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VPN gegen Geoblocking

Dienstag, 10. Mai 2016

Die Nutzung eines VPN (Virtual Private Network) beim Surfen dient zur Verschleierung der eigenen Identität, indem es einem Server einen anderen als den eigenen Standort vorgaukelt. Eine sinnvolle Nutzung ist das Umgehen von Geoblocking. Geoblocking, das sind nicht nur die unsäglichen, wegen des unendlichen Streits mit der GEMA gesperrten YouTube-Videos. Geoblocking verhindert häufig auch die Nutzung von Streaming-TV am Urlaubsort. Ich bezahle für einen Streaming-Dienst wie Zattoo, MagineTV oder auch SkyGo, und genau dann, wenn ich nicht zuhause vor der Glotze sitze, sondern am Urlaubsort im Ausland mir eine Sendung auf dem Tablet anschauen will, wird der Dienst blockiert.

Ein VPN schafft Abhilfe.
Ich wähle als Serverstandort Deutschland, um Zattoo & Co mitzuteilen, dass ich Deutscher und Zattoo-Kunde bin, und den Serverstandort USA, um der GEMA und YouTube den digitalen Stinkefinger zu zeigen.

Die Nutzung eines VPN ist in der Regel kostenpflichtig. Ab ca. 5,- € pro Monat ist man dabei.

Neu: Opera bietet ein kostenloses VPN an. Verfügbar mit Opera ab Version 38 (derzeit eine Developer-Version), und ganz aktuell, als iOS-App.

Anmerkung: Auf dem Desktop ist die Nutzung des VPN an den Opera Browser gebunden. Auf iOS gilt das eingestellte VPN systemweit, also auch für alle Apps.

Screenshot
Screenshot vom iPhone: Ein Server in USA ist ausgewählt. Werbe- und Ad-Tracking-Blocker sind aktiviert.

Die App funktioniert, anders als vielleicht befürchtet, nicht nur mit dem Opera-Browser für iOS, sondern systemweit, also auch mit der YouTube-App, sowie mit MagineTV & Co. Die Installation ist, anders als bei vielen kostenpflichtigen VPNs, ein Kinderspiel. Und sie funktioniert gut, und relativ schnell. Im häuslichen WLAN erreichte ich für den Serverstandort Deutschland eine Download-Rate von 12.9 Mbps, für den Serverstandort USA immerhin noch 8.4 Mbps.
Der Preis für den kostenlosen Service: Meine Daten. Laut AGB:

"…Informationen über aufgerufene Webseiten, IP-Adressen sowie den Datenverbrauch zu sammeln sowie aggregierte Statistiken zu Nutzung und Aufenthaltsorten zu erstellen."

(Die AGBs von kostenpflichtigen Diensten klingen diesbezüglich häufig besser; man muss halt auch daran glauben, was dort versprochen wird.)

Der Bonus beim Opera VPN:

Werbe- und Ad-Tracking-Blocker. Weil das auf dem VPN-Server passiert, wird auch mein mobiles Datenvolumen mit Werbung nicht belastet.

Der Malus:

Mit VoiceOver ist die App praktisch unbenutzbar. Der Einstellungsbildschirm von Opera VPN wird alle paar Sekunden neu geladen, und dabei der Fokus neu gesetzt.



2 Kommentare

  1. Ab Juni 2017 schafft die EU das Geoblocking ab. Dann wird vieles besser. Vielleicht.

    Kommentar von Andy — Montag, 16. Mai 2016 - 13:41 Uhr

  2. Dieser Artikel vergleicht konkret Anbieter von VPN in Deutschland https://anonymweb.de/die-besten-vpn-fur-deutschland/. Der Rest der Seite enthält auch viel Infos rundum VPN und Geoblocking.

    Kommentar von Erwin385 — Donnerstag, 16. Juni 2016 - 11:48 Uhr

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