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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Accessibility Club 2016 im Rahmen der Nürnberg Web Week

Mittwoch, 13. April 2016

Die doch relativ weite Anfahrt hat sich gelohnt.
Der Accessibility Club am 12. April 2016 bei tollwerk in Nürnberg war klein, aber fein. Danke an Joschi Kuphal für die Orga, an die Sessiongeber für die Vorträge, und an die Teilnehmer für anregende Gespräche am Rande.

Zwei besondere Dinge habe ich für mich mitgenommen:

  1. ally.js von Rodney Rehm, und
  2. Was ist das IndieWeb?

Auf ally.js möchte ich kurz näher eingehen:

Ich war bis gestern der Meinung, dass die Zeiten der heftigen Browser Bugs vorbei, und Browser weitgehend standardkonform wären.
Rodney Rehm hat sich dies etwas genauer angeschaut (Zitat: "Browser Bugs finden ist mein Hobby.") und im Bereich der Fokussierbarkeit von Elementen einen Abgrund aufgetan.

Was genau ist nun dieser "Fokus"?

Das jeweils aktive Element einer Webseite hat den Fokus.
Rodney Rehm unterscheidet 5 Arten von Fokussierbarkeit:

Inert:
The element is not interactive and thus not focusable.
Focusable:
The element can be focused by script (element.focus()) and possibly the mouse (or pointer), but not the keyboard.
Tabbable:
The element is keyboard focusable ("tabbable"), as it is part of the document's sequential focus navigation order. The element is also focusable by script and possibly the mouse (or pointer).
Only Tabbable:
The element is only keyboard focusable, possibly by the mouse (or pointer), but it cannot be focused by script.
Forwards Focus:
The element will forward focus to another element instead of receiving focus itself.

Von Bedeutung ist diese detaillierte Betrachtung zum Beispiel in folgenden Situationen:

  • Man will ein fokussiertes Element per JavaScript manipulieren.
  • Screen Reader können Aktionen (Lesen, Bearbeiten) nur ausführen, wenn ein Element fokussiert ist.

Rodney Rehm hat mit ally.js eine Bibliothek geschaffen, um die zahllosen Unterschiede der verschiedenen Browser im Bereich der Fokussierbarkeit einfach und umfassend zu bändigen.

Das IndieWeb

Eine Sache, die mich seit Jahren umtreibt: Ich möchte Herr meiner eigenen Daten sein. Weil ich die Schnauze voll habe von coolen Diensten, die irgendwann eingestellt werden, und meine dort hinterlegten Daten ins Nirwana mitnehmen. Beispiele: Posterous, der Google Feedreader, usw.
IndieWeb hat sich genau dieses Thema auf die Fahne geschrieben.

Was hat das jetzt mit dem Accessibility Club 2016 zu tun? Nun, Joschi Kuphal hat mich auf seinen Vortrag beim Webkongress Erlangen 2016 verwiesen. Ein hervorragender Einstieg ins Thema.
Ob ich mir die speziellen Techniken des IndieWeb jetzt zu eigen mache, muss erst eine detaillierte Prüfung zeigen. Aber die Erkenntnis, dass ich mit meiner Einstellung — "selbst machen, nicht einfach verwenden, was leicht erhältlich/zugänglich ist" — nicht alleine bin, macht das Studium der IndieWeb Philosophie sicher lohnenswert.



1 Kommentar

  1. Es freut mich, dass es dir gefallen hat und du die tatsächlich nicht ganz kurze Fahrt auf dich genommen hast. Und noch viel mehr freue ich mich natürlich, wenn du etwas mitnehmen konntest!

    Ich hoffe, ich kann dich bei Gelegenheit wieder einmal herlocken. :)

    Viele Grüße!

    Kommentar von Joschi Kuphal — Freitag, 29. April 2016 - 18:56 Uhr

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