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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Site to Phone is closing

Donnerstag, 27. Juni 2013

Nicht nur der Google Reader schließt demnächst seine Pforten, auch Site to Phone.
Was ist bzw. war Site to Phone?
Eine bequeme Lösung, Webseiten, die ich gerade auf dem Desktop oder Notebook geöffnet habe, auf dem iPad oder iPhone zum Weiterlesen zu öffnen, und zwar, ohne auf dem Gerät mühsam einen URL einzutippen, oder sich selbst eine E-Mail mit dem URL zu schicken. Sicher, man kann das auch via iCloud Synchronisation bewerkstelligen. Wenn man auf Desktop oder Notebook den Safari Browser benutzt. Und nur dann.

Site to Phone wurde als Addon im Browser installiert, und schickte auf Klick die Adresse der Seite (oder markierten Text) an eine auf dem iPhone/iPad installierte App.

Jetzt schließt Site to Phone zum Ende Juli 2013. Eine Alternative musste her. Und ich hab' sie gefunden. Handoff. Extensions gibt es u. a. für Firefox und Chrome. IE User installieren ein Bookmarklet.
Und dann noch eine App für iPhone und iPad (1,99 US$).

Ja, der ganze Ablauf ist auch barrierefrei zugänglich. Das Verschicken im Browser funktioniert nicht nur über ein Icon, sondern auch via Kontextmenü. Und die iOS App ist mit VoiceOver voll bedienbar.


PDF-Reader für Sehbehinderte

Dienstag, 25. Juni 2013

PDF-Dokumente sind heute ein häufig verwendetes Format in der digitalen Kommunikation. Tausendfach werden sie per Mail versendet und auf Websites zum Download angeboten. Für sehbehinderte Menschen jedoch, die am Bildschirm Texte vergrössern sowie Schriften und Hintergrund kontrastieren müssen, stellen PDF-Dokumente oft eine unüberwindbare Hürde dar.

Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) hat jetzt für diese Zielgruppe ein fantastisches Tool entwickelt, und stellt es kostenlos zur Verfügung. Download hier

Zahlreiche Einstellungen ermöglichen es sehbehinderten Menschen, die Ansicht nach ihren individuellen Bedürfnissen zu konfigurieren.

Screenshot des VIP PDF-Readers
Der Screenshot zeigt ein PDF in der Darstellung Gelb auf Blau.

Das Tool lässt kaum Wünsche offen. Das Handbuch [PDF] mag für Interessierte vorab als Informationsquelle dienen.

Eine wichtige Einschränkung:
Optimal erkennt der "VIP-Reader" nur barrierefreie PDF-Dokumente. Diese weisen unsichtbare Zusatzinformationen - sogenannte Tags - auf. Überschriften, normale Absätze, Listen, Tabellen, Links und Bilder mit Legenden oder Alternativtexten zählen zu den wichtigsten Inhalten der Tags.

Aber selbst barrierebehaftete PDFs versucht der VIP-Reader zu optimieren. Er erzeugt dann einen unstrukturierten Textwurm ohne Inhaltsverzeichnis und ohne Bilder. Logisch. Wo nichts ist (keine Struktur), kann auch das beste Tool nichts erkennen. Aber Zoom, Zeilenumbruch, Farben funktionieren, ebenso die Suche im PDF. Und das kann für die Zielgruppe eine große Hilfe sein.

Und jetzt mein Wunschzettel

  • Bedienbarkeit des VIP PDF-Readers und Lesbarkeit der vom VIP PDF-Reader optimierten Dokumente auch mit Screen Readern.
    Begründung: Viele stark sehbehinderte Menschen verwenden die Sprachausgabe von Screen Readern zur Unterstützung. Ideal wäre also nicht ein Entweder (VIP-Reader) - Oder (Screen Reader), sondern die gleichzeitige Nutzbarkeit von Screen Reader und VIP-Reader.
  • Eine App für Smartphones
    Begründung: Der VIP-Reader erzeugt Text, der je nach verfügbarer Breite des Fensters umbrochen wird. Kein "normaler" PDF Viewer macht das. Auf Smartphones können PDFs zwar gelesen werden, aber häufig ist die Schrift dann so klein, dass gezoomt werden muss. Und ohne Zeilenumbruch zwingt ein gezoomtes PDF zu wahren Scroll-Orgien auf dem kleinen Monitor.
    Ich wäre gerne bereit, für eine VIP PDF App zu bezahlen - Wink-mit-dem-Zaunpfahl an die Entwickler.

Nachtrag 05.07.2013

Die Version 1.1 ist veröffentlicht. Download auf der oben erwähnten Seite, einfach drüber installieren. Gefixt ist die Vergrößerungsfunktion mit Tastatur - einfach + und - Taste, und das Öffnen eines Dokuments mit dem VIP-Reader via Kontextmenü (nicht mit OS X).

Nachtrag 06.08.2013

Neue Version 1.2 veröffentlicht. Ein Changelog kann ich leider nicht finden. Und selbst konnte ich keine Änderung feststellen, weder unter Windows noch auf OS X.


Animierte GIFs stoppen

Samstag, 8. Juni 2013

Animierte GIFs - fast so nervig wie manche Politiker.
Animiertes Gif: Angler wird von Hai gefressen

Wie man sie ruhig stellt, habe ich schon vor Jahren beschrieben. Einfach mit der Escape Taste. Nur leider funktioniert das in modernen Browsern nicht mehr.
Zumindest für den Firefox habe ich jetzt die Lösung in Form eines kleinen Add-ons gefunden: SuperStop verwendet die selten benutzte Tastenkombi Shift + Esc, um diese Funktionalität wieder herzustellen. Wer will, kann sogar mit etwas Fummelei die Funktion wieder auf die Esc-Taste alleine legen. Auf der Add-on Seite ist beschrieben, wie das geht.
Ach ja, wer nach dem Shift + Esc etwas vermisst: Wieder einschalten kann man die Zappelei durch Neuladen der Seite.


GEMA versus YouTube - und Unblocker

Freitag, 7. Juni 2013

YouTube scheint (jetzt) auch gegen Barrierefreiheit zu kämpfen.
YouTubes Kampf mit der GEMA - oder sollte ich sagen: GEMA gegen YouTube geht in die nächste Runde.
Anscheinend hat YouTube es jetzt geschafft, einen (von vielen) Unblocker(n) zu blocken:

Screenshot eines Youtube Unblockers
YouTube Unblocker: There are corrently some problems due YouTube changes. We are working on an update. Please be patient.

Nun? Gut gemacht YouTube?
Mitnichten.
YouTube hat mit dieser Änderung auch Unschuldige getroffen. So z. B. Chris Heilmanns Easy YouTube Player. Ein Player, der YouTube Videos so weit wie nur möglich barrierefrei zugänglich macht. Das Video, das in obigem Beispiel eingebunden ist, hat nichts mit der GEMA zu tun, und wird von YouTube nicht geblockt. Aber Chris Heilmanns Player ist kaputt. Kollateralschaden?
Danke GEMA.


Mobil Fernsehen mit Zattoo

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zattoo ist legales Fernsehen für unterwegs.
Zattoo im iOS Appstore

Screenshot iPhone
Auf dem iPhone läuft nach der Auswahl eines Senders in der oberen Bildschirmhälfte das gewählte Programm, in der unteren Bildschirmhälfte gibt es die Senderliste (zum schnellen Zappen)

Bis gestern galt diese Aussage nur bedingt. Weil aus lizenzrechtlichen Gründen die Sendungen der Empfang nur in einem WLAN möglich war.
Seit heute sendet Zattoo auch in Mobilfunknetzen. Und das klappt sogar recht ordentlich, mindestens 3G vorausgesetzt. Darüber hinaus sollte man schon über einen Tarif mit üppigem Inklusive-Traffic-Volumen verfügen. Ein paar hundert MB kommen beim Fernsehen schnell zusammen. Und auch über die werbefreie HQ-Version (45,- Euro p.a.) sollte man nachdenken. Traffic für Werbung zu verbrennen ist nicht sehr cool.

Wie geht es wohl mit Zattoo weiter? Eine Vereinbarung mit RTL ist bereits abgeschlossen. Und die Verfügbarkeit in weiteren Ländern ist auch angekündigt. Es sollte mich sehr wundern, wenn Österreich nicht dabei wäre.

Ach ja, beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass die App mit VoiceOver bedienbar ist.


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