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Der Cookie Warnung Irrsinn - die Vierte

Dienstag, 14. Juni 2016

Man hört nicht mehr viel über den EU-Cookie-Hinweis. Die Gemüter haben sich anscheinend beruhigt. Wer dieses geniale Browser-Addon noch nicht einsetzt, hat sich entweder an die diversen Hinweise gewöhnt, oder er klickt resigniert auf "Zustimmen".

Screenshot
Ein typischer Hinweis, wie er auf vielen Websites zu finden ist.
Wenn Sie Cookies akzeptieren, können wir Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf dieser Website bieten. Akzeptieren - Mehr Informationen"

Was sagt mir dieser Hinweis jetzt?
Was ist die "bestmögliche Erfahrung", und was wäre wohl eine "weniger gute Erfahrung"?
Was genau passiert, wenn ich auf "Akzeptieren" klicke? Und was, wenn ich nicht klicke? Ich befürchte, der einzige Unterschied besteht darin, dass nach einem Klick der nervende Hinweis verschwindet, mein Besuch auf der Site aber so oder so von Google & Co. getrackt wird.
Eine Möglichkeit, dies zu verhindern, einen Button "Ablehnen" sehe ich nicht.

Um Klarheit zu gewinnen, schaue ich mir an, was wohl hinter dem Link "Mehr Informationen" zu finden ist. Ich lese dort u.a.:

Cookies sind für die Nutzung von www.xyz.de erforderlich. Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite verbessern zu können und Ihnen Produkte und Dienstleistungen anzubieten, von denen wir glauben, dass sie für Sie interessant sein könnten. Sie können die Cookies dieser Seite löschen oder blockieren, jedoch kann dies die Funktionen der Webseite beeinträchtigen.

Merkwürdig! Wenn auf meinem Rechner ein Cookie gespeichert wird, dann kann der Seitenbetreiber seine Webseite verbessern? Das klingt irgendwie nach Big Brother, und nicht sehr beruhigend.
Anm.: Ich weiß natürlich, dass dieser Text schlicht Unfug ist. Aber weiß dies jeder Seitenbesucher?

Und dann lese ich noch etwas wie:

Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen …
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Das klingt nun gar nicht gut. Wenn ich nicht will, dass mein Verhalten von Google analysiert wird, dann bleibt mir anscheinend nur, die Seite schnellstens zu verlassen. Und das ist sicher nicht gemeint mit "unsere Webseite verbessern"?

Das kann es nicht sein!
Wenn schon ein Cookie Hinweis mit der Möglichkeit zu akzeptieren, dann bitte konsequent auch die Möglichkeit anbieten, das Tracking durch Google & Co. zu verhindern, ohne am Besuch der Site gehindert zu werden.

Also bitte 2 Buttons zur Auswahl: Akzeptieren - Nein, bitte keine Analyse.
Die von Google angebotenen Möglichkeiten zur Deaktivierung von Google Analytics, die auch auf vielen Sites in den Datenschutzrichtlinien versteckt sind, sind für den Durchschnittsuser viel zu kompliziert. Irgendwie erinnert mich die Situation an das Gebaren vieler Abo-Dienste: Das Abschließen eines Abos wird extrem leicht gemacht, die Kündigungsmöglichkeit nach allen Regeln der Kunst versteckt.



3 Kommentare

  1. Ganz richtig, Herr oder Frau Unbekannt, mit diesem Irrsinn soll zwangsweise eine weitere Tür für Datenkraken wie Google geöffnet werden. Warum allerdings die Datenschützer noch nicht aktiv geworden sind, weil die Option Ablehnen nicht vorgesehen ist oder für den normalen Benutzer hinterlistig versteckt wird, ist für mich ein Zeichen dafür, dass auch diese Personen sich von angeblich harmlosen Zugriffsversuchen und deren Begründung seitens der Anwender vereinnahmen lassen, offenkundig nicht mehr merken wollen, was eigentlich dahinter steckt oder gar den dringend erforderlichen Maßnahmen, Google endlich das Handwerk zu legen, stillschweigend aufgegeben haben. das wohl auch dank dem aus Brüssel kommenden und hier politisch willig übernommenen Digitalisierungswahn.

    Kommentar von Jens-Carsten Petersen — Freitag, 17. Juni 2016 - 12:40 Uhr

  2. Und wie soll dann gespeichert werden, dass der User keine Cookies will? Richtig, das geht nur mit Cookies. Diese Regelung ist einfach Unsinn. Wer keine Cookies will, soll die in jedem Browser vorhandene Möglichkeit nutzen, Cookies zu deaktivieren. Das hat allerdings jetzt dank dieser Cookie Richtlinie den Nachteil, dass man ständig mit so tollen Hinweisen genervt wird.

    Kommentar von Klaus Schreiber — Freitag, 1. Juli 2016 - 16:00 Uhr

  3. @Klaus Schreiber
    Vielleicht sollte man besser sagen: Der User will nicht getrackt werden, also sein Nutzerverhalten nicht an Google weitergeben. Um diesen Wunsch zu respektieren, bleiben nur Cookies, richtig. Und ich sehe darin auch kein Problem.
    Cookies komplett zu deaktivieren, macht die Nutzung des Internet recht "anstrengend".

    Kommentar von Fritz — Freitag, 1. Juli 2016 - 16:22 Uhr

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