fullscreen Videos auf iPhone automatisch schließen

Sonntag, 3. April 2016

Von YouTube lernen. Ja, das ist möglich.
Doch der Reihe nach:
Das HTML5 <video> Element erzeugt Videos, die auf der Webseite eingebettet sind. Nach dem Betätigen des Startbuttons laufen die Videos innerhalb der Seite.
Nicht so auf dem iPhone. Dort werden alle Videos automatisch und zwangsweise als Vollbild dargestellt. Auf den relativ kleinen Bildschirmen macht das Sinn.
Unschön ist allerdings, dass nach dem Beenden des Videos das Vollbild mit den Bedienungselementen geöffnet bleibt. Man muss also manuell auf den Link "Fertig" oder das Symbol zum Verkleinern rechts unten tippen, um zur aufrufenden Webseite zurückzukehren.
Das ist nervig, und kann irritierend sein. Ein Zustand, der vom Betriebssystem automatisch hergestellt wird, sollte auch automatisch beendet werden, wenn die Voraussetzung nicht mehr gegeben ist.

Dass es auch besser geht, zeigt YouTube. Eingebettete YouTube-Videos werden natürlich auf iPhones ebenfalls als Vollbild dargestellt; aber nach dem Beenden schließt sich das Vollbild automatisch, und die aufrufende Seite wird wieder angezeigt.

Ich hab' mal ein paar Zeilen JavaScript geschrieben, um das meines Erachtens korrekte Verhalten auch bei HTML5 <video> Elementen zu erreichen. Die folgende Funktion bewirkt das automatische Beenden des Vollbildmodus' am Ende des Videos.

function CloseVideo() {
if (navigator.platform.match(/iPhone|iPod|Android/)) {
var e = document.getElementsByTagName('video').length;
for (var i = 0; i <= e; i++) {
document.getElementsByTagName('video')[i].webkitExitFullscreen();
}
}
}

Aufruf der Funktion im <video> Element mit onended=CloseVideo() im <video> Element, also z. B.:
<video controls onended=CloseVideo() ...

Demo z. B. auf der Seite webdesign.weisshart.de/homelink.php


Codesnippets auf Smartphone präsentieren

Sonntag, 27. März 2016

Die korrekte Darstellung von Codesnippets auf dem Desktop muss einigen Forderungen gerecht werden:

  • Zur besseren Lesbarkeit des Codes sollten Einrückungen wie im Editor dargestellt werden.
  • Der Code sollte zur Darstellung nicht umgebrochen werden.
  • Aus diesen beiden Forderungen ergibt sich häufig eine Breite, die über den verfügbaren Raum hinausläuft.
  • Mögliche Lösung: Eine Box, die unabhängig vom restlichen Seiteninhalt gescrollt werden kann.

Erstaunlicherweise funktioniert so eine Lösung sogar auf dem Smartphones, wie folgender Screencast vom iPhone zeigt:

Ab 0:20 wird gezeigt, wie der Kasten mit dem Code mit dem Finger gescrollt werden kann.

Der Code:

Das Codesnippet wird in ein <code> Tag gepackt.
Dazu folgendes CSS:

code {
white-space: pre;
overflow:auto;
display:block;
border:1px dashed;
}


Die iPhone Freisprecheinrichtung automatisch aktivieren

Montag, 14. Dezember 2015

Das iPhone hat, wie seit Urzeiten jedes Handy, eine Freisprecheinrichtung. Erreichbar (nur) während eines Gesprächs über den Button "Lautsprecher".

Screenshot
Die während eines Telefonats auf dem iPhone verfügbaren Buttons

Wenn ich also erst im Laufe eines Telefonats auf Freisprechen umschalten will, beispielsweise um etwas Nachzuschlagen, dann muss ich dazu das Smartphone vom Ohr nehmen, und den entsprechenden Button betätigen. Was mein Gesprächspartner in dem Moment sagt, geht mir dadurch verloren.

Das geht natürlich auch intelligenter. Ob das Telefon am Ohr ist, erkennt das iPhone ja bereits jetzt — falls ja, schaltet es nämlich das Display ab und spart so Energie. Die gleiche Technik könnte man natürlich auch einsetzen, um automatisch auf Freisprechen umzuschalten, wenn das Telefon vom Ohr genommen wird. Und genau das macht das iPhone sogar. Aber nur, wenn der integrierte Screen Reader VoiceOver aktiv ist.

Warum nur blinde iPhone User diesen Komfort genießen, ist Apples Geheimnis.


Bewegte Bilder

Sonntag, 25. Oktober 2015

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Von bewegten Bildern geht darüber hinaus eine starke Faszination aus, sie sind Eye Catcher. In den sozialen Medien — Twitter, Facebook, Vine, Whatsapp & Co — sind kurze Bewegtbildsequenzen — als animated GIF oder Video — seit einiger Zeit trending; und leider häufig auch nervend.
Zur Erstellung dieser Clips gibt und gab es zahllose Werkzeuge. Eines dieser Tools war — Cliplets, hier vorgestellt. Inzwischen wieder verschwunden, wie viele andere ähnliche Lösungen.

Dass das interesse für kurze Clips ungebrochen ist beweist Apple mit Live Fotos, der Möglichkeit, bei der Aufnahme eines Fotos (nicht Videos) direkt einen Mini-Clip zu erstellen. Verfügbar mit der neuesten iPhone Generation 6s und 6s Plus. Und leider auch nur auf diesen Geräten zu betrachten. In der Praxis bedeutet dies, dass man diese Live Fotos nicht veröffentlichen kann. Es sei denn, man benutzt ein zusätzliches Tool. Zum Beispiel Lively (Kostenlos für 3 Exporte, 1,99 € In-App-Kauf für unlimited Exporte). Mit dieser App lassen sich die proprietären Live Fotos als Video oder animated GIF exportieren und versenden / sharen.

Damit das Web wieder ein wenig nerviger wird.

Demo GIF

5,6 MB! — Achtung im Mobilfunknetz mit Datentarif!


Wie gut ist der Akku meines iPhones noch?

Samstag, 28. Februar 2015

Die Akkuladung eines iPhones geht immer viel zu schnell zur Neige. Dagegen helfen auch die zahlreichen Tipps über sparsamen Umgang mit der Akkuladung relativ wenig. Wer sein iPhone nicht nur als Statussymbol nutzt, sondern die Möglichkeiten — Internet, Navi, Apps — wirklich nutzt, wird früher oder später die nächste Steckdose aufsuchen müssen.
Das Dumme dabei: Als das Gerät neu war, hat der Akku viel länger durchgehalten. Tatsache oder Einbildung? Hat die Leistung des Akkus wirklich so schnell nachgelassen? Oder nutze ich das Gerät nur intensiver?

Um zu messen, wie gut der Akku tatsächlich noch ist, mussten bisher ziemliche Klimmzüge unternommen werden. Das ist ab sofort viel einfacher. Ein Tool, das schon lange auf meinem Macbook installiert ist, und dort den Status der Batterie misst und protokolliert, gibt jetzt auch ganz einfach Auskunft über die Qualität des iPhone-/iPad-Akkus: coconutBattery

Screenshot
coconutBattery zeigt den Status des Akkus von angeschlossenen iOS-Geräten

Einfach das Gerät (iPhone, iPad, iPod) per USB an den Mac / das MacBook anschließen, und sofort werden die gewünschten Infos über den Status des Geräteakkus angezeigt.


Das HTML5 audio Element - wieder einmal

Samstag, 27. Dezember 2014

Die Unterstützung von HTML5 im Allgemeinen, und des audio-Elements im Besonderen, durch Browser ist ständig im Fluss — zum Besseren!
Inzwischen unterstützt auch der aktuelle Opera-Browser im audio-Element das .mp3-Format. Das erleichtert den Einsatz des audio-Elements erheblich. Die Bereitstellung der Audiodateien im alternativen .ogg-Format, die bisher erforderlich war, um auch Opera-Browser zu bedienen, kann damit endgültig unterbleiben.

Eine nette Anwendung, die davon profitiert: Mein Audioplayer. Barrierefrei, funktioniert in allen aktuellen Browsern (auch iOS), und leicht individuell konfigurierbar.

Diesen Player stelle ich kostenlos zur Verfügung. Download auf dieser Seite: audio_tag.php.


Entspannt Lesen

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Eva Papst führt, mit viel Liebe zum Detail, seit Jahren ihre Website aus-meiner-feder.at. Heute würden viele diese Website wohl als Blog bezeichnen; was die Sache nur zum Teil trifft.

Eva Papst, selbst blind, legt großen Wert darauf, dass ihre Leserschaft, keineswegs ausschließlich blinde oder sehbehinderte Menschen, auch optisch ansprechende und vor allem leicht zu lesende Seiten vorgesetzt bekommen. Seit einiger Zeit hat sie mir die Verantwortung für das Design ihrer Site übertragen, eine Aufgabe, die sie selbst aus nachvollziehbaren Gründen nicht erledigen kann.
Absolute Priorität hat dabei, dem Leser entspanntes Lesen zu ermöglichen, damit er sich auf die Inhalte konzentrieren kann. Im Zuge dieser Prioritätensetzung kam vor einiger Zeit neben dem Stil "dunkel", mit dem die Website ursprünglich online gegangen war, ein zweiter Seitenstil "hell" hinzu. Der dunkle Stil setzte helle Schrift auf dunklen Hintergrund, eine Darstellung, die zwar von manchen (auch sehbehinderten) Menschen als leichter lesbar empfunden wird, von anderen aber, vor allem bei längerem Lesen, als ermüdend.

Screenshot 1
Der Styleswitcher, das Auswahlmenü für den Seitenstil, auf der Desktop-Ansicht von "Aus meiner Feder"

Die zunehmende Nutzung mobiler Geräte macht natürlich auch vor Eva Papsts "Blog" nicht halt. Prinzipiell waren die Seiten zwar immer schon auch mit Smartphones zugänglich. Korrekte Technik — valides HTML und CSS — sorgten dafür. Aber eben nur prinzipiell. Das für Desktop-Monitore gestaltete Layout führte dazu, dass die Texte auf Smartphones nur mit Zoomen und ständigem Links-/Rechts-Scrollen lesbar waren.
Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang: Für Eva Papst selbst und ihre blinden Leser, die ein iPhone und den Screen Reader Voice Over benutzen, waren die Seiten auch auf dem iPhone ohne Einschränkungen lesbar und bedienbar. Dem Screen Reader ist es nämlich egal, wie winzig die Schrift auf dem Monitor dargestellt wird.

Nach dieser Vorrede: Ein mobiles Design musste her. Und es ist gut geworden, darf ich nicht ohne einen gewissen Stolz sagen.

Nachtrag: Eva Papst bloggt über die "Nachrüst-Aktion".

Screenshot 2
Die Startseite von Aus meiner Feder auf dem iPhone. Links oben der "Hamburger Button" zum Auf- und Zuklappen des Navigationsmenüs

Das Konzept des mobilen Layouts von "Aus meiner Feder" — für Interessierte

weiterlesen…


Eine gemeinsame Zwischenablage für alle Geräte

Dienstag, 25. November 2014

Unter dem Titel "Pastebot kaputt? Command-C springt ein" habe ich vor einiger Zeit die App Command-C vorgestellt.
Ich denke, ich sollte auch noch beschreiben, warum die App für mich inzwischen zu einem täglich genutzten Handwerkszeug wurde.
Ich teste häufig nicht nur die Barrierefreiheit von Websites, sondern auch die Qualität von Websites auf mobilen Geräten. (Stichwort: AWD.) In diesem Zusammenhang ist es extrem hilfreich, wenn ich die Eingabe von (manchmal ellenlangen) URLs nicht auf dem iPhone vornehmen muss.

Auf dem MacBook

  • Ich habe die zu testende Webseite auf dem MacBook geöffnet.
  • cmd + L fokussiert das Eingabefeld für den URL
  • cmd + C kopiert den URL in die Zwischenablage
  • Shift + cmd + X öffnet den Command-C-Dialog
    Screenshot Command-C-Dialog
    Beim Anklicken des Command-C Icons in der Menüleiste öffnet sich der Dialog mit den installierten Geräten zur Auswahl.
  • Dann wähle ich mit den Pfeiltasten das Gerät, auf dessen Zwischenablage ich den Inhalt der MacBook-Zwischenablage kopieren will.
  • Enter schließt die Aktion ab, ein Hinweisfenster bestätigt den Erfolg.
    Screenshot Hinweisfenster
    Die Meldung: Clipboard shared successfully.
  • Falls ein Fehler auftritt, wird der im gleichen Hinweisfenster gemeldet.

Auf dem Gerät (iPhone, iPad)

wird die erfolgreiche Übermittlung angezeigt. Je nach Einstellung entweder auf dem Lock Screen, und / oder, wenn das Gerät entsperrt ist, als Banner oder Hinweis.

Screenshot Einstellungen auf dem iPhone
Auf dem Gerät gibt es unter Einstellungen umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten.
Screenshot Banner auf dem iPhone
Hier ist die Meldung als Banner dargestellt. Ein Tipp auf die Meldung öffnet den Browser mit dem übermittelten URL.

Falls der Inhalt der übermittelten Zwischenablage ein URL ist, wird beim Entsperren des Geräts, oder fallweise durch Antippen des angezeigten Bannners / Hinweises, der Browser mit der übermittelten URL gestartet.
Alle übermittelten Zwischenablage-Inhalte werden auch in der App selbst noch einmal aufgelistet. Die App dient so als eine Art History für die Zwischenablage. Selbstverständlich kann aus dieser Liste ein URL erneut aufgerufen werden.

Damit ist aber der Leistungsumfang von Command-C noch nicht vollumfänglich beschrieben. Alles, was die Zwischenablage aufnimmt, kann übertragen werden. Auch Bilder und beliebige Texte. Und ja, die Übertragung kann in jede beliebige Richtung erfolgen, also auf vom iPhone zum MacBook, oder vom iPhone zum iPad.
Damit ist Command-C beispielsweise die schnellste Möglichkeit, Fotos vom iPad auf MacBook oder iPad zu übertragen.

Das klingt alles komplizierter, als es in der Praxis ist.

Barrierefreiheit — Benutzung mit VoiceOver

  • Auf dem MacBook: Leider reichen meine VoiceOver-Kenntnisse nicht aus, um zu beurteilen, ob das Dialogfeld zur Auswahl des Zielgerätes bedienbar ist.
  • Auf dem iOS-Gerät: Die App ist grundsätzlich mit VoiceOver bedienbar. Da das Bedienungskonzept sich jedoch nicht ohne weiteres selbst erschließt, ist vermutlich eine Einweisung durch einen erfahrenen Nutzer erforderlich.

Pastebot kaputt? Command-C springt ein

Sonntag, 5. Oktober 2014

Für viele Jahre hat Pastebot mir gute Dienste geleistet.
Der Entwickler betreut diese nützliche App leider schon seit langem nicht mehr. Und mit iOS 8 scheint jetzt endgültig nichts mehr zu gehen.

Aber Ersatz ist bei der Hand: Command-C tut, was Pastebot leider nicht mehr tut: Die gemeinsame Nutzung der Zwischenablage aka Clipboard auf allen Macs und iOS-Geräten. Also Text, Hyperlinks, Fotos und was sonst noch die Zwischenablage aufnimmt, steht mit zwei Klicks auch auf jedem anderen Gerät zur Verfügung.
Command-C für iOS kostet derzeit 3,59 €, die App für den Mac ist kostenlos.

Screenshot iPhone
Die Oberfläche von Command-C ist sehr spartanisch. Man braucht sie eigentlich nur, wenn man von einem iOS-Gerät etwas senden will. Hier kann man das Ziel wählen.

Command-C funkioniert auf iOS-Geräten auch dann, wenn es im Hintergrund läuft. Die iOS-typische Beschränkung auf 10 Minuten Hintergrundaktivität scheint für die App nicht zu gelten.

Die Installation ist ein wenig tricky, und auch die Bedienung erschließt sich nicht so ohne weiteres. Eine "richtige Dokumentation" hab' ich auch nicht gefunden.
Gut, ich werde die App mal einige Zeit testen, und dann nochmal berichten.


Radio hören

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Und wie hörst du Musik?
Nur noch bei Spotify? Oder deine eigenen Songs als mp3? iTunes?

Ich habe soeben das Radio wieder entdeckt. Mit Radium - dem perfekten Internet Radio [iOS App-Store Link]
Radium gibt es kostenlos für iOS, und als App für den Mac um € 8,99.

Die App hat alles, was man zum Radio hören braucht, alles übersichtlich, funktional, selbst erklärend, und auch noch cool gestylt.

Screenshot iPhone
Das Cover des aktuellen Titels.

Ein Highlight ist die Suche nach Stationen. Einfach ein Schlagwort eingeben, und fertig.

Screenshot iPhone
Die Eingabe des Suchbegriffs "guitar" listet Dutzende von Stationen auf. Direkt aus der Suche heraus können die Sender angespielt werden, oder zu den Favoriten hinzugefügt.

Und, was nicht selbstverständlich ist, sie speichert (nach eigener Angabe) dein Hörverhalten nicht, und funkt nicht ungefragt in irgendwelche Sozialen Netze, was du grad' hörst.

Die iOS App ist mit VoiceOver bedienbar, mit kleinen Einschränkungen, die aber einer Nutzung nicht im Wege stehen.
Eine Beobachtung, die ich nicht recht einordnen konnte: Manche Stationen werden, wenn VoiceOver aktiv ist, nur kurz angespielt, und verstummen dann. Ob mein iPhone 4s einfach überfordert ist?

Nachtrag 05.10.2014

Manchmal passieren auch überraschende Dinge: Heute gab es ein Update zu Radium. Angekündigt wurden folgende neue Funktionen:

  • Fixed issue that would cause some stations to experience dropouts
  • VoiceOver fixes and improvements

Also genau die Punkte, die ich im ersten Test bemängelt hatte.
Und tatsächlich: Radium ist jetzt ohne Einschränkungen auch mit VoiceOver perfekt zu bedienen.

Nachtrag 09.10.2014

AppleVis, die (englischsprachige) Site für den blinden Apple-User, hat eine ausführliche Rezension sowie einen

Podcast:


Download mp3


Kein WLAN-Sync mit IOS 8

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Heute der dritte — und hoffentlich ultimative — Blogpost zu diesem Thema.
Keine der hier vorgestellten Techniken funktionierte nämlich bisher länger als einige Stunden.

Aber es scheint doch eine Lösung zu geben:

  1. Geräte (iPhone, iPad) per USB-Kabel mit Mac/Macbook verbinden
  2. iTunes auf Mac/Macbook öffnen
  3. Synchronisieren
  4. Kabelverbindung trennen (Gerät wird in der Seitenleiste von iTunes nicht mehr angezeigt)
  5. Gerät aus- und wieder einschalten.

Was dieses einmalige Synchronisieren via USB bewirkt, ist nicht zu erkennen. Aber jedenfalls werden die solchermaßen "behandelten" Geräte von iTunes zuverlässig erkannt, wenn sie sich im gleichen WLAN befinden. Auch nach mehr als 24 Stunden — das war die kritische Grenze bei allen anderen Versuchen.

NB.: Dieses Verfahren scheint auch einige andere, weniger auffällige "Wehwehchen" der iOS 8 Geräte kuriert zu haben. So zum Beispiel die Synchronisierung der Fotos, die bisher, d. h. solange ich nur via WLAN synchronisiert hatte, irgendwie halbfertig erschien.

Nachtrag 30.10.2014

Apple hat das Problem mit iOS 8.1 anscheinend endgültig bis auf weiteres gefixt.

Nachtrag 19.11.2014

Mit OS X 10.10.1 und iOS 8.1.1 endlich wieder ein stabiler WLAN Sync. Alle Geräte werden zuverlässig sofort beim Start von iTunes gefunden.


Hochformat-Videos sind böse

Dienstag, 30. September 2014

Hat schon mal wer eine Kinoleinwand im Hochformat gesehen? Oder ein Hochformat-Fernsehgerät? Oder jemanden, der den Camcorder so hält, dass ein Hochformat-Video entsteht.
Na also!
Warum gibt es dann so viele Hochformat-Videos auf YouTube — wo sie übrigens richtig Scheiße aussehen, nach Mäusekino.
Richtig: Weil Smartphones diesen Blödsinn erlauben. Nicht nur erlauben, sondern sogar indirekt unterstützen, weil man halt ein Smartphone natürlicherweise so hält, dass Fotos und Videos im Hochformat aufgenommen werden.

Diesen Unfug sollten Smartphone-Hersteller unterbinden!

Bis dahin kann ich eine App empfehlen, die immer ordentliches Querformat erstellt, selbst wenn man das iPhone krumm und schief hält: Horizon

Screenshot
Der iPhone Monitor von Horizon zeigt den Ausschnitt an, der als Video aufgezeichnet wird. Im gezeigten Beispiel wird das iPhone hochformatig, aber stark schräg gehalten.

Kein WLAN-Sync mit IOS 8

Sonntag, 28. September 2014

Ein leidiges Problemchen, das Apple anscheinend nicht in der Griff bekommt:
Geräte über WLAN mit iTunes synchronisieren.
Mit iOS 5 eingeführt, gab es bereits bei iOS 6 Probleme damit.
Und jetzt mit iOS 8 wieder. Einen Workaround habe ich hier beschrieben.

Auch die Apple Support Community diskutiert den Bug.

Dort wird unter anderem auch folgende Lösung beschrieben:
Einstellungen - Allgemein - Handoff & App-Vorschläge - Handoff ausschalten.
Anschießend das Gerät neu booten (Hometaste und Ausschalter so lange halten, bis das Apple Logo erscheint)
Scheint zu funktionieren.
Allerdings nur für Geräte, die Handoff unterstützen. Also z. B. das iPad mini. Mein iPhone 4s ist aber definitiv außen vor. Und wird jetzt sogar durch das beschriebene Aus- und Einschalten nicht mehr in iTunes angezeigt.
Ich musste ganz tief in die Trickkiste aus iOS 5-Zeiten greifen:

  • Gerät per USB-Kabel mit dem Mac/MacBook verbinden.
  • iTunes aufrufen, und warten, bis das iPhone erkannt wird.
  • Verbundenes Gerät in der iTunes Seitenleiste anklicken.
  • Häkchen entfernen vor "Mit diesem iPhone / iPad über WLAN synchronisieren"
  • Beliebigen anderen Punkt in der Seitenleiste anklicken. Meldung "Sie haben die Einstellungen …" bestätigen.
  • Verbundenes Gerät in der iTunes Seitenleiste anklicken.
  • Häkchen setzen vor "Mit diesem iPhone / iPad über WLAN synchronisieren"
  • Beliebigen anderen Punkt in der Seitenleiste anklicken. Meldung "Sie haben die Einstellungen …" bestätigen.
Screenshot iTunes
In der Seitenleiste von iTunes werden die Geräte gelisten, die für Sync verfügbar sind.

Dann kann, während iTunes noch läuft, das Kabel entfernt werden.

Es scheint zu klappen. Handoff ist ohnehin erst irgendwann in der Zukunft sinnvoll, wenn es auch auf OS X (Yosemite) läuft.

Nachtrag 29.09.2014

iOS hat da offensichtlich eine Zeitschaltung eingebaut. Gestern lief alles, heute morgen wird keines meiner Geräte mehr gefunden. Wie einleitend geschrieben: "Ein leidiges Problemchen, das Apple anscheinend nicht in der Griff bekommt."


iOS 8 - und iTunes findet das iPhone / iPad nicht mehr zum WLAN Sync

Mittwoch, 24. September 2014

Zu diesem Thema habe ich vor fast genau 2 Jahren eine Anleitung geschrieben mit dem Titel:
iOS 6 - und iTunes findet das iPhone nicht mehr zum WLAN Sync

Duplizität der Ereignisse: Auch iOS 8 beschert uns diesen Bug wieder.
Die Lösung ist allerdings diesmal wesentlich einfacher und vor allem zuverlässiger — wenn auch nervig. Nervig, weil die Prozedur praktisch bei jedem Start von iTunes erneut erforderlich wird.

Einfach das Gerät, das nicht gefunden wird, aus- und wieder einschalten. Also nicht nur Stand-By, sondern richtig ausschalten.


Die Zwischenablage gemeinsam auf Mac, iPhone und iPad nutzen

Samstag, 16. August 2014

Schnell mal einen Link, ein Textschnipsel, oder ein Foto vom Mac auf das iPhone, vom iPhone auf das iPad oder oder … schieben. In jede Richtung.
Üblicherweise wird zu diesem Zweck E-Mail missbraucht.

Wesentlich eleganter geht es allerdings mit der iOS App
Pastebot [iTunes Link], derzeit 3,59 €

Funktion

Pastebot stellt gewissermaßen eine gemeinsam genutzte Zwischenablage dar. Was auf einem der Geräte kopiert wird, landet gleichzeitig auf allen Geräten, auf denen Pastebot läuft, und kann dort weiter verwendet werden, z. B. um einen Hyperlink im Browser zu öffnen, oder ein Bild in eine beliebige Anwendung einzufügen. Einzige Voraussetzung: gemeinsam genutztes WLAN.

Pastebot dient daneben auch als Archiv für die Zwischenablage. Die letzten 200 dorthin kopierten Schnipsel sind verfügbar.

Screenshot der iPhone App
Die in Pastebot abgelegten Schnipsel - Fotos, Text, eben alles, was durch den Copy-Befehl in die Zwischenablage gelegt wurde - stehen in Pastebot zur Verfügung. Zur Bearbeitung, oder zum Versenden auf andere Geräte.

Hinweis: Die iPhone App läuft auch auf dem iPad. Auf dem Mac ist zusätzlich die kostenlose App Pastebot Syn erforderlich.

Barrierefreiheit

Pastebot ist mit VoiceOver nicht bedienbar.


NoteBox - die Sammel- und Versandzentrale

Freitag, 15. August 2014

NoteBox [iTunes Appstore Link] 4,49 €, bezeichnet sich selbst als GTD (Get Things Done) App. Ich würde die App als Sammel- und Versandzentrale für iOS bezeichnen.

Features

Die Oberfläche ist bewusst schlicht gehalten. Beim Öffnen der App wird ein Editorfenster geöffnet, in das man sofort eine Notiz, eine Idee oder was auch immer eingeben kann. Natürlich auch mit Siri.

Konfiguration

In den Einstellungen verbergen sich die Stärken und Besonderheiten der App.
Was das im Detail ist, kann man

(Anmerkung: Eine ordentliche Doku wär' mir lieber. Kommt hoffentlich noch.)

Anwendung

Irgendwo in einer der oben genannten Quellen wird dann auch noch beschrieben, wie man aus einer Notiz-App eine GTD-App macht. Die App selbst hilft dabei nicht. Aber das ist meine persönliche Meinung. Vielleicht brauche ich so etwas ja gar nicht.

Was die App aber kann, und zwar gut, ist Sammeln und Verteilen von Informationsschnipseln. Fast alles, was man auf dem iPhone / iPad markiert und kopiert, wandert nach Installation von NoteBox nicht nur in die Zwischenablage, sondern gleichzeitig in eine neue, oder wahlweise in eine geöffnete Notiz. Und zwar dort in die Inbox.

Die in der Inbox gesammelten Notizen kann man dann:

  • Editieren (klar),
  • Verschieben. Wahlweise nach "Keep" (eine Art Read Later Ordner), oder Erledigt.
  • Oder an fast alles verschicken, was es in der iOS-Welt an denkbaren Adressaten gibt (soweit auf dem Gerät installiert):
    • Mail
    • (i)Message
    • Whatsapp
    • Facebook
    • Twitter
    • Dropbox
    • Evernote
    • Simplenote
    • Kalender

Bei der Fülle der Möglichkeiten fällt auf, dass Drucken (an Airprint) nicht möglich ist. Ich werde das mit dem Entwickler besprechen.

Screenshot
Der Screenshot zeigt nur einige der möglichen Sendeoptionen.

Sync zwischen mehreren Geräten

Das Synchronisieren zwischen mehreren Geräten, z. B. via WLAN, funktioniert reibungslos und ohne Zutun.

Anwendung

Ich schildere mal eines von vielen denkbaren Szenarien, das für mich Sinn macht:
Im Safari-Browser einen URL kopieren: NoteBox notiert, wenn es entsprechend konfiguriert ist, den Title der Seite und den URL.
In einer Notiz auf diesem Weg mehrere Webseiten zu einem bestimmten Thema sammeln.
Anschließend die Notiz in Evernote / Dropbox speichern, oder per Email weitergeben.

Barrierefreiheit

Die App ist durchgängig mit VoiceOver bedienbar.

Nachtrag 20.08.2014

Die aktuelle Version 1.0.2 unterstützt jetzt Airprint.
Nein, ich druckt jetzt nicht alle meine Notizen aus. Aber da ich die Airprint-Emulation Printopia einsetze (Beschreibung hier), kann ich ganz schnell ein PDF einer Notiz vom iPhone auf den Mac "zaubern".

Unglaublich: Nachdem ich den Artikel veröffentlicht hatte, habe ich dem Entwickler den "Airprint-Vorschlag" gemacht. Und heute, gerade mal 5 Tage später, ist das Update da.

Nachtrag 24.08.2014

Unglaublich! 2 weitere Features, die ich den Entwicklern am 18.08. vorgeschlagen habe, sind heute, also 6 Tage später, in der aktuellen Version 1.0.3 realisiert:

  1. Highlighting, also farbliche Markierung, von Suchtreffern in den gefundenen Notizen
  2. Browser, in dem sich Links öffnen, konfigurierbar

Darüber hinaus gibt es jetzt auch eine (kostenlose) Light-Version zum Hineinschnuppern: [App-Store Link]


top: - 9000 ist böse

Samstag, 2. August 2014

Elemente nur für Screen Reader sichtbar machen. Ein Standardverfahren auf barrierefreien Seiten.
Tl;dr - if you're not interested in accessibility
weiterlesen…


Videos auf Webseiten - HTML5 video vs. Flash

Sonntag, 6. April 2014

Das HTML5 video-Tag wird von allen Browsern unterstützt. Außer vom IE8. (Den Opera mini bezeichne ich mal nicht als Browser.)
Klar, der IE8 ist leider immer noch auf Windows XP Systemen die modernste verfügbare IE-Version. Und obwohl Windows XP Nutzer sehr wohl auch richtige Browser installieren können - sie surfen weiterhin mit dem IE8. Nach meiner eigenen Statistik sind das zwischen 2% und 10%, je nach Techniklastigkeit der untersuchten Sites.

Diese 2 bis 10% können also Videos, die mittels video-Tag ausgeliefert werden, nicht sehen?
Doch, können sie. Wenn innerhalb des video-Tags als Fallback eine mp4-Datei zum Download bzw. zum Abspielen in einem lokal installierten Player, z. B. der Windows Media Player, angeboten wird.

Es gibt also kein Argument mehr für den Einsatz von Flash zur Video-Wiedergabe auf Webseiten. Aber ein gutes Argument dagegen:

15% bis 25% der Surfer sind mit iOS-Geräten (iPad, iPhone) unterwegs. Tendenz stark steigend. Und diese 15% bis 25% sind bei Flash außen vor. Weil Apple - richtigerweise! - kein Flash unterstützt.

Also: Anstelle von Flash-Playern wie JW Player ein paar einfache Zeilen HTML5:
<video>
<source src="video.mp4" type="video/mp4" />
<source src="video.webm" type="video/webm" />
<a href="video.mp4">Video in installiertem Player öffnen, oder Herunterladen</a>
</video>

Zum komfortablen Erstellen der passenden .mp4 und .webm Dateien empfehle ich den Miro Video Converter.

Feddisch.


Direktlink zu Navigations Apps

Dienstag, 1. April 2014

Smartphones und Tablets machen es möglich, auch auf dem Weg zum Urlaubsort noch einmal die Website des gebuchten Quartiers zu besuchen.
Vielleicht ist es ja sogar das Smartphone oder Tablet, auf dem auch die Navigations App läuft. Für diesen Fall biete ich einen besonderen Service: Einen Direktlink zur Navigation.

Screenshot portable Website
Die portable Ansicht zeigt auf der Startseite die Links zu den Navigations Apps Navigon und TomTom

weiterlesen…


Chrome Browser für iOS - ein geniales Feature

Freitag, 17. Januar 2014

Der mobile Chrome-Browser für iOS bringt ein geniales Feature für mobile Surfer mit:

Chrome kann Ihre Datennutzung um bis zu 50 % reduzieren. Zu diesem Zweck verwendet Chrome die Server von Google, um Bilddateien zu komprimieren und weitere Optimierungen durchzuführen …
Weiter auf der Herstellerseite

Dieses Feature ist leider nicht per default voreingestellt (mir unverständlich), und die Einstellung auch recht gut versteckt. Deshalb hier eine kurze Anleitung:

Screenshot 1
Das Menü durch Antippen des „Hamburger-Buttons“ (neben dem Adressfeld) öffnen und im Menü ganz nach unten scrollen zum Menüpunkt „Einstellungen“
Screenshot 2
Im Menü Einstellungen wieder nach unten scrollen zum Menüpunkt „Bandbreite“
Screenshot 3
Im Menü Bandbreite den Punkt „Datennutzung reduzieren“ wählen
Screenshot 4
Im Fenster Datennutzung reduzieren den Schieber „Datennutzung reduzieren“ auf 1 (on) stellen. Die Grafik darunter und der Text am Fuß der Seite zeigt die eingesparte Datenmenge über die letzten 30 Tage.

Dieses Feature könnte den Chrome zur ersten Wahl für mobile Surfer machen. Wenn, ja wenn nicht … Chrome FAQs
Chrome ist übrigens auch mit VoiceOver voll zugänglich.
Hier ein Audio des 4. Screenshots mit VO:

Download mp3


If you do Dropbox then WinZip for iOS

Montag, 13. Januar 2014

Heute mal eine iOS-App-Empfehlung für Dropbox-Poweruser:
WinZip

Warum verlinke ich sofort auf die full version (4,49 €)? Es gibt doch auch eine free version
Natürlich kann man sich die free version mal anschauen. Aber nur in der full version kann man zip-Archive erstellen, und nur dort gibt es die nahtlose Integration mit Dropbox. Und wenn ich nahtlos sage, dann meine ich es auch. Nie war es einfacher, ein zip-Archiv zu erstellen. Mit dem iPhone/iPad direkt in der Dropbox mit ein paar Tippern aus einem Ordner ein zip-Archiv erstellen, das hat etwas.

Wer noch zögert, und sich vorab genauer informieren will:
User Guide [englisch]
Feature Comparison free - full [englisch]

Die App ist übrigens mit VoiceOver voll zugänglich. Vorbildlich!

Nachtrag

Es muss klar sein, dass es wenig Sinn macht, auf diese Art große Archive zu erstellen. Das Zippen findet auf dem Gerät statt. Das heißt: die entsprechenden Dateien müssen zuerst aufs Gerät herunter geladen werden, dort komprimiert, und dann wieder hochgeladen werden.
Am Beispiel eines Bilderordners mit 10MB dauerte dies in einem WLAN insgesamt 3 Minuten. Mobile würde das je nach verfügbarer Bandbreite entsprechend länger dauern, und natürlich auch noch 2 mal 10 = 20MB Datenvolumen konsumieren.

Nachtrag 14.01.2014

Bei näherer „Betrachtung“ mit VoiceOver sind mir jetzt doch einige mehr oder weniger gravierende Accessibility-Mängel aufgefallen. Ich bin mit dem Entwickler in Kontakt. Und ich habe den Eindruck, da geht noch was.
Auszug aus der Mail an den Entwickler:

  1. VoiceOver does not read/recognize the status of selected items. This is a prio A issue that renders the select feature unusable, and must be fixed.
  2. The buttons „Home“ and „Settings“ at the bottom are not labelled. A VoiceOver user has to try and find out what’s behind each button. Should be fixed.
  3. The „Please wait“ trobber is not read by VoiceOver. When an operation last longer than a few seconds, a VoiceOver user doesn’t know whether the app hangs. Should be fixed.

Mobile Datennutzung überwachen

Samstag, 11. Januar 2014

Mobile Datennutzung mit dem Smartphone erfordert ein ständiges Beobachten des verbrauchten Datenvolumens. Für iOS (iPhone und iPad) gibt es für diesen Zweck ein geniales Tool:
My Data Manager
Nach einer einfachen Konfiguration - Tarifart, Datenlimit, Abrechnungszeitraum - stehen die aktuellen Verbrauchsdaten übersichtlich grafisch aufbereitet zur Verfügung.

Screenshot mobile Nutzung
Heutiger mobiler Datenverbrauch und Prognose auf Basis des bisherigen Surfverhaltens. Meine Standardansicht
Screenshot Monatsstatistik
Ein Säulendiagramm der monatlichen Nutzung

Die App ist kostenlos. Leider ist die App mit VoiceOver gänzlich unbenutzbar, da alle Daten als Grafik angezeigt werden.


Mein iPhone-Akku hält 33 Stunden

Donnerstag, 15. August 2013

Ja. 33 Stunden! Nicht Standby. Sondern Betrieb.
Um das zu überprüfen, hab' ich mich jetzt aber nicht 33 Stunden vor mein iPhone gesetzt. Sondern einfach getestet, wie lange ich das iPhone mit 1% verbleibender Akkuladung noch betreiben kann, bevor es sich ausschaltet.
Ergebnis: 20 Minuten.

Screenshot
Um 14:39 noch 1% Restladung
Screenshot2
Um 14:59 hat die Akkuladung immer noch ausgereicht, um einen Screenshot zu machen.

Ein einfacher Dreisatz (jetzt weiß ich auch endlich, wozu wir uns in der Schule mit diesem Ungetüm rumquälen mussten) ergibt dann für 100% Akkuladung 2.000 Minuten oder 33:00 Stunden Betriebsdauer.

Überzeugt? Oder hab' ich einen Denkfehler gemacht?

Nein, die beschriebene Prozedur nennt man einfach Akku-Kalibrierung. Und die sollte man hin und wieder durchführen. Damit verlängert sich zwar nicht die Akkulaufzeit, aber die Anzeige der Restladung wird wieder zuverlässiger.


Passwörter in der Cloud?

Donnerstag, 8. August 2013

1Password speichert alle Passwörter, und auch sonstige vertrauliche Informationen unter einem Masterpasswort.
Es gibt Versionen für Mac OS X und Windows (mit 50,- US$ nicht gerade ein Schnäppchen) und eine iOS App. Um die Geräte synchron zu halten, schlägt der Hersteller agilebits.com die Synchronisation via Dropbox vor. Dank "perfekter" Verschlüsselung sei das unbedenklich.

Bis vor Prism war ich geneigt, das auch zu glauben.

Heute würde ich doch lieber per USB-Kabel synchronisieren. Zu diesem Zweck gibt es (leider nur für Mac OS X) 1Password USB Sync.app (Beta), und zukünftig soll 1Password das wohl auch ohne zusätzliche App können Artikel bei Mac & i

Screenshot
Das Programmfenster auf dem Mac nach der Synchronisierung mit dem iPhone

Schriftgröße auf Webseiten verändern

Sonntag, 14. Juli 2013

Seit Jahren vertrete ich die Meinung, ein Button o. Ä. zur individuellen Einstellung der Schriftgröße auf Webseiten sei obsolet. Alle Browser haben inzwischen diese Möglichkeit eingebaut. (Strg + bzw. Strg -).
Alle? Nein. Das iPad bzw. allgemein iOS macht das scheinbar viel eleganter mit verschiedenen Gesten, z. B. Pinch - zwei Finger auseinander ziehen.
Elegant ja. Zufriedenstellend? Da die ganze Seite vergrößert wird, und nicht nur die Schrift, wird die Seite auch breiter; Um die Übersicht zu behalten, muss also ständig horizontal "gescrollt" werden (auf dem iPad/iPhone natürlich nicht gescrollt, sondern "geschoben", aber das Ergebnis bleibt das gleiche).
Besser geht es mit einer von der Website angebotenen Schriftvergrößerung, die natürlich per Cookie gespeichert wird, damit sie über alle Seiten beibehalten wird. (Die Möglichkeit zu Pinchen gibt es natürlich weiterhin.)
Auf zimmer-chiemsee.de ist so etwas eingebaut, und feiert auf dem iPad fröhliche Urständ.

Screenshot 1
Screenshot der Seite auf dem iPad ohne Schriftvergrößerung
Screenshot 2
Screenshot der selben Seite mit Schriftvergrößerung

Chat mit dem iPhone

Montag, 8. Juli 2013

Weil immer wieder mal gefragt wird:
Ja, meinen Chat kann man auch mit dem iPhone nutzen. Folgendes Video zeigt das (nicht für Internet Explorer 8 und älter):

Hinweis: Achte auf dein Datenvolumen, wenn du im Mobilfunknetz chattest.
(Das Video wurde mit Reflector erstellt.)


Site to Phone is closing

Donnerstag, 27. Juni 2013

Nicht nur der Google Reader schließt demnächst seine Pforten, auch Site to Phone.
Was ist bzw. war Site to Phone?
Eine bequeme Lösung, Webseiten, die ich gerade auf dem Desktop oder Notebook geöffnet habe, auf dem iPad oder iPhone zum Weiterlesen zu öffnen, und zwar, ohne auf dem Gerät mühsam einen URL einzutippen, oder sich selbst eine E-Mail mit dem URL zu schicken. Sicher, man kann das auch via iCloud Synchronisation bewerkstelligen. Wenn man auf Desktop oder Notebook den Safari Browser benutzt. Und nur dann.

Site to Phone wurde als Addon im Browser installiert, und schickte auf Klick die Adresse der Seite (oder markierten Text) an eine auf dem iPhone/iPad installierte App.

Jetzt schließt Site to Phone zum Ende Juli 2013. Eine Alternative musste her. Und ich hab' sie gefunden. Handoff. Extensions gibt es u. a. für Firefox und Chrome. IE User installieren ein Bookmarklet.
Und dann noch eine App für iPhone und iPad (1,99 US$).

Ja, der ganze Ablauf ist auch barrierefrei zugänglich. Das Verschicken im Browser funktioniert nicht nur über ein Icon, sondern auch via Kontextmenü. Und die iOS App ist mit VoiceOver voll bedienbar.


Mobil Fernsehen mit Zattoo

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zattoo ist legales Fernsehen für unterwegs.
Zattoo im iOS Appstore

Screenshot iPhone
Auf dem iPhone läuft nach der Auswahl eines Senders in der oberen Bildschirmhälfte das gewählte Programm, in der unteren Bildschirmhälfte gibt es die Senderliste (zum schnellen Zappen)

Bis gestern galt diese Aussage nur bedingt. Weil aus lizenzrechtlichen Gründen die Sendungen der Empfang nur in einem WLAN möglich war.
Seit heute sendet Zattoo auch in Mobilfunknetzen. Und das klappt sogar recht ordentlich, mindestens 3G vorausgesetzt. Darüber hinaus sollte man schon über einen Tarif mit üppigem Inklusive-Traffic-Volumen verfügen. Ein paar hundert MB kommen beim Fernsehen schnell zusammen. Und auch über die werbefreie HQ-Version (45,- Euro p.a.) sollte man nachdenken. Traffic für Werbung zu verbrennen ist nicht sehr cool.

Wie geht es wohl mit Zattoo weiter? Eine Vereinbarung mit RTL ist bereits abgeschlossen. Und die Verfügbarkeit in weiteren Ländern ist auch angekündigt. Es sollte mich sehr wundern, wenn Österreich nicht dabei wäre.

Ach ja, beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die App mit VoiceOver bedienbar ist.


dailymeTV mit automatischer Aktualisierung

Dienstag, 28. Mai 2013

dailymeTV habe ich erstmals am 1. April 2012 beschrieben.
Ein wirklich pfiffiges Tool. Irgendwo unterwegs, ohne WLAN, und 10 Minuten nichts zu tun, außer warten? Einfach offline vorher definierte TV-Sendungen sehen. Wenn man sie vorher, zuhause mit WLAN, gespeichert hat. Nur: Immer wenn es so weit ist, stelle ich fest, dass ich eben zuletzt vor 3 Wochen neue Sendungen gespeichert habe. Und 3 Wochen alte Nachrichten … na ja.

Seit einiger Zeit gibt es bei dailyme eine (Beta-)Option: Download-Orte.
Die Funktionsweise:
Du bist zuhause (auf Arbeit etc.), rufst die Option im Menü auf, und speicherst den Download-Ort als "zu Hause" (oder eben "Arbeit" etc.)
Die App erkennt, dass du dich ein einem gespeicherten WLAN befindest, und aktualisiert automatisch, ohne dass die App geöffnet sein muss. (Das iPhone muss natürlich an sein.)

Screenshot des Menüs Download-Orte
Beschreibung der Option Download-Orte
Du möchtest Sendungen im Hintergrund über WLAN aktualisieren, ohne extra die App zu öffnen?
Lege hier Orte fest, an denen automatisch neueste Folgen runtergeladen werden, sobald Deine definierten WLAN-Verbindungen (z.B. zu Hause, Schule, Arbeit) gefunden wurden.
Wichtiger Hinweis:
Bei Aktivierung wird dauerhaft ein kleiner Pfeil neben der Akkuanzeige angezeigt.
Von uns werden dabei keinerlei Daten aufgezeichnet, und die Akkulaufzeit wird durch diese Funktion kaum gemindert.
Neuen Download-Ort hinzufügen…
zu Hause (Löschbutton)

Eine Anmerkung:
Ich habe dailymeTV sowohl auf dem iPhone, als auch auf dem iPad. Also beide Geräte automatisch aktualisieren lassen, ist doch klar. NEIN! Dann funktioniert es auf keinem der beiden Geräte. Warum das so ist, mag der Entwickler wissen. Also nur auf einem Gerät diese Funktion aktivieren, und es klappt. Ich hab' natürlich das iPhone gewählt, weil das ja unterwegs ständig am Mann ist.

Nachtrag

Dass diese Option die Akkulaufzeit nicht merklich beeinflusst, kann ich bestätigen.

Nachtrag 2

02.07.2013
Aktualisierung im Hintergrund scheint jetzt zu funktionieren, nachdem ich ein Konto bei dailyme.tv registriert habe. Zufall?

Nachtrag 3

15.07.2013
Seit dem heutigen Update auf Version 2.5.9 ist die App von blinden und sehbehinderten Usern nicht mehr benutzbar. Mit aktiviertem VoiceOver lässt sich keine Sendung zur Wiedergabe auswählen.
Am 01.04.2012 hab ich noch geschrieben:
"Durchgängig saubere Bedienbarkeit auch mit VoiceOver. Da können sich viele Entwickler etwas abschauen."

Nachtrag 4

17.07.2013
Wunder dauern gewöhnlich etwas länger. Dann war es wohl kein Wunder, sondern die richtige Einstellung der Anbieter und Entwickler zu Accessibility: Vorgestern reklamiert, heute ist die Version 2.5.10 im App-Store verfügbar, und damit ist die Bedienung mit VoiceOver wieder möglich.
Ein schöner Beweis, dass es geht, wenn der Wille da ist.

Nachtrag 5

09.10.2013
Irgendwie hat das mit der automatischen Aktualisierung nie richtig geklappt.
Auf Nachfrage erhielt ich heute folgende Aussage seitens dailyme:

ab dem nächsten Update (das ca. in einer Woche kommen sollte) wir die automatische Aktualisierung auch auf iOS funktionieren.


Write for Dropbox - ein Texteditor für Dropbox

Mittwoch, 8. Mai 2013

Text-Editoren für iOS, die mit Dropbox zusammenarbeiten, gibt es ja einige. Nocs ist nach wie vor mein Favorit.
Relativ neu im Geschäft ist Write for Dropbox.
Write für iPhone gibt es momentan gratis. Also zugreifen und testen.
Der Grund für diese Gratisaktion: Write für iPad. Neu auf dem Markt für derzeit 1,79 €, und mit pfiffigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der iPhone-App. So kann beispielsweise das iPad als Tastatur oder Zwischenspeicher für das iPhone genutzt werden.
Also, einfach mal ausprobieren, wer Verwendung für einen iOS Texteditor hat.


Barrierefreiheit eingebaut - ein Loblied auf VoiceOver, den Screen Reader von iOS

Mittwoch, 24. April 2013

Barrierefreiheit - wie oft schon wurde in Webworker-Kreisen darauf hingewiesen, dass man Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigen sollte muss, und nicht erst "in einem zukünftigen Projektschritt".

Apple hat mit seinem genialen Screen Reader VoiceOver genau dies getan: Barrierefreiheit von Anfang an. Selbst Apps, deren Entwickler sich anscheinend nicht einmal der Tatsache bewusst sind, dass blinde und sehbehinderte Menschen ein iPhone / iPad benutzen (können), zeigen ein hohes Maß an Barrierefreiheit.

Ein Beispiel:
Documents by Readdle, ein geniales Tool zur Dokumentenverwaltung auf iPhone oder iPad.

Ja, die App hat Mängel bei der Benutzung mit VoiceOver. Eva Papst hat einen Artikel gebloggt, der einen typischen Mangel vieler Apps beschreibt, ohne sich in ihrem Beitrag explizit auf diese App zu berufen.

Ich hatte Eva Papst diese App empfohlen, war mir aber nicht sicher, ob die App wirklich mit VoiceOver sinnvoll nutzbar ist. Bereits im Vorfeld hatte ich nämlich einen anderen Mangel an die Entwickler gemeldet, und die Antwort war eindeutig:

the Documents app does not work in VoiceOver regime…

So deutlich hatte ich das noch nie von einem Entwickler gehört.

Von Eva Papst weiß ich aber, dass die App hervorragend auch mit VoiceOver bedienbar ist. Blinde iPhone Nutzer haben wohl gelernt, auch mi typischen Mängeln wie fehlende Beschriftung von Buttons zurecht zu kommen. Und den Rest erledigt Apple, auch ohne Zutun der App-Entwickler.
Genial.


IPhone / iPad App kann nicht installiert werden

Donnerstag, 18. April 2013

Ein Update für eine auf dem iPhone installierte App wird angezeigt. Ich starte das Update auf dem Gerät. Nach ein paar Minuten eine Fehlermeldung: "App kann nicht installiert werden." Die Fortschrittsanzeige, die den Download und den Installationsprozess anzeigt, hängt irgendwo bei 50% oder so.

Ich vermute als Ursache des Problems einen kurzzeitigen Ausfall meiner Internetverbindung. Aber das hilft jetzt auch nicht wirklich weiter.

1. Versuch: die Appstore App "killen" und neu starten. Kein Erfolg. Die App wird nicht installiert
2. Versuch (das hilft fast bei allen Problemen): Kaltstart des iPhone. Kein Erfolg. Die App wird nicht installiert, die Anzeige hängt.
3. Versuch: Ich hänge das iPhone mit dem USB-Kabel an mein MacBook, und synchronisiere via iTunes, natürlich nachdem ich vorher in iTunes alle Apps auf den aktuellen Stand upgedatet habe.
Bingo! Die "hängende" App wird aufs iPhone synchronisiert. Problem gelöst.


Files App - ein iPhone App Test - auch mit VoiceOver

Samstag, 2. März 2013

Beliebige Dateien vom PC/Mac auch auf dem iPhone oder iPad, auch offline. Früher oder später kommt wohl bei jedem dieser Wunsch auf.
Eine neue App namens Files App erfüllt diesen Wunsch. Ohne Schnickschnack. Aber mit allem, was nötig ist. iTunes Link
Dateien können vom PC/Mac via http übertragen werden, aber auch z. B. aus der Dropbox, und ganz einfach in Ordnern organisiert werden. Die App kann wirklich fast jedes Dateiformat anzeigen.

Screenshot 1
Der Startbildschirm von Files App mit einigen angelegten Ordnern

Eine Suchen Funktion ist verfügbar. Dazu auf dem Monitor nach unten streichen.

Screenshot 2
Der Startbildschirm von Files App mit eingeblendetem Suchfeld

Neben dem Suchfeld gibt es eine Taste zum Umschalten zwischen der voreingestellten Ansicht in Form von Thumbnails und Ordnersymbolen, oder einer Listenansicht.

Screenshot 3
Der Startbildschirm von Files App als Liste

Die App ist mit VoiceOver gut bedienbar. Kleine Unsauberkeiten sind verzeihbar, zumal es sich um eine Version 1.0 handelt. So ist die Taste zum Umschalten auf Listenansicht abenteuerlich beschriftet: "s m searchbar table switch grid acti" oder so ähnlich, der Zurück-Button in manchen Situtationen nur mit "Taste".
Wichtig für VoiceOver Nutzer: immer die Listenansicht benutzen. Das Suchfeld mit dem Umschalter auf die Listenansicht erreicht man ganz schnell durch mehrfaches Wischen nach rechts.


Todo List App für iPhone und iPad

Mittwoch, 16. Januar 2013

Todo Listen und Get Things Done Apps gibt es wie Sand am Meer. Alle versprechen, mit dem Kalender auf dem Gerät zu synchronisieren.
Pocket List verspricht das auch. Und hält dieses Versprechen! In beiden Richtungen. Und weil mein iPhone Kalender via iCloud mit dem MacBook und dem iPad synced, ist auch dort jede Änderung sofort auf dem aktuellen Stand.
Runterladen und Ausprobieren! Vor allem, weil die App (wohl nur kurzfristig) kostenlos ist.
Die App ist mit VoiceOver perfekt bedienbar.


FiRe Recorder 2.6.0 wieder mit VoiceOver bedienbar

Dienstag, 8. Januar 2013

FiRe - eine Recorder App fürs iPhone - und für besondere Ansprüche. Eine der wenigen Apps, die mit einem passenden Mikrofon (z.B. das TASCAM iM2) Stereoaufnahmen ermöglichen.
Download-Link FiRe (5,99 €)
Heute gab's ein Update.

Screenshot
Beschreibung zum Update u. A.:
new preference to toggle between slide-to-record and classic control buttons

Warum mich diese Bemerkung elektrisiert hat?
Vor über einem Jahr wurde FiRe "verschlimmbösert" und damit für VoiceOver Nutzer vollkommen unbrauchbar. Ich habe damals die Entwickler auf den Fehler hingewiesen. Ob meine Reklamation der Anlass war, die App wieder zugänglich zu machen? Egal. Ein schneller Test zeigte, dass FiRe jetzt wieder vollständig mit VO bedienbar ist.
Die dazu erforderliche Einstellung:
Settings (nur im Aufnahmemodus erreichbar - Transport - Button Controls ein - zurück - Save As Default Settings

Eine Warnung sei angebracht: FiRe ist sehr mächtig, und daher nicht intuitiv bedienbar. Ein Studium der In-App-Hilfe oder z. B. dieser Anleitung ist unumgänglich.

Fragen zur App beantworte ich gerne.


Hokusai Audio Editor - jetzt auch mit VoiceOver bedienbar

Samstag, 10. November 2012

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die eine App für blinde und sehbehinderte iPhone-/iPad-User unbedienbar machen. Bei Hokusai, einem Audio Editor für iOS, mit vielen Möglichkeiten zur Audiobearbeitung, war es der Start-/Stop-Button, der von VoiceOver nicht erkannt wurde. Für einen Audio Editor ein nicht unwesentliches Bedienelement.
Heute wurde Version 1.0.12 bereit gestellt, und dieses Problem behoben.
Audiophile, ob sehbehindert oder nicht, könnten sich die kostenlose App mal anschauen.

Auszug aus der Entwickler Website [englisch]:

With Hokusai it's easy to record or import a track, and make it sound awesome: not just trimming the ends, but full cut, copy, paste and delete, and a suite of filters and special effects.

Edit many tracks side-by-side, mix them together, and export to wave or MPEG 4 (AAC) format — then transfer them to your computer via USB or Dropbox, or send them to another app on your device.


Quelltext von Webseiten auf dem iPhone / iPad lesen

Freitag, 9. November 2012

Heute musste ich zum Debuggen eines mobilen Layouts einen Seitenquelltext auf dem iPhone anschauen. Ja, das geht tatsächlich. Hier der Beleg:

Screenshot
Der Quelltext einer Webseite, angezeigt auf dem iPhone

Wie das geht? Mit einem Javascript Bookmarklet. Hier die genaue Anleitung.
VoiceOver kann den Quelltext leider nicht lesen. Schade.


iOS 6 Karten App findet Adresse nicht

Samstag, 6. Oktober 2012

Ganz aktuell: Die Karten App von iOS 6 wird häufig beschuldigt, Adressen nicht zu finden. Dagegen gibt es ein einfaches, aber wirksames Mittel: Die Adresse zuerst in Kontakte eingeben, und dann von der Karten App aus auf die gespeicherte Adresse zugreifen (Schalter rechts oben).

Screenshot
Der iPhone Screenshot zeigt die Adresse des Apple Store München im Adressfeld, in dem Format, wie es aus Kontakte übernommen wird.

Dieser Umweg erscheint unsinnig. Aber damit wird sicher gestellt, dass die Karten App das Adressformat sicher erkennt. Viele Klagen von nicht richtig erkannten Adressen dürften damit zu erklären sein, dass die im Freitext eingegebene Adresse von der Karten App nicht richtig interpretiert wird - was ist Stadt, was Straße, was PLZ, was Hausnummer usw.
Dieser Trick funktioniert übrigens auch mit jeder Navigations-App, die auf Kontakte zugreifen kann.


Apple Maps - ein Loblied

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Apple Maps mit dem neuen Betriebssystem iOS 6 erntet fast nur Kritik. Nur teilweise zu Recht, finde ich. Die Optik der 3D Darstellung - bisher nur in einigen wenige Großstadtzentren verfügbar - ist für mich einfach ein Hingucker. Ich bin mir sicher, dass dieses Feature im Lauf der Jahre noch ausgebaut wird. Großes Plus: Die Vektorgrafiken kommen mit deutlich weniger Daten im Vergleich zu Google Street View aus, und damit wird Apple Maps 3 D in Bälde auch mobil sinnvoll einsetzbar sein.
Ein Screenshot kann nur begrenzt eine Vorstellung davon geben, wie man mit dem Finger auf dem Touchscreen des iPhone quasi als Hubschrauberpilot über die Innenstadt fliegen kann.

Screenshot Apple Maps 3 D
Die Innenstadt von München mit Marienplatz und Rathaus in Vordergrund, und den Türmen der Frauenkirche im Hintergrund. Links im Vordergrund ist auch noch der Alte Peter zu erkennen.

Doch jetzt zum eigentlichen Thema dieses Artikels:
Apple Maps kommt mit einer integrierten Navigation. Modi: Fahrzeug - Fußgänger - öffentliche Verkehrsmittel (letzteres ist in Deutschland anscheinend noch nicht verfügbar.)
Ich werde den Fußgängermodus genauer untersuchen, und zwar speziell für die Zielgruppe blinde und sehbehinderte iPhone User, die auf Sprachausgabe angewiesen sind. Hier kommt gleich ein Plus der Apple Map zum Zug: Die Sprachausgabe VoiceOver ist ja ins Betriebssystem integriert, so dass wesentlich sparsamerer Umgang mit den Ressourcen quasi eingebaut ist.

Fußgängermodus ist für alle Navigationssysteme ein ganz eigenes Thema. Die Darstellung auf dem Bildschirm zeigt daher in der Regel neben dem momentanen Standort die Richtung zum Ziel, unabhängig von Wegen oder Straßen. Der Fußgänger kann also auch vom vorgezeichneten Weg mal abweichen, ohne die Richtung aus dem Auge zu verlieren.

Screenshot Apple Maps Navigation Fußgängermodus
Nur das Wesentliche wird angezeigt, aber das gut sichtbar. Oben Navigationsanweisungen für den aktuellen Standort, unten dier Route mit Standort und Blick-/Gehrichtung.

Diese optische Führung ist Apple Maps hervorragend gelungen.

Nun zur Nutzung durch blinde und sehbehinderte Menschen. Hier bietet sich ein Audio zur Beschreibung an:

Audio eines Spaziergangs mit Apple Maps Navi und VoiceOver

Entscheidendes Detail für VoiceOver Nutzer: Links unten gibt es einen Schalter "Ortung" mit drei Zuständen. Diesen Schalter durch zweimaliges Aktivieren auf "Weiter Richtung" einstellen, damit die aktuelle Position und Richtung angesagt wird. Die jeweils nächste Routenanweisung steht im oberen Bildschirmbereich. Mit Auf- und Abstreichen kann man durch alle Anweisungen scrollen.

Nicht verschwiegen sei ein weiteres Manko: Nach dem Verlassen der Route, zum Beispiel, weil eine Abzweigung überlaufen wurde, gab es keinerlei Ansagen von VoiceOver mehr. Bei Sicht auf den Monitor kein Problem …

Fazit: Apple muss sich mit dieser Lösung vor großen, teuren Navigationslösungen nicht verstecken, die App hat aber noch viel Potenzial nach oben.


Google Street View auch für iOS 6

Mittwoch, 3. Oktober 2012

… und es geht doch:

Screenshot
Google Street View auf dem iPhone unter iOS 6

Dazu als Adresse eingeben:
http://www.street-view-maps.de/paris tour eiffel

oder eine Lokalität deiner Wahl.

Nachtrag 04.10.2012

… und ein Tag später ist das alles hinfällig, weil Google selbst das Feature anbietet:
http://google-latlong.blogspot.ca/


Schöne mobile Welt - ein leeres Versprechen

Sport mobil schauen. Das wär' schon manchmal ganz nett. Und die Technik dazu gibt es ja bereits. Mein iPhone kann das, und sogar ein Fußballspiel kann man sich auf dem kleinen Bildschirm anschauen, gute Augen oder eine scharfe Brille vorausgesetzt. Dank Retina Display.

Screenshot iPhone
Ein Fußballspiel auf dem iPhone anschauen

Nur leider spielen die Mobilfunkprovider da nicht so richtig mit. Die Datentarife nennen sich zwar "flat", sind aber alles andere als "flach". Je nach Provider und Tarif wird nach 200 MB bis 3 GB auf GPRS-Geschwindigkeit (64 kbit/s) gedrosselt. Mit dieser Geschwindigkeit kann man vielleicht ein Rennen zwischen Schnecke und Regenwurm verfolgen, aber mehr auch nicht.

Und wie lange reicht jetzt so eine "Datenflat"?
200 MB reichen mit 3G (UMTS) gerade mal für 15 Minuten, 3 GB dann schon für 2 Fußballspiele. Nur: für den monatlichen Preis eines Mobilfunkvertrags mit 2 oder 3 GB Datenflat kann ich mir die beiden Spiele auch im Stadion anschauen.


Der defekte Homebutton des iPhone - Apple hilft

Freitag, 28. September 2012

Der Home-Button am iPhone geht schnell mal kaputt. Apple weiß dass, und hat lange über eine Softwarelösung als Ersatz für den Home-Button nachgedacht. Ein iPhone ohne Home-Button also. Diese Pläne hat Apple offensichtlich in die Schublade gelegt. Nicht aber den Software-Home-Button. Den gibt es seit langem. Etwas versteckt unter Einstellungen > Allgemein > Bedienungshilfen > Assistive Touch (also doch: Bedienungshilfen).
Aktivieren von Assistive Touch zaubert einen Software-Home-Button auf den Bildschirm. Der Button wird nach wenigen Augenblicken transparent, so dass man die von ihm möglicherweise verdeckten Seiteninhalte erkennen kann. Und vor allem: Er ist verschiebbar: einfach antippen und dort hin schieben, wo er nicht stört.

Screenshot
Nach dem Antippen des Software-Home-Buttons öffnet sich ein Menü mit 4 Elementen: Siri - Favoriten - Gerät - Home

Diese Hilfe kann man natürlich auch prophylaktisch in Anspruch nehmen. Mein Home-Button geht ganz bestimmt nicht kaputt, weil ich ihn nie mehr betätige. Der Home-Button im Assistive Touch Menü funktioniert exakt wie der Hardware-Home-Button.

  • Einmal Tippen: App schließen bzw. zum Start-Bildschirm
  • Zweimal Tippen: App-Umschalter öffnen
  • Dreimal Tippen: Die in Einstellungen - Allgemein - Bedienungshilfen - Dreifachklick eingestellte Aktion (z. B. VoiceOver ein)
Screenshot
Der Punkt "Gerät" im Assistive Touch Menü öffnet ein Untermenü: Mit "Bildschirm sperren" schalte ich mein iPhone aus.

Ach ja, dieser Trick funktioniert seit iOS 6 auch mit VoiceOver. Weil VoiceOver jetzt den Software-Home-Button erkennt. Die Bedienung ist etwas tricky, aber erlernbar: Um beispielsweise den App-Umschalter zu öffnen, muss man den Home-Button im Assistive Touch Menü dreifach tippen.


iOS 6 - und iTunes findet das iPhone nicht mehr zum WLAN Sync

Freitag, 21. September 2012

Eine der pfiffigen Neuerungen von iOS 5 (ja, fünf!) war ja die Möglichkeit, das iPhone kabellos mit iTunes zu synchronisieren.
Seit dem Update auf iOS 6 hat das bei mir partout nicht mehr geklappt.
Hier mein Fix:
Ich habe dem WLAN einen neuen Namen verpasst (SSID). Daraufhin musste ich natürlich alle Geräte im WLAN neu anmelden. Und schon ging's wieder. Die Ursache könnte ein unzulässiges Zeichen im alten SSID gewesen sein: Das Ausrufezeichen in "Fritz!Box…"
Vermutlich hätte es auch genügt, iPhone und MacBook aus dem WLAN ab- und wieder anzumelden.
Ich hab's einfach mal dokumentiert. Vielleicht kann der eine oder andere den Tipp brauchen.

Nachtrag:
Nachdem das Problem erneut auftrat, half Folgendes: Einfach WLAN am MacBook deaktivieren und wieder aktivieren. Möglicherweise hätte dies bereits genügt, ohne die SSID zu ändern.


Nur die Fotos aus meiner Twitter Timeline - Photofun

Freitag, 13. Juli 2012

Wenn ich mal keine Lust auf all die verbalen Selbstdarstellungen und Klugsch***ereien in meiner Twitter Timeline habe:
Photofun zeigt nur die Fotos und gegebenenfalls die dazugehörigen Beschreibungen in den Tweets.

Screenshot
Die App zeigt nur Tweets, die ein Foto beinhalten. Zum Foto der Text des jeweiligen Tweets.

onlinetvrecorder.com

Montag, 2. Juli 2012

onlinetvrecorder.com ist der Online TV Recorder meiner Wahl. Kostengünstig - nur wenige Cent pro Aufzeichnung - , große Programmauswahl.
Ein Highlight: Viele Sendungen werden automatisch aufgezeichnet. Ich kann also auch Sendungen downloaden, die ich nicht selbst programmiert habe. (Stichwort: GetItAll-Wishlist)

Wenn nur die furchtbar unübersichtliche Programmoberfläche nicht wäre:

Screenshot Desktop
Der Startbildschirm der Online TV Recorder Website

Mit der Web-Oberfläche V2 wurde die Ansicht zwar etwas aufgeräumter. Aber die Bedienung ist für meinen Geschmack immer noch etwas mühsam. Ich will ja in der Regel nur eine Sendung programmieren, die ich im Programm gefunden habe.

Mehr oder weniger zufällig habe ich entdeckt, dass Online TV Recorder auch eine mobile Version bietet:
http://www.onlinetvrecorder.com/webapp/

Screenshots:

Screenshot 1 iPhone
Der Startbildschirm von Online TV Recorder auf dem iPhone, mit den 5 Optionen:
  • Sendungen
  • Aufzeichnungen
  • Profil
  • Hilfe
  • Erweiterte Funktionen
Screenshot 2 iPhone
Die Suchfunktion von Online TV Recorder auf dem iPhone

Voraussetzung für die Benutzung der mobilen Version ist ein Premium-Status mit App-Zugang. Preis hierfür: 99 Cent pro Monat. (Die Anmeldung leitet leider auf die Weboberfläche weiter, muss aber nur einmalig durchgeführt werden. Verlängern des Abos - Einzahlungen - können von der mobilen Oberfläche aus durchgeführt werden.)

Die mobile Version lässt sich auf dem iPhone mit VoiceOver tadellos bedienen.

Mein persönlicher Trick: Ich rufe die mobile Seite auch auf dem PC auf. Eine Wohltat nicht nur für die Augen.

Screenshot:

Screenshot der Web App auf dem Desktop
Der Startbildschirm der Online TV Recorder Web App auf dem Desktop

Wenn ich es richtig beurteile, dann ist diese Seite mit ScreenReader nicht bedienbar? Vielleicht ja mit Mac/Safari und VoiceOver?

Nachtrag

Auf Twitter wurde mir noch eine PDA-Version genannt:
http://www.onlinetvrecorder.com/pda/
Mit dieser Version geht auch das Registrieren ganz einfach. Ob auf dem iPhone, oder im Browser.


Podcasts App von Apple

Dienstag, 26. Juni 2012

Seit heute im Apple Store: Podcasts
QR Code Podcast im iTunes Store

Kurz angetestet: Funktioniert. Übernimmt alle meine abonierten Podcasts von Instacast, bleibt aber ansonsten farblos - eine Version 1.0 eben.


Mir fehlen:

Anm.: mit VoiceOver ist die App perfekt bedienbar, wie von Apple nicht anders zu erwarten.
Nachtrag: Nobody is perfect. Wenn mit aktivem VoiceOver die Suchen-Funktion von Podcasts aufgerufen wird, dann ist die App anschließend unbedienbar. Also doch Version 1.0.


FTP auf dem iPhone - auch mit VoiceOver

… oder:

Blinde Webworker, die unterwegs mit dem iPhone Ihre Seiten pflegen wollen

Webworker, die auch unterwegs ihre Seiten pflegen. Das kann schon mal notwendig sein. Ohne "richtigen" Rechner, also ohne Tastatur, d. h. mit dem iPhone, Dateien auf dem Server bearbeiten: Auch das geht. mit einer wirklich genialen App: FTP On The Go. Der Preis: 4,99 €.
QR Code iTunes Link
So weit, so gut.
Dass FTP On The Go seit dem letzten Update mit VoiceOver perfekt bedienbar ist, ist alles andere als selbstverständlich. Also genau das richtige für blinde Webworker, die unterwegs mit dem iPhone Ihre Seiten pflegen wollen.


Twittern und Facebook updaten mit Siri

Freitag, 22. Juni 2012

Siri, meine Sprachassistentin, kann nicht nur chatten (mittels iMessage oder Web-Chat), sondern auch Twittern und Updates an Facebook schicken. Beides geht zwar mittels eines Umwegs über SMS, aber das empfinde ich als unelegant, von möglichen Kosten mal ganz abgesehen, da ich keine SMS-Flatrate habe.

Ich verwende auf dem iPhone anstelle der Twitter- und Facebook-Apps einfach die jeweilige Webseite twitter.com
und facebook.com. Die beiden Seiten habe ich als Button zum Home-Bildschirm hinzugefügt. Sowohl Twitter als auch Facebook öffnen auf dem iPhone eine für kleine Bildschirme optimierte Version der Website.

Auf Facebook:
Status aktualisieren - iPhone ans Ohr halten - diktieren - iPhone vom Ohr nehmen zur Kontrolle des diktierten Textes. (Eventuell nur jeweils kurze Abschnitte diktieren zur besseren Kontrolle.) - Teilen. Fertig.

Auf Twitter:
Neuen Tweet erstellen mit dem Button rechts oben, und weiter wie bei Facebook.

Auf Facebook funktioniert das alles wie das Chatten auch mit aktiviertem VoiceOver.
Auf Twitter ist leider der Button zum Erstellen eines Tweets für VoiceOver unsichtbar?! Warum das so ist, weiß wohl nur Twitter.

Nachtrag

Man kann auf der mobilen Website von twitter.com doch mit VoiceOver einen Tweet erstellen.
Die Vorgehensweise:
Dienstprogramme (Schalter unten mitte) - Tweet
Das Textfeld, das sich öffnet, kann mittels Siri befüllt werden.

Nachtrag 23.06.2012

Als ich den Test schrieb, hatte mein iPhone wohl gerade Schluckauf. Die Facebook-App funktioniert, auch mit VoiceOver und Siri. Und mein Twitter Client Echofon ebenso.
Entscheidend beim Diktieren mit Siri ist: Jeweils darauf achten, dass der Eingabemodus aktiv ist (Bildschirmtastatur sichtbar). Andernfalls öffnet sich Siri im Dialogmodus, und nicht im Diktatmodus.


Sprachchat mit Siri - die Zweite

Donnerstag, 21. Juni 2012

Im vorherigen Artikel habe ich beschrieben, wie einfach es ist, mit dem iPhone einen Sprachchat unter Verwendung von iMessage, Siri und VoiceOver zu führen.
Nun ist mit iMessage natürlich immer nur eine Kommunikation zwischen zwei Gesprächspartnern möglich. Ein "richtiger"Chat ermöglicht aber die Unterhaltung mehrerer Teilnehmer.
Mein barrierefreier Chat ist ein "richtiger" Chat. Und er ist nicht nur barrierefrei, wie Eva kommentiert hat, sondern er kann mit Hilfe von Siri und VoiceOver auf dem iPhone ebenfalls als Sprachchat genutzt werden.

Eine Kurzanleitung

Die Adresse:
http://webdesign.weisshart.de/chat/

führt dich auf die Login-Seite.
Dort am einfachsten als Gast anmelden:

Nickname: Gast
Passwort: demo

(Natürlich kannst du dich wahlweise auch mit einem eigenen Nicknamen registrieren:
http://webdesign.weisshart.de/chat/reg.php )

Nachdem du den Chat betreten hast:

  • Die VoiceOver Rotorsteuerung auf "Formularsteuerungen" und mit Wischen nach unten zum ersten Formularelement (das ist das Eingabefeld)
  • Doppeltipp zum Bearbeiten macht das Eingabefeld aktiv (Bildschirmtastatur geöffnet).
  • Erste Nachricht an Siri diktieren. Dazu wie üblich einfach das iPhone ans Ohr halten. (Siri muss natürlich wie im Vorgängerartikel beschrieben aktiviert sein.)
  • Siri liest die diktierte Nachricht zur Kontrolle vor.
  • Absenden NICHT mit dem Formular-Button "Los", sondern mit der Taste "Öffnen" in der Bildschirmtastatur. (Das entspricht dem Drücken der Entertaste auf einer Hardware-Tastatur)
  • Deine soeben gesendete Nachricht wird von VO gesprochen.
  • Das Eingabefeld bleibt aktiv, die Taste "Öffnen" bleibt fokussiert, und Absenden weiterer Nachrichten erfordert nur einen Doppeltipp irgendwo auf dem Bildschirm.

An Stelle von Siri kann natürlich auch die Bildschirmtastatur, oder eine externe Bluetooth-Tastatur verwendet werden. Der Chat auf dem iPhone ist sprichwörtlich multimedial.
Ach ja, und nur keine Hemmungen! Im Demo-Chat darf und soll Jeder nach Herzenslust experimentieren und testen.


Sprachchat mit Siri - ein Experiment

Sonntag, 17. Juni 2012

Siri, die Sprachassistentin, war auf meinem iPhone lange Zeit deaktiviert. Nur Spielerei, keine sinnvolle Einsatzmöglichkeit. Heute hab' ich Siri mal wieder aufgeweckt und mit ihr gespielt. Und aus dem Spiel wurde ein nettes Experiment:

Ein Sprachchat unter Einsatz von Siri, iMessage und VoiceOver

Die Voraussetzungen:

  • Ein iPhone 4S mit iOS 5, und aktiviertem iMessage (Aktivieren unter Einstellungen - Nachrichten)
  • Ein Chatpartner mit gleicher Ausrüstung.
  • Siri aktiviert. (Einstellungen - Allgemein - Siri. Dort: Siri: Ein, Sprechen: Ein)
  • Siri braucht Verbindung ins Internet. WLAN ist von Vorteil, mindestens aber G3/UMTS
  • Eine einigermaßen lärmarme Umgebung, damit Siri nicht durch zu viele Nebengeräusche irritiert wird.

Mit diesen Einstellungen funktioniert bereits ein Ein-Weg-Sprachchat; also Spracheingabe, Ausgabe auf dem Bildschirm.
Dazu

  • die Nachrichten-App öffnen
  • das Eingabefeld antippen um die Eingabe zu aktivieren (Bildschirmtastatur wird eingeblendet)
    Dass die Kommunikation via iMessage erfolgt, erkennt man an der Vorbelegung des Eingabefeld mit "iMessage" und einer blauen Senden-Taste.
  • das iPhone ans Ohr halten, Signalton abwarten, und die Nachricht sprechen. Siri versteht am besten, wenn die Nachricht in natürlichem Sprechtempo und normaler Intonation gesprochen wird.
  • das iPhone vom Ohr nehmen. Siri trägt die gesprochene Nachricht ins Eingabefeld ein.
    Ein Hinweis: am besten immer nur einen kurzen Satz diktieren, und dann das iPhone vom Ohr nehmen zur Kontrolle der Eingabe. Wenn man das iPhone wieder ans Ohr nimmt, wird weiterer diktierter Text angehängt.
  • die Senden-Taste antippen

Ein Zwei-Weg-Sprachchat, also Sprach-Ein- und -Ausgabe, erfordert zusätzlich aktiviertes VoiceOver. Eva Papst hat zu diesem Thema einen schönen Artikel mit dem Titel: Testen Sie selbst geschrieben.
Beim Chatten mit VoiceOver sollte außerdem die Ausrichtungssperre des iPhone aktiviert sein, damit VoiceOver nicht ständig "Querformat - Hochformat - Querformat …" quasselt. Ausrichtungssperre einschalten siehe Benutzerhandbuch.

Chatten mit VoiceOver funktioniert prinzipiell wie oben beschrieben, mit folgenden Besonderheiten:

  • Beim Aufruf der Nachrichten-App ist der Fokus bereits im Eingabefeld. Auf dem Bildschirm erkennbar durch die kräftige Umrahmung.
  • Um die erste Nachricht abzuschicken, muss wie oben beschrieben die Senden-Taste betätigt werden. Bei aktiviertem VoiceOver geschieht dies durch Doppeltippen.
  • alle weiteren Nachrichten können, wie unter VoiceOver üblich, durch Doppeltippen irgendwo auf dem Monitor abgeschickt werden. Ab jetzt sind keine weiteren Aktionen auf dem Monitor mehr erforderlich. Siri und VoiceOver wechseln sich je nach Bedarf selbständig ab.
  • Eine VoiceOver-typische Eigenheit soll nicht verschwiegen werden: Die nachträgliche Korrektur falsch erkannter Spracheingaben ist unter VoiceOver so kompliziert, dass Nicht-VoiceOver-Spezialisten besser ganz auf Korrekturen verzichten. In den meisten Fällen sind Nachrichten auch mit falsch erkannten Wörtern noch dem Sinn nach verständlich. Im schlimmsten Fall empfiehlt es sich, wie in einem Chat üblich, eine weitere Nachricht mit einer entsprechenden Erklärung nachzureichen.

Nachtrag

Mein (blinder) Testpartner war übrigens mit einem iPhone 4 (mindestens 3GS ist nötig für iMessage) und Bluetooth-Tastatur sowie VoiceOver zugange. Tastatur, weil Siri erst ab dem iPhone 4S funktioniert. Auch mit dieser Ausrüstung ist flüssiges Chatten möglich.

Noch ein Hinweis an VoiceOver-Nutzer:
Siri ist mit der beschriebenen Technik nicht so geschwätzig wie üblich. Sie spricht überhaupt nicht, sondern hört nur artig zu und nimmt mein Diktat auf. Sprachausgaben, also die Kontrolle der diktierten Nachricht, und eingehende Nachrichten werden ausnahmslos von Anna (das ist meine VoiceOver-Stimme) gelesen. Der seltene Fall, dass zwei Frauen wirklich diszipliniert kommunizieren (sorry, die Bemerkung musste sein.)

Und als Beleg, dass der beschriebene Sprachchat wirklich funktioniert, jetzt noch ein Audio. Bei Position 00:50 habe ich den Bildschirmvorhang aktiviert, also den Monitor schwarz geschaltet. Dies als Beleg, dass der Sprachchat wie beschrieben auch von blinden iPhone-Usern genutzt werden kann:
Audio: ein Sprachchat mit Siri

Und hier noch ein Hinweis bezüglich der Kosten von iMessage.


Farberkennung mit der ColorVisor iPhone App

Freitag, 15. Juni 2012

Für das iPhone gibt es eine Reihe von Apps, um Farben zu erkennen. Es liegt auf der Hand, dass auch blinde Menschen versuchen, solche Apps zu nutzen, um z. B. sicher zu gehen, dass die Bluse, die sie aus dem Schrank nehmen, wirklich die rote Bluse ist.
Für diesen Zweck gibt es spezielle Hilfsmittel, die gut funktionieren, die teuer sind (sehr teuer zumeist), und natürlich nicht immer am Mann / an der Frau.
Anders das iPhone: Das ist immer dabei, und Apps sind preiswert bis kostenlos.
Womit ich bei der heute angetesteten App bin.
ColorVisor (iTunes Link) kostet 3,99 €. Und funktioniert gut. Mit Optimierungspotential, auf das ich gleich noch eingehen werde.
ColorVisor hat viele Funktionen. Auf der Produkt-Homepage kann man alle diese Funktionen nachlesen.

Screenshot
Bildschirmfoto der App im Modus Colorscanner.

Ich beschränke mich im folgenden Kurztest auf die Verwendung als Hilfsmittel für blinde Menschen. Die Aufgabe: Welche Farbe hat das T-Shirt?
Ich bediene mich eines Tricks, den Eva Papst mir verraten hat, und der tatsächlich die besten Ergebnisse bringt, wenn man die App blind bedienen muss, also ohne die Möglichkeit, auf dem Monitor zu kontrollieren, ob der Bildausschnitt stimmt. Ich schalte den Blitz meines iPhone 4S in der App auf Dauerlicht, und lege das iPhone mit dem Objektiv direkt auf das zu scannende Objekt; also auf mein T-Shirt. Klingt verrückt, funktioniert aber erstaunlich gut. Das vom Blitz gestreute Licht genügt zur Ausleuchtung, und "Verwackeln" oder "daneben Zielen" ist ausgeschlossen.

Hier ein Audio mit der Ausgabe von VoiceOver:

Audio ColorVisor

Das Audio zeigt deutlich zwei Probleme auf:

  1. ColorVisor quasselt zu viel. Jede Farbänderung wird automatisch angesagt. Das klingt erst einmal gut. Für den VoiceOver-Nutzer führt das allerdings dazu, dass das Programm schlecht bedienbar wird. Die Taste zum Einschalten des Blitzes mittels VoiceOver zu finden, wird durch das permanente Gequassel zum Geduldsspiel.
  2. ColorVisor sagt auch kleinste Farbnuancen an. Das mag manchmal erwünscht sein. Es genügt, das iPhone auch nur einen Millimeter zu bewegen, und schon wird aus "Olivgrün" ein "helles Olivgrün". Und diese Änderung sagt VoiceOver an. Womit wir wieder beim Punkt 1 wären.

Mein Vorschlag:

  1. Die automatische Fokussierung von Voice Over auf die Ansage der Farbe optional ausschaltbar machen
  2. Eine Option um weniger Farbdetails anzusagen

Schön wäre es, wenn die gewählten Optionen im Programm gespeichert bleiben.
Ansonsten ist das Programm perfekt auf die Bedienung mit VoiceOver optimiert. Hier waren Fachleute am Werk.

Fazit:

Ein gutes Programm auch für blinde iPhone Nutzer; mit Optimierungspotenzial. Kaufempfehlung.


Was dem iPhone so fehlt

Freitag, 8. Juni 2012

Was mich schon lange an iOS/iPhone stört, bzw, was ich schon lange vermisse:

  • Mehr als 12 Apps pro Ordner
  • Ordner automatisch schließen, sobald eine App aus dem Ordner geöffnet wird. (Weil sonst beim Beenden der App der betreffende Ordner noch geöffnet ist, und manuell geschlossen werden muss
  • Ein Dialog zur Bestätigung, dass man mit einem Kontakt oder einer Nummer aus der Anrufliste wirklich telefonieren will, um versehentliche Anrufe zu vermeiden.
  • Auto-Vervollständigung nicht automatisch übernehmen, sondern nur, wenn ich sie explizit wähle.

Ach so, bei Cydia gibt's das natürlich. Und noch viele andere nützliche und hübsche Sachen.


Voice Book VO für Facebook - eine iPhone App der anderen Art mit VoiceOver getestet

Samstag, 26. Mai 2012

Neu im App Store: Voice Book VO
Eine App, die es blinden und sehbehinderten iPhone Nutzern erleichtern soll, Facebook auf dem iPhone zu nutzen.

In der Beschreibung werden sehende Benutzer vor dem abgespeckten Design gewarnt.

Screenshot des Nachrichtenbildschirms
Die Standardansicht der App zeigt eine Nachricht in reiner Textform. Darüber die Überschrift "Newsfeed Item 7 of 94". In der Fußzeile ein Bedienungshinweis.
Screenshot des Aktionsbildschirms
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Nett gemacht, und möglicherweise wirklich eine Option für blinde und sehbehinderte Facebooker.

Nachtrag 27.05.2012

Meine Kritik an der vermeintlich kaputten VoiceOver-Rotorsteuerung, die hier ursprünglich stand, muss ich zurücknehmen. Danke an Stan Lüder, Marco Zehe, und Sandra für die Hinweise.


Na also, geht doch! Remember the Milk zeigt, wie es geht

Montag, 14. Mai 2012

Ja, ich weiß. Die Überschrift ist irreführend. Wenigstens teilweise. Ich will nämlich heute einmal an einem Beispiel zeigen, dass Accessibility aka Barrierefreiheit und pfiffig gestylte Elemente sich nicht ausschließen. An Hand einer iPhone App. Remember the Milk, ein Get things done Tool, hat heute ein Upgrade seiner iOS App bereitgestellt. Mit der Ankündigung: "redesigned with a completely new interface". Die Erfahrung zeigt leider, dass sich hinter solchen Versprechungen in vielen Fällen eine Verschlechterung der Zugänglichkeit für VoiceOver Nutzer verbirgt.
Nicht so bei Remember the Milk. Der folgende Screenshot zeigt in Handschrift beschriftete Elemente, die entgegen einer ersten Befürchtung auch mit VoiceOver korrekt gelesen werden.

Screenshot 1
Screenshot iPhone: Die Seite mit den Aufgaben für morgen. Die Überschrift "Morgen" und die Auswahlschalter "erledigt" und "unerledigt" sind in Handschrift gestylt. Die Auswahl "unerledigt" ist handschriftlich eingerahmt, um die aktuell gewählte Ansicht zu symbolisieren.

VoiceOver liest korrekt und entsprechend der Konvention: "Unerledigt - Taste, Erledigt - grau dargestellt - Taste."

Ich kann nur sagen: Na also, geht doch.

Kurz noch zur App selbst: Remember the Milk synchronisiert perfekt sowohl mit der Desktop-Webapplikation, als auch mit iCal.

Screenshot 2
Screenshot des iPhone Kalenders mit der soeben in Remember the Milk eingegebenen Aufgabe: "Test mit VO"

Eine Schlussbemerkung: Ich kann leider nicht sagen, welche Funktionalität die kostenlose Version mitbringt, da ich seit einem Jahr die kostenpflichtige pro-Version nutze. Aber die Kernaussage dieses Artikels ist davon nicht betroffen.


iOS Update trotz Error 3259

Montag, 7. Mai 2012

Bisher habe ich immer auf chip.de verwiesen, wenn es Probleme mit dem iOS Update via iTunes gab.

Hier eine weitere Adresse mit Direktdownloads aller iOS Firmware:
http://www.macerkopf.de/2011/02/16/ios-firmware-download/

Gebrauchsanweisung:

Um die Firmware manuell in euer iPhone und Co. einzuspielen, müsst ihr zunächst die passende iOS Version für euer Gerät herunterladen. Anschließend iTunes starten und euer iDevice an den Computer anschließen. Wenn ihr nun auf Updates bzw. Wiederherstellen klickt, und gleichzeitig die Alt-Taste (Mac) bzw. Shift-Taste (Windows) drückt, könnt ihr die heruntergeladene Firmware auswählen und installieren.


Bildergröße automatisch serverseitig skalieren - Responsive Layout

Donnerstag, 3. Mai 2012

360 Grad Panorama der alten Holzbrücke in Bassano del Grappa
Das obige Panoramafoto der alten Holzbrücke in Bassano del Garda ist im Original 4096 px breit und 1.3 MB schwer. Genau so liegt es auch auf dem Server. Auf meinem PC wiegt es aber nur noch 92 kB, auf dem iPhone noch deutlich weniger (13 kB), ohne dass ich mehrere Versionen des Bildes erzeugt und auf den Server geladen hätte.
Dieses "Wunder" wird von einem pfiffigen Script namens Adaptive Images vollbracht. Das Einbinden dieses Scripts ist wirklich so einfach wie beschrieben.

Vorteil: Das mühselige Erzeugen mehrerer Bildgrößen, sowie die Auswahl des jeweils entsprechend der Monitorgröße geeigneten Bildes erledigt der Server. Fürs schnelle Bloggen also ideal.

Nachteil: Vielleicht die Dateigröße, die auf dem Server liegt. Ach ja, da nur abhängig von der verfügbaren Monitorgröße skaliert wird, muss unter Umständen doch noch der Browser entsprechend einer eventuellen CSS Anweisung weiter skalieren. Das Optimum der Dateigröße wird dadurch natürlich bei weitem nicht erreicht.

Nachtrag 13.04.2016

Das <picture> Tag, das ja inzwischen von allen aktuellen Browsern unterstützt wird, ist meines Erachtens die bessere Variante. Weil es individuell je nach Bedarf eingesetzt werden kann. Ich denke darüber nach, Adaptive Images auf meiner Site in den Ruhestand zu schicken. Da ich natürlich nicht alle alten Beiträge daraufhin abklappern will, ob dort eventuell zu große Originalbilder eingebunden sind, müsste ich in Kauf nehmen, dass auch mal schwergewichtige Bilder in älteren Artikeln herunter geladen werden. Ich denke nach.


Cliplets - dynamische Bilder

Freitag, 20. April 2012

Kombinationen aus Foto und Video! Magische Bilder, die teilweise aus Foto und teilweise aus Video bestehen. Ganz flott mit dem iPhone erstellt. (In Wirklichkeit handelt es sich um animated Gifs, ein uraltes Dateiformat wiederentdeckt.)

Ein plätscherndes Bächlein
Ein plätscherndes Bächlein. Eingebettet in eine Umgebung, die wie eingefroren wirkt.

Möglich macht diesen verblüffenden Effekt eine App namens Cinemagram. iTunes-Link
Leider bietet die App keine Möglichkeit, die Cliplets zu speichern. Man muss also einen Umweg gehen, wenn man eine eigene Kopie sichern will:

  1. Auf einem der angebotenen Dienste teilen: Twitter/Tumblr oder Facebook
  2. Das Bild auf Twitter/Tumblr oder Facebook mit dem PC aufrufen. Rechte Maustaste / Kontextmenü auf das Bild - Speichern unter …
  3. Fertig.

Nachtrag:

Oh, jetzt erst gesehen. Man kann sich das Cliplet auch per E-Mail zuschicken lassen.


dailyme - mobil Fernsehen auch ohne Netz

Sonntag, 1. April 2012

Unterwegs mit dem iPhone fernsehen. Ja, das geht. Zum Beispiel mit zattoo. Voraussetzung ist allerdings WLAN. Und daran mangelt es unterwegs halt häufig. Eine pfiffige Alternative bietet die kostenlose (werbefinanzierte) App dailyme. dailyme speichert ausgewählte Sendungen auf dem iPhone, so dass sie unterwegs auch ohne Datenverbindung, aber dafür ohne Verzögerung in sauberer Qualität zur Verfügung stehen. Es macht durchaus Sinn, die verpasste Sportschau vom Vorabend am nächsten Tag unterwegs auf dem iPhone zur Verfügung zu haben. Ein Wermutstropfen: Die App speichert die jeweils aktuellen Sendungen, z. B. die Tagesschau, erst, wenn du sie aufrufst; am besten natürlich, während du in einem WLAN eingebucht bist, um dein Datenvolumen zu schonen.
Also einen Knoten ins Taschentuch!

Screenshot 1
Screenshot des Hauptbildschirms. Die obere Hälfte zeigt Programmvorschläge, die untere Hälfte die von dir gewählten und gespeicherten Sendungen.
Screenshot 2
Screenshot des Detailbildschirms. Die obere Hälfte zeigt Details zur Sendung, die untere Hälfte listet die verfügbaren (gespeicherten) Folgen auf.

Erstaunlich: Durchgängig saubere Bedienbarkeit auch mit VoiceOver. Da können sich viele Entwickler etwas abschauen.


mp3 Audios auf Facebook

Samstag, 24. März 2012

Audios auf Facebook einbinden geht recht einfach. Vorausgesetzt, das Audio liegt irgendwo im Web. Zum Beispiel auf deinem eigenen Webspace. Und vorausgesetzt weiterhin, das Audio liegt als .mp3 Datei vor.
Einfach die Adresse als Status eingeben, und Facebook bindet automatisch einen Player an.
Screenshot

Etwas komplizierter wird es, wenn das Ganze unterwegs mit dem iPhone erledigt werden soll. Ich beschreibe mal die von mir gefundene Lösung:

  1. Die Aufnahme erledige ich mit dem FiRe Field Recorder. Nicht nur, weil FiRe die bessere Aufnahmequalität liefert (sogar in Stereo, falls ein entsprechendes Mikrofon angeschlossen ist, z. B. das Tascam IM2), sondern vor allem, weil FiRe den direkten Upload auf meinen Server via FTP ermöglicht.
    Screenshot FiRe
  2. Ich wähle in FiRe das AAC Format. Der Dateiname, den FiRe automatisch vergibt, lautet dann beispielsweise Recording 12.m4a.
  3. Im nächsten Schritt rufe ich FTPonTheGo auf, und lade die soeben hochgeladene Datei herunter auf das iPhone.
  4. Nun kommt der online File Converter zum Einsatz. Open in … auf die herunter geladene Datei bietet unter anderem an, in File Converter zu öffnen.
    Screenshot File Converter 1
  5. In File Converter vergebe ich einen sprechenden Dateinamen, und wähle MP3.
    Nun wird die Datei zum Conversion Server von File Converter hochgeladen, dort umgewandelt, und wieder herunter geladen.
    Screenshot File Converter 2
  6. Die umgewandelte Datei kann wiederum mit FTPonTheGo hochgeladen werden.
  7. Endlich habe ich jetzt ein .mp3 im Web, dessen Adresse ich wie oben beschrieben als Statusmeldung bei Facebook eingeben kann.

Ja, ich geb's ja gerne zu: Es muss sich schon um ein besonderes Ereignis handeln, wenn man sich das unterwegs antun will.


AirPrint vom iPhone ohne AirPrint Drucker

Donnerstag, 22. März 2012

Drucken direkt vom iPhone, dieser Wunsch kommt doch immer wieder mal auf. Apple hatte ja auch ein Einsehen, und AirPrint erfunden. Leider ist dazu ein spezieller Drucker erforderlich.

Aber es geht auch ohne. Mein Laserdrucker, der via USB am Router hängt, kann jetzt AirPrint! Eine nette App auf dem Mac machts möglich: Printopia.

Screenshots vom iPhone:

Screenshot 1
Screenshot 2
Screenshot 3
Screenshot 4

Das klappt wie geschmiert. Vorausgesetzt, die App auf dem iPhone unterstützt Drucken via AirPrint. Aber das werden täglich mehr. Aus dem Fotoalbum, aber auch Safari, Evernote, Simplenote u. a. klappt es schon.


Ein QR Code für jede Webseite

Dienstag, 20. März 2012

QR Code von http://webdesign.weisshart.de

Was ist das?

Einfach das unten stehende Codesnippet in den Quelltext einer beliebige Seite einfügen, und schon wird der QR Code mit der Seitenadresse erzeugt. Smartphone-Nutzer können so die Adresse ohne Tippen erfassen. Für das iPhone gibt es zum Beispiel semacode

Danke http://lilqr.com/

Nachtrag 23.05.2012

Wie mit externen Diensten so üblich: Sie sind irgendwann kaputt. Also eine nette Spielerei, aber nicht produktiv nutzbar. So auch lilqr.com.
Ab sofort wird daher die Erreichbarkeit von lilqr.com vorab abgefragt, und wenn der Service nicht erreichbar ist, wird kein hässlicher Platzhalter im Footer der Seiten angezeigt.

Nachtrag 16.10.2012

Wie mit externen Diensten so üblich: Sie sind irgendwann kaputt. Bei lilqr.com ist es so weit.
Ich habe daher ein Script zur Erzeugung des QR-Codes selbst gehostet.

Nachtrag 08.01.2013

Auch terragon ist nicht mehr erreichbar. Hier die Autorenseite.


Die Telekom (D?) macht Webseiten auf mobilen Geräten kaputt.

Freitag, 24. Februar 2012

Die Deutsche Telekom hilft Nutzern von Smartphones beim Gebühren sparen für mobile Datennutzung. Um jeden Preis. Auch um den Preis, dass Telekom Kunden unterwegs nur verstümmelte Webseiten sehen.
Doch langsam:
Anscheinend optimiert verschlimmbösert die Telekom JavaScript Dateien, wenn Daten über das Mobilfunknetz übertragen werden. Die Folge: manche Seiten mit JavaScript funktionieren nicht, wenn im Mobilfunknetz gesurft wird - egal, ob Edge oder 3G - wohl aber, wenn das Smartphone in einem WLAN eingebucht ist. Das hat nichts mit der Geschwindigkeit der Datenübertragung zu tun. Telekom ändert die Daten. Ohne den "Absender" zu fragen.
Ein Beispiel gefällig:
Die Klappfunktion für die Navigation auf dieser Site hier funktioniert im WLAN, nicht jedoch im Mobilfunknetz der Telekom.
Dass ich kein Phantom jage, zeigen folgende englischsprachige Quellen:
http://www.theregister.co.uk
http://www.mysociety.org
http://support.t-mobile.co.uk/help-and-support

Ich werde mal versuchen, ein Statement der Telekom zu dieser Thematik zu erhalten.


Schöner lesen mit Safari - auch auf dem iPhone

Dienstag, 21. Februar 2012

Schöner Lesen im Web scheint wirklich ein Bedürfnis zu sein. Klar, wer will schon zwischen Werbung, Bannern und allem möglichem Schnickschnack mühselig den eigentlichen Text suchen. Das gilt auf dem PC-/Notebook-Monitor, aber mehr noch auf dem Smartphone.
Der Safari-Browser hat seit einiger Zeit ein "Verschönerungswerkzeug" eingebaut. In der Adresszeile des Browsers gibt es einen Button "Reader", falls es auf der Seite wirklich einen längeren zusammenhängenden Text zu lesen gibt.
Screenshot "Vorher / Nachher " auf dem iPhone:
Screenshot Originalanzeige einer WebseiteScreenshot 'Schöner Lesen'


Test WinZip iOS App - auch mit VoiceOver?

Mittwoch, 15. Februar 2012

Der Urvater aller Komprimierungstools hat den Weg auf das iPhone gefunden:

WinZip (iTunes Link) (kostenlos)

Auf dem iPhone funktioniert WinZip allerdings nur als Viewer, um schnell mal den Inhalt von Zip-Archiven zu prüfen, die man per E-Mail erhalten hat, oder auf einer Webseite antrifft.

Da die Gebrauchsanweisung in der App nur als Screenshot mit Anmerkungen vorliegt, hier eine "richtige" Anleitung:

Um E-Mail Anhänge zu öffnen, den Anhang antippen, und dann im Auswahlmenü "In "WinZip" öffen" wählen.

Um Zip-Archive auf Webseiten zu öffnen, den Link antippen und auf der Folgeseite "In "WinZip" öffen" wählen.

Es öffnet sich eine Liste mit dem Inhalt des Archivs. Antippen einer Datei öffnet die entsprechende Datei als Voschau. (Diese Vorschau ist, sofern es sich um eine Textdatei handelt, leider für VoiceOver zwar lesbar, aber vollkommen unstrukturiert.)

Ein Dateimanagement gibt es - noch? - nicht. Die Inhalte des Archivs können weder an entsprechende Apps zur Weiterbearbeitung geschickt werden (Fotoalbum, Files o. Ä.), noch an Dropbox & Co. oder per E-Mail verschickt werden. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja alles noch mit der Zeit. Dennoch: Eine App, die auf meinem iPhone installiert bleibt. Vor allem, weil sie ja bei Bedarf ohne weiteres zur Verfügung steht.

Nachtrag 16.02.2012

Ich hab' beim Entwickler wegen der erwähnten Schwächen nachgefragt, und folgende Antwort erhalten:

Hello Fritz,

The WinZip iPad/iPhone app is a first generation one. In this first iteration, it can only unzip files and then only simple ones. It is not capable of handling advanced compression nor can it handle AES encryption. A listing of the features in this app can be found at http://itunes.apple.com/ca/app/winzip/id500637987?mt=8 The app will open files in a Zip file for viewing, if they are supported types of files (see the list in the link above). It does not have any feature for saving files or sending them to other applications nor does it include any feature for uploading to Dropbox or ZipSend. Copying is done as with any other copying on iPhone or iPad. When you have the contents of a file open for display, press down inside the display until the area is highlighted. Use the "dots" at top, bottom, or on the sides to drag the highlighted area until all that you want is highlighted and then press "Copy", which should also be showing at this time. Please let us know if you find that the app is not functioning as described. We will verify inconsistencies and forward the information to the development team.

–Bill Glenister, WinZip Technical Support


Test Codecheck - der beste Barcode Scanner für das iPhone? auch mit VoiceOver?

Donnerstag, 9. Februar 2012

Barcode checken auf dem iPhone war bisher die Domäne von barcoo. Und die Benutzung für blinde und sehbehinderte Menschen nicht immer frustfrei.

Die kostenlose iPhone App Codecheck verspricht Besserung. Codecheck ist sehr schnell. Sobald ein Barcode im Blickfeld der Kamera ist, wird fast verzögerungsfrei ausgelöst. Und ganz schnell ist auch das Produkt in der Datenbank gefunden - Verbindung zum Internet vorausgesetzt.

Screenshot
Screenshot
b

Für blinde und sehbehinderte Benutzer wird per In-App-Kauf die Erweiterung ScanGuide zum Preis von Euro 24,99 angeboten. ScanGuide gibt akustische Hilfestellung bei der Suche nach einem Barcode. In Kombination mit der schnellen Erkennung des Barcodes verbessert sich damit die praktische Benutzbarkeit für blinde und sehbehinderte Menschen erheblich. ScanGuide kann 5 mal kostenlos getestet werden.

Nachtrag 10.02.2012

Interessant ist, dass Codecheck auf die Nutzung des Blitzes verzichtet. Und dennoch - oder gerade deshalb? - vorhandene Barcodes so schnell erkennt, auch wenn die Beleuchtung kaum ausreicht, um das Objekt visuell auf dem Monitor zu erkennen. Das folgende Foto wurde unter exakt den gleichen Bedingungen aufgenommen, die Codecheck zur Erkennung genügen. Auch diesbezüglich hat Codecheck gegenüber z. B. barcoo deutlich die Nase vorn.
Screenshot


Podcasts mit Inhaltsverzeichnis - eine Demo

Samstag, 4. Februar 2012

Logo webdesign weisshart

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Download:

podcast_1.mp3
podcast_1.m4a

Es wird eine Methode demonstriert, wie man meinen Wunsch erfüllen kann, im Podcaster aus einem Inhaltsverzeichnis heraus die Zeitangabe anzuklicken, um direkt zur entsprechenden Stelle im Podcast zu springen.
Einfach die Zeitangabe(n) in folgender Liste anklicken.
Dies funktioniert derzeit meines Wissens leider nur im Instacast Podcatcher für iPhone bzw. für das iPad (und erst, wenn man den Podcast abonniert hat!)
Instacast ist übrigens mit VoiceOver perfekt bedienbar.

Aus Bequemlichkeit habe ich für diese Demo einfach diverse Musikstücke gewählt.

Inhalt Folge 1

[00:00:13] Diese Musik ist gemafrei
Hier könnten noch weitere Erklärungen zum verlinkten Abschnitt stehen.
[00:00:35] Victimae paschali laudes
Klar, man kann auch einen Hyperlink setzen im Inhaltsverzeichnis.
[00:02:23] Osterglocken

Dieses Inhaltsverzeichnis wird einfach als Liste im feed.xml im Abschnitt <description> eingefügt. Um HTML Tags in einer .xml Datei zu verwenden, muss der entsprechende Abschnitt als CDATA deklariert werden. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die description kann einfach aus einem HTML Dokument kopiert werden. Der Aufwand hierfür ist damit wirklich nicht groß - vorausgesetzt, der Podcast kann in einzelne Abschnitte strukturiert werden.
Download der .xml-Datei zum Nachmachen.


FiRe Recorder App verschlimmbösert, und mit VoiceOver nicht mehr bedienbar

Freitag, 2. Dezember 2011

Wieder mal eine App, die nach einem Versionssprung nicht mehr mit VoiceOver bedienbar ist. Und wieder nur wegen einer Kleinigkeit, bei der die Entwickler schlicht geschlampt haben.

Was ist passiert? Um versehentliche Aufnahmen zu vermeiden, muss jetzt ein Slider bedient werden, wo früher ein Button war. Screenshot:

Screenshot

Hier der Screenshot der Vorgängerversion:
Screenshot

Der Slider wird von VoiceOver zwar vorgelesen, aber er kann nicht aktiviert werden. Weil die Entwickler nicht einen Standard-Slider verwendet haben, sondern selbst etwas "erfinden" mussten. Und dabei VoiceOver einfach vergessen haben. Es gibt keine Möglichkeit, diesen Slider zu aktivieren, so lange VoiceOver aktiv ist. Auch Umschalten auf Standardgesten hilft nicht.

Ich habe die Entwickler auf den Fehler hingewiesen.

Hinweis: die alte Version ist noch erhältlich: App Store Link


Navigon für iPhone verschlimmbösert, und mit VoiceOver nicht mehr benutzbar

Donnerstag, 17. November 2011

Der Titel sagt eigentlich alles. Navigon hat soeben die Version 2.0 veröffentlicht. Die Rezensionen sind überwiegende negativ. Hauptkritikpunkt: Usability. Intuitive Bedienung wurde modischem? UI-Schnickschnack geopfert.

Für blinde Nutzer kommt es aber ganz dick. Die App ist mit VoiceOver nicht mehr bedienbar. Wenn einmal eine Navigation gestartet ist, dann lässt sich das Hauptmenü nicht mehr einblenden. Der entsprechende Button (links oben) wird von VoiceOver einfach nicht erkannt.

Screenshots: 1. Navigationsfenster 2. Hauptmenü
Screenshot 1
Screenshot 1

Nachtrag 20.12.2011:

Navigon nach Update auf Version2.0.1 jetzt auch mit VoiceOver wieder bedienbar. Erstaunlich das Changelog: Noch nie habe ich in einem Changelog das Wort "VoiceOver" gelesen:
✓ Verbesserter VoiceOver Support für sehbehinderte Benutzer


Siri ist des Drachen Tod

Dienstag, 8. November 2011

Nein, dies ist nicht mein Test Senf zu Siri auf dem iPhone 4S, mit einem besonders pfiffigen Frage- und Antwort-Spiel. Ich hab' Siri sogar deaktiviert, um die Reichweite einer Akkuladung im gerade noch vertretbaren Bereich zu halten. Dieser Blogpost ist vielmehr der Abgesang auf eine App, die durch Siri schlicht überflüssig wurde. Die Rede ist von Dragon Dictation. (Fast) alles, was Dragon Dictation kann, kann Siri auch, nur besser und deutlich schneller. Wenn Siri aktiviert ist, wird in die Software-Tastatur links von der Leertaste ein Mikrofon-Symbol eingeblendet. Screenshot:
Screenshot

(VoiceOver spricht: "Diktieren - Doppeltippen: Diktat starten - mit zwei Fingern Doppeltippen: Diktat beenden.")

Damit lässt sich jetzt z. B. in die Notizen-App, aber auch in jede andere App, die zum Schreiben/Editieren von Texten geeignet ist, mit der Diktierfunktion von Siri bequem schreiben. Einzige Einschränkung: Siri braucht zwingend Online-Zugang zu Apples Servern. Aber selbst der langsame Zugang via Edge genügt für kurze Diktate. Die Wartezeit zur Konvertierung ist immer noch kürzer als mit Dragon Dictation. Und die Erkennungsrate besser.

Eigentlich schade um Dragon Dictation.


iOS5 - Safari Lesezeichen mit dem Mac synchronisieren

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Lesezeichen zwischen Mac und iPhone synchron halten - dazu war bisher eine (manuelle) Synchronisation über iTunes erforderlich. Seit iOS5 sorgt iCloud für eine automatische Synchronisation zwischen Safari/Mac und Safari/iPhone. Voraussetzung, dass auf beiden Geräten unter Systemeinstellungen bzw. Einstellungen - iCoud Lesezeichen angewählt ist.

Screenshot Systemeinstellungen


So die Theorie. In der Praxis funktioniert das häufig nicht, wie in verschiedenen Foren zu lesen ist.

Aber es gibt Abhilfe:
(Ⅰ - römisch Eins) Silke Sandkötter bloggt:

  1. Auf dem Mac in Safari Ablage/Lesezeichen exportieren auf einen beliebigen Platz auf Deiner HD
  2. Auf dem Mac in Safari alle Lesezeichen löschen
  3. Auf allen zu synchronisierenden iOS-Geräten im mobilen Safari alle Lesezeichen löschen
  4. Auf dem Mac in Safari Ablage/Lesezeichen importieren - die Datei auswählen aus Schritt 1

Ich habe festgestellt, dass dies nicht genügt.
(Ⅱ - römisch Zwei) Meine Lösung:

  1. Mac - Systemeinstellungen - iCloud Lesezeichen deaktivieren
  2. iOS5-Device - Einstellungen - iCoud Lesezeichen deaktivieren, und "Lesezeichen vom iPhone löschen" bestätigen
  3. Anschließend beide wieder aktivieren

Und jetzt funktioniert auch die Synchronisierung via iCloud in beiden Richtungen. Beim ersten Aufruf von Safari auf dem iPhone zeigt der animierte Throbber, dass neu synchronisiert wird.

NB.: Ich synchronisiere übrigens zwischen Firefox auf dem Mac und Safari auf dem iPhone. Wie das geht? Nur mit einem Zwischenschritt (der natürlich ohne Eingriff automatisch im Hintergrund stattfindet). Ich lasse die Lesezeichen zwischen Firefox/Mac und Safari/Mac mittels Xmarks synchronisieren. Und für den Rest, nämlich die Synchronisation zwischen Safari/Mac und Safari/iPhone ist dann iCloud zuständig.

Nachtrag 30.10.2011

Die Synchronisierung vom iPhone zum Mac funktioniert recht zuverlässig. In der anderen Richtung, also Mac zum iPhone, leider nicht immer. Ich muss dann die Schritte (Ⅱ - römisch Zwei) 1 bis 3, also iCloud auf beiden Seiten de- und wieder aktiveren, erneut durchführen. Nicht schön, aber immerhin eine Möglichkeit, die Synchronisierung ohne großen Aufwand zu erzwingen. Es wird Zeit, dass Apple ein iOS 5.01 oder dergleichen nachschiebt.

Nachtrag 13.11.2011

iOS 5.01 ist inzwischen raus. Leider hat Apple das Problem "Lesezeichen Synchronisieren" offenbar nicht behoben. Die iCloud Supportseite behandelt das Thema zwar, gibt aber leider nur Allerweltstipps wie iOS-Neustart.
Auch mehrfach im Web beschrieben: Löschen von Lesezeichen auf dem Mac löscht offenbar nicht die entsprechenden Lesezeichen in der Cloud. Auf dem iPhone müssen die Lesezeichen separat gelöscht werden. Sieht aus wie ein Cache-Problem.


Test der iPhone App Navi 2 mit VoiceOver

Montag, 10. Oktober 2011

Aus Skobbler wird Navi 2

Skobbler hatte ich ja schon angetestet. Jetzt kommt der Nachfolger Navi 2. Mit Licht und Schatten. Die App wird als Update im iTunes Store angeboten, wenn Skobbler installiert ist. Ansonsten: Installieren für Euro 1.59: iTunes Link

Licht:

Offline navigieren optional mit downloadbaren Karten. Beispiel: Europa: 5,99 €

Screenshot des In-App Kartenkaufs :

Screenshot



Kartenmaterial Europa ist insgesamt ca. 4 GB groß
Gut: Selektiv installierbar und deinstallierbar, um Speicherplatz zu sparen.
Ich habe zum Test installiert:
DACH + Italien, San Marino und Liechtenstein: ca. 1 GB - Download WLAN: 9 Minuten
Installation der Karten crashed nach ca. 30 Minuten, kann aber nach Neustart fortgesetzt werden. Dauer für die Installation meiner Auswahl insges. ca. 1 h

Das User Interface ist übersichtlich und schnörkellos. Alle Funktionen, die eine Navigations-App haben sollte, sind vorhanden, einschließlich Zugriff aufs Adressbuch.

Zur Qualität der Navigation selbst werde ich in einem Nachtrag berichten.

Schatten:

Die Fußgängernavi ist verschwunden.
Philipp Kandall von skobbler twittert dazu unter @apphil :
"pedestrian navi will come again very soon"

Die App ist jetzt mit VoiceOver unbedienbar, nachdem ich den Vorgänger diesbezüglich noch gelobt hatte. Wegen eines einzigen Problems: Beim Start der Navigation "bring mich hin" wird auf Kartenansicht geschaltet.

Screenshot Kartenansicht und Einstellungen:

Screenshot
Screenshot

Diese Kartenansicht kann man - temporär - mit einem Tipp in die Karte verlassen, um allfällige Einstellungen vorzunehmen, oder auch, um die Navigation zu beenden. Leider nicht, wenn VoiceOver aktiviert ist. VoiceOver Nutzer bleiben in der Kartenansicht gefangen.
Nachtrag 19.11.2011

Skobbler hat mir heute einen Screenshot der kommenden Version 4.1 gezeigt:

Screenshot

Dort ist ein Settings-Button eingefügt, mit dem auch VoiceOver Benutzer die Kartenansicht verlassen können. Und auch ein Fußgängermodus wurde für diese Version zugesagt. In einer Basisversion, was immer das im Detail bedeuten mag.

Nachtrag 06.12.2011

Die angekündigte Version 4.1 ist im App Store verfügbar. Mit dem versprochenen Settings-Button, und korrekter Beschriftung aller Buttons für VoiceOver. Ein großer Schritt in die richtige Richtung! Die App kann jetzt auch von blinden Usern wieder sinnvoll eingesetzt werden.

Ich weiß jetzt auch, was "Basisversion" des Fußgängermodus bedeutet: Fußgängerrouten werden, falls angewählt, nur in der Kartenansicht grafisch dargestellt. Einen Fußgängermodus im Navigationsmodus gibt es (noch?) nicht. Ob das noch kommt? Ich werde jedenfalls die weitere Entwicklung der App mit Interesse verfolgen.


Accessible Google Routenplaner

Sonntag, 25. September 2011

Unter blinden Reisenden ist/war der Trick bekannt, wie man an eine barrierefreie Version des Google Routenplaners kommt: http://maps.google.de/m/, die mobile Version von Google Maps war nicht nur für Smartphones optimiert, sondern auch optimal mit Screen Readern auf dem PC bedienbar. Die Verbreitung von mobilen Webdiensten kam also, wohl unabsichtlicherweise, auch blinden Menschen zugute.

War? Kam? Ja, leider. Der Aufruf des obigen Links wird neuerdings umgeleitet auf Google Places. Trendy; und nett, wenn man in der Nähe des Aufenthaltsorts nach einer Pizzeria oder Ähnlichem sucht. Aber es führt kein Weg mehr zum mobilen (=barrierefreien) Routenplaner, mit freier Eingabe von Start und Ziel.

Doch es gibt ihn noch, den mobilen Routenplaner:

http://maps.google.de/m/directions sowohl auf dem Smartphone, als auch auf dem PC.

Screenshot


Der Einsatz auf dem PC kann auch im Zeitalter von iPhone & Co. durchaus sinnvoll sein. Ein Fußweg durch die Straßen einer Großstadt mit dem Smartphone_Navi vor der Nase kann durch schlechten GPS-Empfang gestört oder gar unmöglich sein. Für blinde Navigatoren kommt erschwerend der Lärm der Großstadt hinzu, der ein Lauschen auf die Sprachausgabe des Navi unmöglich oder gar lebensgefährlich machen kann. Die Lösung: Route vorab am PC planen, und ausdrucken (ggf. auf "blindengerechte" Weise).

Screenshot Routenbeschreibung


Diese Routenbeschreibung ausgedruckt, oder als Text gespeichert, liest sich dann wie folgt:

Marienplatz 900 m - Info zu 11 Minuten

  1. Von Landschaftstraße nach Westen Richtung Weinstraße starten - 63 m
  2. Weiter auf Filserbräugasse - 69 m
  3. Links abbiegen auf Frauenplatz - 190 m
  4. Links abbiegen auf Augustinerstraße - 76 m
  5. Rechts abbiegen auf Neuhauser Str. - 400 m
  6. Rechts abbiegen auf Karlsplatz - 45 m
  7. Links halten, um auf Karlsplatz zu bleiben - 17 m
  8. Nach links abbiegen, um auf Karlsplatz zu bleiben - 42 m

Ende: Karlsplatz, München

Wie lange wohl Google diese undokumentierte Adresse offen hält?

Nachtrag 26.09.2011

Die mobile Version von Google Maps ist jetzt zu erreichen unter http://maps.google.com/m/maps. Nachdem man dort eine Adresse eingegeben hat, findet sich unter der Karte ein Link namens "Wegbeschreibung abrufen". Dieser Link führt ebenfalls zum mobilen (=barrierefreien) Routenplaner.

Nachtrag 2 - 04.07.2012

Lange Zeit dachte ich, Google hätte nur einen temporären Schluckauf. Leider scheint das Problem permanent zu sein.
Google Maps mobil gibt es noch. Auch den Link zum Routenplaner, mit dem Linktext "Wegbeschreibung abrufen".
Nur: Das ist kein Link. Sondern funktionsloser Text. Auch wenn Google ihn mittels CSS so aussehen lässt, als ob es ein Link wäre.
Was soll man davon nur halten?


Voice Reader Web - Vorlesesoftware fürs iPhone

Dienstag, 13. September 2011

Zitat von der iTunes Seite von Voice Reader Web:

++ Webseiten offline abspeichern ++ Bequeme Textansicht ohne Werbung und Bilder ++ Vorlesen von Webseiten online oder offline ++ 32 Stimmen in 21 Sprachen ++ Voice Reader Web - der neue Browser, der mehr kann!
Lassen Sie sich mit der professionellen Voice Reader Web Sprachausgabe Webseiten bequem vorlesen, profitieren Sie beim Webseitensurfen auf kleinem Display von der optimierten und schnellen Darstellung und sichern Sie Ihre Lieblingsseiten einfach per Knopfdruck offline auf Ihr Gerät. Wichtig gerade für den Fall, wenn kein WLAN in der Nähe ist oder ein Auslandsaufenthalt ansteht.

Ein paar Screenshots belegen, dass die Behauptung mit der optimierten Darstellung stimmt:

Screenshot
Screenshot
Screenshot
Screenshot


Mit einem Klick von der Normalansicht auf die Text-only-Ansicht umschalten. Und ganz schnell die Seite vorlesen lassen:

Audio

Vor- und Zurückspulen funktioniert wie in Audios mit der Fortschrittsanzeige. Und der Slider ist sogar mit VoiceOver bedienbar. Jetzt warte ich noch darauf, dass mir ein VoiceOver Benutzer sagt, warum er sich Seiten mit dem Voice Reader Web vorlesen lässt, und nicht mit VoiceOver. Ich vermute mal, dass Voice Reader Web nicht als VoiceOver-Ersatz, sondern eher wegen der Möglichkeit eingesetzt wird, Seiten auch offline zu lesen oder zu hören. Wer das will, muss noch zusätzlich zum Preis der App (1,59 €) eine sogenannte Offline-Stimme für 0,79 € kaufen.


Verschlimmböserung

Heute mal ein iPhone App Test der etwas anderen Art.

Mein erster Test einer iPhone App mit VoiceOver liegt schon einige Zeit zurück. Einer der ersten Tests untersuchte die Hotelbuchungsplattform HRS Portal.

Heute nun gab es ein Update. Mit der Ankündigung "von Grund auf neu entwickelte Anwendung mit neuem Design und verbessertem User Interface".

Screenshot:
Screenshot


Warum nur machen mich solche Ankündigungen sofort misstrauisch? Nun gut: VoiceOver aktiviert, und testen. Erster Eindruck: ordentlich. Alles schön beschriftet. Nach einer Suche will ich mir das gewählte Hotel im Detail anschauen. Ich sehe eine hübsche Slideshow:

Screenshot


Auf dem Screenshot kann man natürlich nicht erkennen, dass die Fotos im Abstand weniger Sekunden wechseln. Aber mit VoiceOver *grrrrrr*. Jedesmal, wenn das Bild wechselt, ertönt ein Sound.

Audio

… der Sound für "Seite geladen". Und VoiceOver setzt den Fokus auf den Seitenanfang. Egal, was ich auf der Seite auch (mit VoiceOver) lesen will, nach wenigen Sekunden "plopp", und der Fokus liegt wieder auf dem Seitenanfang. Das macht die App an dieser entscheidenen Stelle total unzugänglich für VoiceOver Nutzer.

Warum nur bin ich immer misstrauisch, wenn ich lese "verbessertes Design / User Interface"?


Nocs - der beste Text-Editor fürs iPhone. Auch mit VoiceOver

Nocs. Zufällig drüber gestolpert. (Na gut, nicht ganz zufällig. Einer mein App-Schnäppchenjäger, AppZapp, hat mir gemeldet, dass die App derzeit kostenlos ist.)

Was soll ich sagen? Der beste Text-Editor ever fürs iPhone. Optimale Dropbox-Integration, oder wahlweise Textfiles offline auf dem iPhone erstellen und editieren. Dateien zwischen Dropbox und iPhone verschieben. HTML Dateien aus Textfiles automatisch erstellen, mit Markdown-Unterstützung. Optimal mit VoiceOver bedienbar.

Nocs wird meinen bisherigen Favoriten DropFiler (Text-Editor für Dropbox) ablösen.

Nocs Website: www.wisd.com/nocs/ Dort sind die zahlreichen Features übersichtlich beschrieben.

Nocs im iTunes Store: itunes.apple.com/de/app/id396073482?mt=8

Downloadbefehl!


VisionSim: iPhone App simuliert Augenkrankheiten

Donnerstag, 8. September 2011

Unter dem Namen VisionSim gibt es eine kleine kostenlose App fürs iPhone, die einen Einblick ermöglicht, wie Menschen mit verschiedenen Augenerkrankungen ihre Umwelt wahrnehmen. Die App verwendet die Kamera des iPhone und stellt das Ergebnis als Virtual Reality dar.

Nimm dein iPhone, und schau dir die Speisekarte mal so an, wie ein an Macula-Degeneration erkrankter Mensch versucht, eine Auswahl zu treffen.

Screenshot:

Screenshot


Test ZDFmediathek iPhone App mit VoiceOver

Montag, 5. September 2011

Das ZDF hat heute die kostenlose iPhone App ZDFmediathek veröffentlicht. Die App tut im Prinzip, was sie verspricht: Zugriff auf archivierte ZDF-Sendungen auch auf dem iPhone. Das User Interface ist hässlich,

Screenshot 1


aber wenn man "seine" Sendung gefunden hat - dazu gibt es auch eine Suchfunktion - funktioniert das Abspielen der Sendungen im iPhone eigenen Player zufriedenstellend.

Screenshot 2


Leider zeigt auch diese App wieder einmal die altbekannten Barrieren: Wichtige Schaltflächen sind für VoiceOver nicht beschriftet. VoiceOver spricht nur "Hyperlink". Dies gilt beispielsweise für den wichtigen Button zur Suche (rechts oben neben dem Button Menü).

Hinweis für VoiceOver Nutzer, die es dennoch versuchen wollen: Der Button zum Start des Videos ist auf der Seite, die nach Auswahl einer Sendung geöffnet wird, und belegt etwa das obere Drittel des Bildschirms. Beschriftet ist der Button (un)sinnigerweise mit "Leerzeichen". Darunter die Beschreibung des Films. Die Position des Buttons ist also relativ leicht zu "erraten".

Screenshot 3


Liebes ZDF: Die fehlende Beschriftung nachzurüsten ist technisch eine Kleinigkeit, und muss nur einmal gemacht werden, um Ihr Angebot für alle Zeiten auch für blinde Benutzer zugänglich zu machen. Nur Wollen müssen Sie schon mögen.

Ein Hinweis an die Entwickler

Ich empfehle folgende Lektüre:

iOS Accessibility sowie Making Your iPhone App Accessible

Nachtrag 07.05.2012

Weil das ZDF sich um Barrierefreiheit anscheinend nicht bemüht, hier noch ein paar Hinweise für blinde User nachgereicht, um die Suchfunktion mit VoiceOver zu nutzen:

  • App killen und neu starten, weil der Home-Link nicht immer zuverlässig auf die Startseite führt.
  • Der Suchen Button (beschriftet mit Hyperlink) ist rechts oben neben dem Button "Menü".
  • Das Suchfeld kann man nicht antabben, sondern nur erraten. Es befindet sich mittig unter der Überschrift "ZDFmediathek", und unter einer ebenfalls nicht fokussierbaren Überschrift "Suche". Also ca 2 cm nach unten fummeln, Ansage: "Suche - Suchbegriff - Textfeld". Die Tastatur schließt sich nicht nach dem Abschicken des Suchbegriffs per Suchen-Taste auf der Tastatur, sondern nur, wenn man von Suchfeld aus mit rechts wischen zum Absendebutton geht. (Beschriftung: "Suche 30.png")

Navigon Fußgängernavigation fürs iPhone

Freitag, 26. August 2011

"Eigentlich" wollte ich keine Navi-App mehr testen, so lange das GPS-Modul des iPhone nicht genauer auflöst, und gleichzeitig den Akku weniger schnell leer saugt.

Aber jetzt muss ich doch schnell eine Meldung los werden:

Screenshot Logo


Navigon hat soeben eine spezielle Fußgänger-App im iTunes App-Store eingestellt. Navigon Urban. Preis derzeit 3,99 €. Zu diesem Preis kann man schon mal ein Auge riskieren. Der niedrige Preis kommt wohl dadurch zustande, dass Kartenmaterial von OpenStreetMap zum Einsatz kommt. Karten gibt es (derzeit) nur von Deutschland.

Ich fürchte, dass alle Einschränkungen bezüglich der Tauglichkeit für blinde Benutzer genauso gelten wie für die "ausgewachsene" App. Ich werde baldmöglichst testen.


iPhone Apps zum Schnäppchenpreis

Mittwoch, 17. August 2011

Fast alle Apps im iTunes App Store gibt es hin und wieder zum reduzierten Preis. Aber du willst nicht jeden Tag manuell checken, ob deine Wunsch-App heute im Angebot ist? Kein Problem: AppTicker übernimmt die Überwachung für dich, und informiert dich per E-Mail, wenn der Wunschpreis für eine App auf deiner Beobachtungsliste erreicht ist.

Der Screenshot zeigt, dass die Navigon App heute wieder zum Schnäppchenpreis von 59,99 € erhältlich ist:

Screenshot


Mit der Zeit kannst du damit den einen oder anderen Euro sparen. Vorausgesetzt lediglich, du musst nicht immer alles "sofort haben".

Ach ja: die App ist gut mit VoiceOver bedienbar.


Wohin? geniale Location-App, auch für VoiceOver Nutzer

Montag, 1. August 2011

Wohin? ist der etwas merkwürdig klingende deutsche Name der iPhone App Where To. Die App ist vor allem blinden und sehbehindertem iPhone Nutzern bekannt, und genießt einen guten Ruf bezüglich Zugänglichkeit mit VoiceOver. Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Deshalb hier nur ein kurzes Audio:

Audio 1

und, weil ich finde, dass das gut umgesetzt wurde, auch noch ein Audio von Navigon. Die App findet ein auf dem iPhone installiertes Navigon oder TomTom, und übergibt die Zieldaten an die Navi-App:

Audio 2

Ein - notwendiger - Hinweis: Alle Daten stammen aus dem Google Universum. Wenn du also eine bestimmte Adresse vermisst: Weise den Geschäftsinhaber auf Google Places hin! Es könnte hilfreich für sein Geschäft sein, wenn es gefunden wird.

Mein Fazit: die App ist jeden der 239 Eurocent wert.


Vlingo für iPhone - ein App Test (diesmal ohne VoiceOver)

Dienstag, 26. Juli 2011

Was nichts kostet, taugt nichts. Diese Aussage trifft voll auf Vlingo zu.

Vlingo gibt vor, eine Sprachsteuerung fürs iPhone zu sein.

Suche per Sprachsteuerung: Kann die Google App.

Telefonwahl per Sprachsteuerung: Kann das iPhone. Davon abgesehen, muss ich nicht unbedingt meine komplette Adressdatenbank einem App-Entwickler irgendwo in Amiland überlassen.

Social: Hübsch: Twittern und Facebooken per Spracheingabe. Aber nur, wenn der eigenen Account auf Twitter oder Facebook in englischer Sprache betrieben wird, und man ein einigermaßen akzentfreies (amerikanisches?) Englisch diktieren kann.

Da das für Social gesagte auch auf E-Mail und SMS zutreffen dürfte, habe ich mir den Kauf der In-App Features für jeweils 5,49 € erspart. Und ob Vlingo es wohl versteht, wenn ich auf Maps nach "Dorfwirt" suche? Die Auswahl, die mir angeboten wird, befriedigt meinen Hunger jedenfalls nicht: boutique, interstate, forest nook, westgate, total fitness.


Prizmo - beste Scan-/OCR App für das iPhone - auch mit VoiceOver

Sonntag, 24. Juli 2011

Prizmo

Die beste Scan-/OCR App bisher. Allerdings mit 7,99 € auch die teuerste. Jedoch, wie sich zeigen wird, jeden Cent Preis-wert.

Bisher getestete Scan-/OCR Apps:

  • SayText
  • DocScanner
  • OCRTOOL

Prism0 bietet beim Start neben Texterkennung auch die Verarbeitung von Visitenkarten, Rechnungen u.a. an. Ich werde mich auf die Kernfunktion Texterkennung beschränken.

Nachdem ein Foto aufgenommen, oder aus dem Album ausgewählt wurde, gibt es in der Fußzeile folgendes Menü:

  • Links (drehen)
  • Rechts (drehen)
  • Freistellen
  • Perspektive
  • Weiß(abgleich)
  • Widerrufen

Links und rechts drehen ist eigentlich überflüssig. Texte werden erkannt, auch wenn das Foto nicht richtig ausgerichtet ist. Ja, sogar zwei gleichzeitig eingescannte Buchseiten werden richtig erkannt. Ein Feature, das man nur bei "großen" OCR Programmen kennt.

Freistellen und Perspektive helfen, wenn bei der Aufnahme die Kamera nicht exakt ausgerichtet war. Blinden Benutzern hilft dies wenig. Aber für diesen Fall gibt es ein geniales Hilfsmittel: den i-Fix Stand.

Foto iFix Stand

Podcast: http://www.apfel-fleger.de/Podcasts/index.php?id=8
Doku zum i-Fix Stand vom Hersteller: https://public.me.com/i5b/de/ dort: T-117 i-FIX-stand.pdf

Weißabgleich kann eigentlich nie schaden, und man sollte ihn buchstäblich "blind" durchführen.

Das aufgenommene Foto unserer Buchvorlage - vor und nach dem Weißabgleich:

Screenshot'vorher
Screenshot nachher

Die Buttons rechts von Weiß(abgleich) sind mit VoiceOver nur mit temporärer Standardgeste erreichbar.

Siehe iPhone-Benutzerhandbuch:

… temporäre Standardgeste: Auf aktivem Element Doppeltippen und (1 Sekunde lang) halten + Standardgeste: Standardgeste verwenden. Durch das Doppeltippen und kurzzeitige Halten wird das iPhone dazu veranlasst, die nachfolgende Geste als Standardgeste zu interpretieren. Sie können zum Beispiel die Stellung eines Schalters ändern, indem Sie doppeltippen und nach kurzem Halten und ohne Abheben des Fingers Ihren Finger bewegen.

Die Taste "weiter" startet die OCR. Und jetzt zeigt Prizmo seine stärkste Seite.
Die Texterkennung ist sehr schnell, wesentlich schneller als alle oben zitierten Alternativ-Apps. Und sehr gut. Original der erkannten Seite ohne Nachbearbeitung:

DER WATZMANN Eine alte Sage erzählt, daß einst im Berchtesgadener Land ein König gewalttätig über sein Volk herrschte. Er verachtete das Gute, liebte nur die Jagd, und seine Untertanen zitterten, wenn sie den Lärm der Hörner, das Gebell der Hunde und das Stampfen der Rosse hörten. Bei Tag und Nacht brauste die wilde Jagd durch Wälder und Klüfte, verfolgte das Wild und vernichtete die Saat.
Eines Tages erschien der König mit seinem Troß auf einer Waldtrift, wo eine Herde weidete. Vor der Hütte saß die Hirtin, ihr schlafendes Kind im Arm. Neben ihr lag der Wachhtmd.
Da warfen sich des Königs Rüden auf den Hirtenhund und rissen gleichzeitig die schreckensstarre Frau zu Boden. Der König kam heran und lachte. Als der herbeigeeilte Hirt auf die jaulende Meute einschlug, hetzte der König rasend vor Wut Knechte und Hunde auf den Hirten, der wie sein Weib und sein Kind von der Meute zerissen wurde. Da erhob sich ein dumpfes Brausen, und jetzt würgten die Hunde den König und seine Familie, deren Leiber schließlich zu marmorkaitem Fels erstarrten.
Dieser Stoff wurde zu einer der bekanntesten Sagen des deutschen Sprachraumes, als Ludwig Ganghofer in seinem populär gewordenen Roman "Die Martinsldause" die erste Besiedelung der Berchtesgadener Urwälder schilderte.
Der Watzmann gehört zu den wenigen Bergen, die so unverkennbar einmalig sind, daß sie zum Symbol und Wahrzeichen eines Ortes werden. Mögen sie auch von anderen Seiten vielen anderen Gipfeln ähnlich sehen, eine Seite ist jedoch so charakteristisch und ohne Parallele, daß sie sich tief und unvergeßlich dem Beschauer einprägt. Was wäre Zermatt ohne die schlanke Pyramide des Matterhoms, Chamonix ohne die Eiskulisse der MontblancGruppe, Heiligenblut ohne die Nadelspitze des Groß loc~ 13

Wie bei allen Scan-/OCR-Apps gilt natürlich: Das Ergebnis kann nur so gut sein, wie die Aufnahme: Ausschnitt - Beleuchtung - Ausrichtung - Verwacklungsunschärfe usw. Für blinde Benutzer gilt hier wieder: den iFix Stand benutzen.

Interessantes Detail am Rande: Bei Serifen-Schriften ist die Erkennung um Klassen besser als bei Sans-Serif-Schriften.

Sobald die Texterkennung abgeschlossen ist, wird ein Bearbeiten Seite angezeigt. An dieser Stelle kann man den Text lesen / von VoiceOver vorlesen lassen, oder sofort auf "Weiter" tippen.

Die Fußleiste auf der dann folgenden Seite beinhaltet folgende Buttons:

  • Vorlesen: Die zusätzlich zu kaufenden Sprachen sind für VoiceOver Nutzer erst mal überflüssig. Es sei denn, man will die eigebaute Übersetzungsfunktion nutzen.
  • Kopieren (in die Zwischenablage)
  • Album (Original oder bearbeitets Foto im Album speichern)
  • E-Mail

Fußleisten-Buttons rechts von E-Mail sind bei aktivem VoiceOver wieder mit temporärer Standardgeste erreichbar,

  • Mobile Me
  • Dropbox - exportiert in einen voreingestellten Ordner Prizmo Exports. (aber von dort kann man es ja mit DropFiler verschieben)
  • Evernote
  • CloudApp - keine Ahnung, was das ist.

Fazit:

Eine Scan-/OCR App, die wirklich brauchbare Ergebnisse liefert, die, optimale Bedingungen vorausgesetzt, kaum noch einer Nachbearbeitung bedürfen.


Seeschlacht aka Schiffe versenken - mit dem iPhone und VoiceOver

Dienstag, 19. Juli 2011

Wer je in seinem Leben die Schulbank drückte, kennt das Spiel: "Schiffe versenken". Unter dem Namen "Seeschlacht" gibt es das Teil als iPhone App

Diesmal haben mich die Entwicker selbst gebeten, die App zu testen. Mit der Bemerkung:

Uns war es bei der Entwicklung ein großes Anliegen auch VoiceOver zu integrieren und das Spiel so zugänglich wie möglich zu gestalten.

Damit hängt die Messlatte diesmal ungewöhnlich hoch. Und, soviel vorab: sie wurde nicht gerissen.

Jetzt zum Spiel:

Die Regeln dürften bekannt sein. Ich hab' nicht einmal danach gesucht innerhalb der App. Die grafische Umsetzung ist nett, und jedenfalls schöner als das, was wir in der Schule auf ein Blatt kariertes Papier gezeichnet haben.

Screenshot

Nett auch die Soundunterstützung, die man auch ausschalten kann, z. B. für ein Spielchen im Büro,

Audio Seeschlacht

Nicht selbstverständlich, dass die Entwickler daran gedacht haben, diese Sounds automatisch zu deaktivieren, wenn VoiceOver aktiv ist. Und ja, die VoiceOver Unterstützung ist wirklich vorbildlich. Ein kurzes Audiofile:

Audio Seeschlacht 2
Seeschlacht kann man gegen den Computer spielen. Das macht Spaß. Viel mehr Spaß macht es aber, online gegen einen Menschen zu spielen. Dazu ist es nötig, dass auf dem iPhone das Game Center installiert ist. Dann kann man Freunde auf ein Spiel einladen, nachdem man sie vorher als Freund im Game Center eingerichtet hat.

Die Einladung auf ein Spielchen ist auch die einzige Schwachstelle, die ich hinsichtlich VoiceOver-Bedienung finden konnte. Bei der Auflistung der Spielpartner wird ausgerechnet der Name der Spieler von VoiceOver nicht gelesen. Zudem wird einmal der Real Name, ein ander Mal der Nickname angezeigt. Das kann irritieren. Screenshot:

Screenshot

Ein blinder Bekannter hat es dennoch irgendwie geschafft, mich einzuladen. Wie, das wollte er mir nicht verraten. Dafür hab' ich ihm seine Flotte versenkt. Anfängerglück.
Fazit:

Installieren, und ein paar Minuten zurück in die eigene Schulzeit!

Nachtrag 24.07.2011:

Kommentar eines blinden Spielers: "Keine probs. Lediglich bei aktiven VoiceOver gibt's keinen Sound des Spiels".Daraus hab' ich wieder gelernt. Meine obige Aussage "… dass die Entwickler daran gedacht haben, diese Sounds automatisch zu deaktivieren, wenn VoiceOver aktiv ist." muss ich revidieren. Auch blinde Spieler wollen nicht bevormundet werden, sondern können recht gut selbst entscheiden, was gut oder schlecht für sie ist. Also liebe Entwickler: Den Schalter zum Sound ausschalten gibt es bereits. Bitte lasst auch für blinde Spieler diesen Schalter aktiv.


Seh-Hilfe - Test der iPhone App vizwiz

Montag, 27. Juni 2011

Wie angekündigt, heute eine kurze Beschreibung von vizwiz

vizwiz versucht, mit dem iPhone fotografierte Objekte zu erkennen. Es setzt dabei auf maschinelle Bilderkennung, aber auch auf Menschen.

Vorgehensweise:

  • Objekt fotografieren
  • Frage stellen. Mündlich! Die Frage wird aufgezeichnet, und als Audio-Datei zusammen mit dem Foto verschickt.
  • Auswahl, welche Quellen befragt werden sollen. Hier stehen zur Auswahl:

Screenshotb

  • Web Workers (Menschen)
  • IQ Engines - die maschinelle Bilderkennung.
  • Email - Auswahl eines bestimmten Kontakts aus dem Adressbuch. An diese E-Mail Adresse wird ein Link zu einer Seite geschickt, die dein Foto mit der aufgezeichneten Frage zeigt.
  • Twitter - der Link (wie bei E-Mail) wird mit deinem Twitter Account gezwitschert.

Es können einzelne oder alle Quellen ausgewählt werden. Nach dem Abschicken wird ein neues Fenster geöffnet, in dem alle Antworten auf deine Frage erscheinen. Sowohl Antworten von Menschen, als auch von der Maschine.

Das Ganze funktioniert schon recht gut. Aufgefallen ist mir:

  • VizWiz funktioniert bisher nur in englischer Sprache. Nicht nur die Programmoberfläche ist in Englisch, sondern auch die Menschen, die sich hinter "Web Workers" verbergen, wollen die Fragen offensichtlich auf englisch, und antworten auf englisch.
  • Diese WebWorker sind anscheinend überwiegend in USA beheimatet. Die Zeitverschiebung könnte dazu führen, dass man zu bestimmten Zeiten (vormittags) nur wenige Menschen antrifft.
  • Die maschinelle Erkennung scheint auf der gleichen Engine zu basieren, die auch von oMoby eingesetzt wird. Identische Ergebnisse bei mehreren Tests scheinen dies zu belegen
  • Die Angaben zum Twitter Account (Username und Passwort) werden nicht gespeichert. Wenn jemand ständig Twitter bemüht, ist die wiederholte Eingabe etwas nervig.

Vizwiz ist kostenlos, und daher allemal einen Versuch wert. Unnötig zu erwähnen, dass die VoiceOver Unterstützung durchgehend funktioniert.


Noch eine GPS App - Ariadne GPS Test mit VoiceOver

Montag, 20. Juni 2011

Eigentlich wollte ich bis auf weiteres keine Navigations-Apps auf Brauchbarkeit mit VoiceOver mehr testen. Die Beschreibung von Ariadne GPS hat mich aber so neugierig gemacht, dass ich die 2.39 € investiert habe. Und mein erster Eindruck ist überaus positiv.

Weil die App vermutlich wirklich nur für blinde und sehbehinderte iPhone Nutzer Sinn macht, diesmal keine Screenshots, sondern zwei Audios.

Das erste Audio zeigt den Startbildschirm beim Öffnen der App. Bitte um Nachsicht, dass mein 3GS nur eine GPS-Genauigkeit von 65 Metern zeigte. Ich war einfach zu faul, mich vom Sofa zu erheben.

Audio

Das zweite Audio zeigt ein verblüffendes Feature: Sich Umschauen. Die Umkreiskarte - sie stammt von Google - wird zum Sprechen gebracht. Der tastende Finger kann sich auf dem Bildschirm in der Umgebung des Standorts umschauen, oder besser: umhören.

Audio 2

Nachtrag 17.02.2012

Version 2.0 veröffentlicht.

Es gibt eine Website zur App, mit vielen Details, FAQ, Podcasts usw. Sogar eine eigene Mailingliste gibt es. Adresse auf der Website.


oMoby auf dem iPhone - auch mit VoiceOver

Dienstag, 14. Juni 2011

Beliebige Objekte mit dem iPhone fotografieren, und die kostenlose App oMoby erkennt, worum es sich handelt, und liefert gleich noch Links zu passenden Online-Shops.

Hier ein Versuch:

Screenshot 1
Screenshot 2
Screenshot 3
Screenshot 4
Screenshot 5

Eine Apple Magic Mouse wird korrekt erkannt, und sogar der reduzierte Preis bei Amazon wird richtig erkannt - wenn auch US$ anstatt Euro angezeigt werden.

Weiter Versuche mit beschrifteten Artikeln - Wein, Medikamente - wurden ebenso korrekt erkannt. Bei der Blumensorte auf meinem Balkon wurde immerhin noch "Rote Blumen" ausgegeben. Wär' auch zu viel des Guten verlangt, wenn oMoby auch noch Botianikkenntnisse eingebaut hätte.

Wie und warum das so gut funktioniert? Auf der Website von oMoby wird's erklärt.

Nicht sicher bin ich mir bezüglich der Zielgruppe; blinde iPhone User dürften Probleme mit qualitativ ausreichenden Fotos haben. Es sei denn, sie bedienen sich entsprechender Hilfsmittel. Wie dem i-Fix Stand. Doch darüber später und an anderer Stelle mehr.

Die VoiceOver Unterstützung ist jedenfalls gegeben, und entsprechenden Versuchen steht nichts entgegen.


Textbearbeitung auf dem iPhone

Freitag, 10. Juni 2011

Ich fand ein Juwel. Nun gut, ein Nischen-Juwel. Denn nicht jeder verspürt das Bedürfnis, HTML Dateien auf dem iPhone zu editieren. Aber die App hat noch mehr zu bieten.

DropFiler

Das klingt erst einmal nach einem Add-on für Dropbox. Und das ist es auch. Die App erweitert Dropbox um einige wichtige Funktionen. Dateien umbenennen, kopieren und bewegen. Das kann die Dropbox App auf dem iPhone nämlich nicht. Und dieses Feature alleine war mir die 1,59 € wert.
Screenshot

Jetzt aber zum Editiermodus:

DropFiler kann zwischen Editier- und Ansichtsmodus toggeln. Und im Editiermodus lässt sich auch HTML bearbeiten.

Das sieht dann so aus:
Screenshot 2
Screenshot 3

Das alles funktioniert auch mit VoiceOver! Eine blinde iPhone Benutzerin hat mich zwar darauf aufmerksam gemacht, dass die Rotorsteuerung auf einer externen Tastatur nicht funktioniert. Aber da sind wir schon bei den absoluten Feinheiten der Accessibility angekommen.

Dafür gibt es für VoiceOver Benutzer ein Zuckerl: Die App kann Fotos in die Dropbox hochladen. VoiceOver Benutzer werden verstehen, was ich damit sagen will.


readability for iPhone - oder, was wäre, wenn das Web wieder einfach lesbar wäre?

Freitag, 22. April 2011

Der Safari-Browser des iPhone kann auch unübersichtliche Webseiten einigermaßen leserlich darstellen. Mit ein wenig Übung kann man sich den Ausschnitt, der gerade interessiert, zurechtzoomen und -scrollen.
Aber es geht auch komfortabler. readability, ein kostenloser Webdienst, macht's möglich. Dazu muss im Safari auf dem iPhone ein Bookmarklet installiert werden. Wer das noch nie gemacht hat, könnte vor dem etwas komplizierten Prozedere zurückschrecken. Ich kann nur empfehlen: Machen! Das Ergebnis lohnt die kleine Mühe.

Lohnt es wirklich?
Ich zeige mal zwei Screenshots: Vorher - nachher. Dabei habe ich noch nicht einmal einen klasssichen Anwendungsfall ausgewählt. Das wäre ein Newsportal mit x Bannern, Vorschaubildern, usw. usf., und irgendwo versteckt ein interessanter Artikel. Das von mir gewählte Beispiel soll zeigen, dass readability selbst auf übersichtlichen, klar strukturierten Seiten noch eine Verbesserung der Lesbarkeit erbringt.

Screenshot 1

Screenshot 2


Für VoiceOver Nutzer mag der Unterschied bei dem von mir gewählten Beispiel noch weniger überzeugen. Wie gesagt: es gibt bessere Anwendungsfälle. Dennoch hier 2 Audios (vorher - nachher). Hinweis zu den Audios: Der eigentliche Inhalt beginnt mit "Die Computerbedienung mit Hilfe von Tastaturkürzeln".

Audio 1

Audio 2

Wer bis hier gefolgt ist, und es jetzt selbst probieren will:

Die Anleitung

readability ist in der Vollversion kostenpflichtig (5 Euro pro Monat); Aber für unsere Zwecke genügt das kostenlose Bookmarklet vollkommen.

Die Installation des Bookmarklet.

Da ich lange Zeit mit der Beschreibung nicht zurecht kam, im folgenden der Versuch, diese Installation (für das iPhone) einfacher zu beschreiben:

  1. Auf dem iPhone die Seite https://www.readability.com/bookmarklets/ aufrufen, und den Inhalt des ersten Textfeldes (read now) in die Zwischenablage kopieren. (In das Textfeld tippen > tippen und halten > Alles (auswählen) > Kopieren). Mit VoiceOver: Rotorsteuerung: Formularsteuerung > ins erste Formular "Read Now" > Tippen zum Vorlesen des Feldinhalts > Doppeltippen > Alles (auswählen) > Kopieren
  2. In der Fußzeile das mittlere Icon antippen, der nach rechts oben weisende Pfeil. (VioceOver: Dienstprogramme). Das öffnet eine Auswahl mit verschiedenen Optionen, u. a. als erste Option "Lesezeichen".
  3. "Lesezeichen" antippen
  4. Im nächsten Schritt kann die Bezeichnung des Lesezeichens (default: Bookmarklets | Readability) nach eigenen Wünschen geändert werden, und der Speicherort des Lesezeichens gewählt werden.
  5. Nach dem Speichern des Lesezeichens im vorherigen Schritt jetzt Lesezeichen aufrufen (Fußleiste), und "Bearbeiten" wählen (links unten)
  6. Das für readability im vorletzten Schritt gespeicherte Lesezeichen auswählen, den Inhalt (Zeile 2)löschen, und den Inhalt der Zwischenablage, den wir im ersten Schritt erzeugt haben, statt dessen einfügen.
  7. Fertig

Verwendung

Wenn wir jetzt im Safari eine Seite vorfinden, die wir mittels readability lesbar machen wollen, dann einfach unser Bookmarklet aus den Lesezeichen aufrufen.

Alternative Installationsmöglichkeit:

Ich habe mir das Bookmarklet auf dem PC gesetzt. Weil ich ohnehin alle Lesezeichen auch mit dem iPhone synchronisiere, steht mir das Bookmarklet ohne weitere Installation auch auf dem iPhone zur Verfügung.


Das iPhone als Stereo-Aufnahmegerät

Sonntag, 17. April 2011

Aus dem iPhone lässt sich, mit entsprechender Aufrüstung - wie immer - mehr herausholen als die quäkenden Aufnahmen der Sprachmemo-App.

Vorab:

  1. Um schnell mal eine eine Audio-Notiz aufzunehmen, tut es die iPhone-Standard-App Sprachmemos.
  2. Stereo-Aufnahmen erfordern in jedem Fall ein externes Stereo-Mikrofon. Das eingebaute Mikro kann kein Stereo, Headset Mikros ebenfalls nicht.
  3. Der Artikel beschreibt die Vorgehensweise für das iPhone 3 GS. Beim iPhone 4 hat sich die Belegung des Dock-Connectors geändert. Die vorgestellte App und die Mikros arbeiten möglicherweise nicht mehr mit dem iPhone 4.

Externe Mikros gibt es beispielsweise von Blue Microphones Mikey 2.0 oder von Belkin. Das Mikey findet man bei amazon ab ca. Euro 66. Das Mikro muss auf jeden Fall am Dock-Connector des iPhone angeschlossen werden. Die 3.5 mm Klinkenbuchse unterstützt kein Stereo-Signal.

Die App dazu: Blue FiRe (kostenlos). Mich hat die App dermaßen begeistert, dass ich kurz entschlossen Euro 4,99 für die Vollversion FiRe - Field Recorder investiert habe (Upgrade-Link in der kostenlosen App).

Fire

(Screenshot)

Die Kombination Stereo-Mikro / FiRe-App ermöglicht u. A.:

  • Ordentliche Aussteuerung, auch während der Aufnahme, bis zu +24 dB!
  • Play-through (Mithören mit dem Headset)
  • Datei-Export per FTP oder an den Browser per HTTP in vielen Formaten, z. B. wav, AAC oder Ogg Vorbis
  • … und viele andere Einstellungsmöglichkeiten.

Alle Möglichkeiten zu schildern, die FiRe bietet, würde hier den Rahmen bei weitem sprengen. Es lohnt sich - und es ist notwendig -, diese Möglichkeiten in Ruhe zu erforschen und zu testen. Nur noch so viel: Die App ist grundsätzlich mit VoiceOver bedienbar: Headset an die Klinkenbuchse, Mikro am Dock-connector. Damit ist sichergestellt, dass VoiceOver Ansagen nicht aufgenommen werden.


Gegendarstellung

Dienstag, 12. April 2011

Ich widerrufe hiermit alles, was ich bisher über iPhone Akkulaufzeit und Kaltstart behauptet habe.

Richtig ist vielmehr: Wenn der Akku des iPhones sich unerklärlich schnell entleert, und die üblichen Verdächtigen (Ortungsdienste etc.) ausscheiden, dann hilft kein Kaltstart, aber sehr wohl das manuelle Löschen der History aka "Apps kilen".


Google und die Suche auf Smartphones

Mittwoch, 23. März 2011

Vor einem Jahr habe ich gezeigt, wie Google hilft, Webseiten auf Handhelds und Smartphones besser darzustellen. Ein Feature, das ich nach wie vor für sinnvoll halte.

Jetzt habe ich zufällig ein neues Symbol auf der mobilen Websuche entdeckt:

Screenshot


Was macht dieses Symbol wohl?

Screenshot



Hm? Ein Vorschaubild der Suchtreffer. Mit Wischen kann man auf dem iPhone die Vorschaubilder durchsuchen. Also das Gegenstück für das, was auf der Websuche sich hinter dem Lupensymbol versteckt.

Screenshot


Test TVSpielfilm iPhone App mit VoiceOver

Mittwoch, 2. Februar 2011

Dass auch blinde Menschen fernsehen, sollte sich inzwischen herum gesprochen haben. Und auch blinde Menschen entscheiden gerne vorab, was sie sich "anschauen" wollen. Dazu dient in der Regel eine Programmzeitschrift. Im iPhone Zeitalter natürlich in Form einer iPhone App. Die ist für blinde Menschen ohnehin besser lesbar als die gedruckte Ausgabe. Falls sie, die App, mit VoiceOver bedienbar ist. Und dies trifft auf die App von TVSpielfilm zu. Zumindest weitgehend. Von einigen Nachlässigkeiten der Programmierer abgesehen, die ich im folgenden aufzeige.

Screenshot Startseite TVSpielfilm
Der Startbildschirm zeigt eine Liste mit den aktuell laufenden Sendungen, darüber die 4 Buttons: Jetzt - 20.15 - 22.00 - andere Zeit. Jetzt ist als aktiv gekennzeichnet.

Die Funktion dieser Buttons ist selbsterklärend. Nicht jedoch für VoiceOver Nutzer. Die bekommen etwas wie "Auswahl Segment tcr xx passive" vorgelesen. So hört sich das an:

Audio

Falls ein VoiceOver Nutzer doch herausgefunden hat, wozu die 4 Buttons dienen, und mittels Auswahlbutton 4 eine andere Zeit auswählen will, wird es wieder spannend. Es öffnet sich ein Auswahlmenü - bei VoiceOver heißt das Einblendmenü - mit drei Spalten: Tag - Uhrzeit - Sender. Screenshot:

Screenshot Auswahlmenü TVSpielfilm
Das Auswahlmenü mit den drei Spalten: Tag - Uhrzeit - Sender.

Die einzelnen Spalten sind zwar nicht beschriftet, aber VoiceOver liest den jeweils ausgewählten Wert vor. Damit kann man sich gut orientieren. Erst in der letzten Spalte, der Senderauswahl, wird es für VoiceOver Nutzer wieder abenteuerlich. Die grafischen Sendersymbole sind hübsch anzusehen, aber so anzuhören:

Audio2

Irgendwann hört man sogar "ARD" und "ZDF". Na ja, Benutzer von Screen Readern sind an so etwas ja gewöhnt. Hübsch wäre allerdings, wenn die Entwickler diesen Schönheitsfehler ausbessern würden. Das kann nicht schwer sein. Bitte, liebe Entwickler, einmal VoiceOver anwerfen, und dann hier nachlesen: fur-iphone-app-entwickler-learn-how-to-make und hier: Wiki sowie hier: http://mattgemmell.com

Nachtrag:

Ich habe die Entwickler angeschrieben. Leider, wie so häufig, ohne Reaktion. Daher der Versuch, hinter den Entwicklern "aufzuräumen":

Die 4 Buttons am Seitenanfang verbergen, von links nach rechts, folgende Funktionen:

Jetzt - 20:15 Uhr - 22:00 Uhr - Andere Zeit
Hinweis: Voice Over Nutzer können Buttons selbst beschriften. Das soll allerdings keine Ausrede für die Schlamperei von Entwicklern sein.

Das Auswahlmenü versteckt (hinter schlecht beschrifteten Grafiken) in der rechten (dritten) Spalte in der Voreinstellung der Reihe nach folgende Sender:

Alle
ARD
ZDF
RTL
Sat 1
Sieben
RTL 2
VOX
3sat
arte

Nachtrag 2:

Eine Antwort von TV Spielfilm:

Sehr geehrter Herr Weisshart,

Vielen Dank für Ihren Hinweis auf die Voiceover-Erweiterungsmöglicheiten von iPhone-Apps.

Ich gehe davon aus, dass unsere App-Entwickler die Voiceover-Eigenschaften gar nicht berücksichtigt haben, sondern einfach die Werte der Parameter bzw. Funktionselemente automatisch ins jeweilige Voiceover-Label einfließen und oft entspricht dies einem menschlich interpretierbaren Wert, manchmal eben auch nicht.

Ich werde Ihren Vorschlag den Projektverantwortlichen weitergeben und die Kollegen werden dann einschätzen, ob Sie diese Funktionalität demnächst einbinden können.

Schöne Grüße,

Jürgen Stein

Sitemanager TV SPIELFILM Verlag GmbH Christoph-Probst-Weg 1 20251 Hamburg

Jetzt hoffen, dass dies nicht wieder nur, wie so oft, ein Beschwichtigungsschreiben bleibt.

Nachtrag 02.08.2011:

Auf erneute Nachfrage, nachdem zwischenzeitlich ein Update der App erschienen ist - ohne Verbesserung der angesprochenen Barrierer, heute folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Weisshart,
Nach meinen Informationen ist Barrierefreiheit kein Bestandteil des Konzepts für die nächsten Entwicklungsschritte der App.
Schöne Grüße, Jürgen Stein
Sitemanager TV Spielfilm Online, TV Today Online

Ohne Worte.


SayText - eine kostenlose iPhone App, mit der blinde Anwender sich Gedrucktes vorlesen lassen können.

Dienstag, 29. Juni 2010

www.docscannerapp.com/saytext/

Dass so etwas kostenlos zur Verfügung gestellt wird, ist schon mal gut. Aber jetzt gleich zu einem ersten Test.

Die Aufgabe: ein Behördenschreiben, also relativ sauberes gedrucktes Schriftbild.

Der Ablauf:

  1. VoiceOver aktivieren.
  2. SayText aufrufen.
  3. iPhone auf die Vorlage legen.
  4. SayText starten.
  5. Das iPhone langsam nach oben bewegen, dabei darauf achten, dass das iPhone nicht verdreht oder verkantet wird
  6. Sobald die App erkennt, dass das ganze Blatt erfasst wird, ertönt ein Piepton. Dann iPhone ruhig halten. Die Auslösung erfolgt automatisch, sobald die Kamera fokussiert hat. (alternativ wäre auch manuelles Auslösen möglich. Für einen blinden Benutzer macht das aber wohl weniger Sinn.)
  7. Ab jetzt läuft alles automatisch: Scanning - Detect orientation - OCR. Leider wird der Fortschritt nicht automatisch angesagt, sondern muss mit VoiceOver Gesten abgefragt werden.
  8. Sobald das OCR abgeschlossen ist, kann der erkannte Text mit VoiceOver gelesen werden.

Das Ergebnis liest sich ungefähr so:

Sceenshot
Sceenshot
Sceenshot
Sceenshot
Sceenshot
Sceenshot

Der Steuerfreibetrag wtrd grundsämich
pdna Jahr md fßrda gesamte Laufzeit
der Rente benickslchtigt Für jeden
neuen Rentnerjnhrgeng ab 2000 erhöht
sich der Besteuerungsanteil um zwei
Prozentpunkte und pden eecerr
Reritnerfahrgang ab 2021 um einen
Prozentpunkf, Der sich so ergebende
Steuerfreibetrag sinkt demnach jeden
necen
_ Rentnenahrgang schrittweise eb. Bel
den Rentnerjnhrgängen ab dem Jahr
2040 werden dann 100 der Rente aus
gesetzlichen Rentenversicherung

Ob dies genügt, um ein Behördenschreiben zu interpretieren, möchte ich nicht beurteilen.

Als stark verbesserungswürdig halte ich auch die benötigte Zeit. Im Beispiel dauerte der Vorgang sage und schreibe 4 Minuten.

Wie gesagt: Die App ist kostenlos.

Nachtrag: Der Test wurde mit einem iPhone 3GS durchgeführt. Vermutlich fallen die Ergebnisse mit einem iPhone 4 besser aus: Bessere Kameraauflösung, Blitzunterstützung, höhere Prozessorleistung.

Nachtrag 08.07.: Die heute erschienene Version 1.1 scheint etwas schneller zu arbeiten. Von 4 auf ca. 2 1/2 Minuten für die gleiche Vorlage. Immerhin. Der Chef der Entwicklerfirma verspricht in einem Demo-Video eine Beschleunigung um 75%. Es bleibt das Problem der miserablen Erkennungsrate; zumindest auf dem 3GS.


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