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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Der 10 Sekunden Check auf Barrierefreiheit

Montag, 8. Oktober 2012

Terrill Thomson beschreibt in seinem Blog, wie er sich in 10 Sekunden einen ersten Eindruck verschafft, ob eine Webseite "einigermaßen" barrierefrei ist.
Seine Vorgehensweise umfasst 4 Schritte, die ich im folgenden kurz erläutere.

Vorab:

  • In 10 Sekunden lässt sich natürlich kein kompletter Webauftritt beurteilen. Terrill beschränkt sich daher auf die Startseite.
  • Er hat nur Websites untersucht, die ARIA landmarks, und zwar konkret role="main" verwenden. Dieses Kriterium mag sinnvoll sein, um aus einer großen Anzahl von Sites diejenigen heraus zu filtern, die den Anspruch erheben, barrierefrei zu sein. Ich persönlich würde aber nicht so weit gehen, die Verwendung von ARIA Landmarks als KO-Kriterium für Barrierefreiheit zu werten.

Nun zu den Testschritten:

  1. Hat die Seite eine halbwegs vernünftige, durch Überschriften gegliederte Struktur? Terrill verwendet für diesen Schritt die WAVE Toolbar
    Gut geeignet ist für diesen Schritt auch das HeadingsMap Firefox Addon
  2. Im nächsten Schritt checkt Terrill mittels WAVE auf Errors, Features and Alerts.
    Hier zeigt WAVE seine ganze Stärke. Einen einfachen, gleichwertigen Ersatz für diesen Test kenne ich nicht.
  3. Mittels der Tab-Taste, also ohne Maus, durch alle Links und Formularelemente der Seite tabben. Ist der Fokus, das jeweils aktive Element, erkennbar?
  4. Falls die Seite Video enthält: Ist das Video untertitelt?

iOS 6 Karten App findet Adresse nicht

Samstag, 6. Oktober 2012

Ganz aktuell: Die Karten App von iOS 6 wird häufig beschuldigt, Adressen nicht zu finden. Dagegen gibt es ein einfaches, aber wirksames Mittel: Die Adresse zuerst in Kontakte eingeben, und dann von der Karten App aus auf die gespeicherte Adresse zugreifen (Schalter rechts oben).

Screenshot
Der iPhone Screenshot zeigt die Adresse des Apple Store München im Adressfeld, in dem Format, wie es aus Kontakte übernommen wird.

Dieser Umweg erscheint unsinnig. Aber damit wird sicher gestellt, dass die Karten App das Adressformat sicher erkennt. Viele Klagen von nicht richtig erkannten Adressen dürften damit zu erklären sein, dass die im Freitext eingegebene Adresse von der Karten App nicht richtig interpretiert wird - was ist Stadt, was Straße, was PLZ, was Hausnummer usw.
Dieser Trick funktioniert übrigens auch mit jeder Navigations-App, die auf Kontakte zugreifen kann.


Apple Maps - ein Loblied

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Apple Maps mit dem neuen Betriebssystem iOS 6 erntet fast nur Kritik. Nur teilweise zu Recht, finde ich. Die Optik der 3D Darstellung - bisher nur in einigen wenige Großstadtzentren verfügbar - ist für mich einfach ein Hingucker. Ich bin mir sicher, dass dieses Feature im Lauf der Jahre noch ausgebaut wird. Großes Plus: Die Vektorgrafiken kommen mit deutlich weniger Daten im Vergleich zu Google Street View aus, und damit wird Apple Maps 3 D in Bälde auch mobil sinnvoll einsetzbar sein.
Ein Screenshot kann nur begrenzt eine Vorstellung davon geben, wie man mit dem Finger auf dem Touchscreen des iPhone quasi als Hubschrauberpilot über die Innenstadt fliegen kann.

Screenshot Apple Maps 3 D
Die Innenstadt von München mit Marienplatz und Rathaus in Vordergrund, und den Türmen der Frauenkirche im Hintergrund. Links im Vordergrund ist auch noch der Alte Peter zu erkennen.

Doch jetzt zum eigentlichen Thema dieses Artikels:
Apple Maps kommt mit einer integrierten Navigation. Modi: Fahrzeug - Fußgänger - öffentliche Verkehrsmittel (letzteres ist in Deutschland anscheinend noch nicht verfügbar.)
Ich werde den Fußgängermodus genauer untersuchen, und zwar speziell für die Zielgruppe blinde und sehbehinderte iPhone User, die auf Sprachausgabe angewiesen sind. Hier kommt gleich ein Plus der Apple Map zum Zug: Die Sprachausgabe VoiceOver ist ja ins Betriebssystem integriert, so dass wesentlich sparsamerer Umgang mit den Ressourcen quasi eingebaut ist.

Fußgängermodus ist für alle Navigationssysteme ein ganz eigenes Thema. Die Darstellung auf dem Bildschirm zeigt daher in der Regel neben dem momentanen Standort die Richtung zum Ziel, unabhängig von Wegen oder Straßen. Der Fußgänger kann also auch vom vorgezeichneten Weg mal abweichen, ohne die Richtung aus dem Auge zu verlieren.

Screenshot Apple Maps Navigation Fußgängermodus
Nur das Wesentliche wird angezeigt, aber das gut sichtbar. Oben Navigationsanweisungen für den aktuellen Standort, unten dier Route mit Standort und Blick-/Gehrichtung.

Diese optische Führung ist Apple Maps hervorragend gelungen.

Nun zur Nutzung durch blinde und sehbehinderte Menschen. Hier bietet sich ein Audio zur Beschreibung an:

Audio eines Spaziergangs mit Apple Maps Navi und VoiceOver

Entscheidendes Detail für VoiceOver Nutzer: Links unten gibt es einen Schalter "Ortung" mit drei Zuständen. Diesen Schalter durch zweimaliges Aktivieren auf "Weiter Richtung" einstellen, damit die aktuelle Position und Richtung angesagt wird. Die jeweils nächste Routenanweisung steht im oberen Bildschirmbereich. Mit Auf- und Abstreichen kann man durch alle Anweisungen scrollen.

Nicht verschwiegen sei ein weiteres Manko: Nach dem Verlassen der Route, zum Beispiel, weil eine Abzweigung überlaufen wurde, gab es keinerlei Ansagen von VoiceOver mehr. Bei Sicht auf den Monitor kein Problem …

Fazit: Apple muss sich mit dieser Lösung vor großen, teuren Navigationslösungen nicht verstecken, die App hat aber noch viel Potenzial nach oben.


Google Webmaster-Tools - KANN Anweisungen befolgen

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Webworker sollten die Google Webmaster Tools kennen. Es gibt dort viele nützliche Werkzeuge, vor allem, um Google beim sinnvollen Crawlen und Indexieren von Seiten zu helfen.
Ich wollte also den Googlebot davor bewahren, sinnlos auf Seiten mit URL-Parametern nach neuen Inhalten zu suchen. Die entsprechenden URLs haben die Form

http://webdesign.weisshart.de/suchen.php?q=test&gegen=&date=1349284249

Google findet aber mit diesen URLs keine Inhalte, sondern nur 404er, weil - Schutz vor Spambots - der Parameter date nach einiger Zeit ungültig wird.

Nun gibt es bei den Webmaster Tools die Möglichkeit, URLs mit bestimmten Parametern vom Crawlen auszuschließen:

https://www.google.com/webmasters/tools/crawl-url-parameters?hl=de&siteUrl=http://domain.tdl

Dort heißt es ausdrücklich:

Helfen Sie Google dabei, Ihre Website effizienter zu crawlen, indem Sie angeben, wie Parameter in Ihren URLs gehandhabt werden sollen.

Also habe ich dort konfiguriert, dass URLs mit dem Parametern q, gegen und date nicht gecrawled werden sollen. Nur: Google hat auch nach Wochen noch regelmäßig drei Mal täglich hunderte von solchen URLs gecrawled - und immer nur einen 404er gefunden (weil … siehe oben). Ich habe lange gesucht, wie ich diese 404er und den sinnlosen Traffic verhindern kann. Und bin schließlich fündig geworden:

Screenshot
Beschreibung der URL-Parameter Einstellung. Dort steht unter anderem:
"Kann Inhalte vor dem Googlebot verbergen."

Na ja, Google hält sich an seine eigenen Aussagen. Wortgetreu. KANN, steht dort, nicht muss.

Ach so, die Lösung des Problems? In die robots.txt folgendes:

User-agent: Googlebot

Disallow:/suchen.php?q=

Und bingo. Die robots.txt wird vom Googlebot respektiert.


Google Street View auch für iOS 6

… und es geht doch:

Screenshot
Google Street View auf dem iPhone unter iOS 6

Dazu als Adresse eingeben:
http://www.street-view-maps.de/paris tour eiffel

oder eine Lokalität deiner Wahl.

Nachtrag 04.10.2012

… und ein Tag später ist das alles hinfällig, weil Google selbst das Feature anbietet:
http://google-latlong.blogspot.ca/


Schöne mobile Welt - ein leeres Versprechen

Sport mobil schauen. Das wär' schon manchmal ganz nett. Und die Technik dazu gibt es ja bereits. Mein iPhone kann das, und sogar ein Fußballspiel kann man sich auf dem kleinen Bildschirm anschauen, gute Augen oder eine scharfe Brille vorausgesetzt. Dank Retina Display.

Screenshot iPhone
Ein Fußballspiel auf dem iPhone anschauen

Nur leider spielen die Mobilfunkprovider da nicht so richtig mit. Die Datentarife nennen sich zwar "flat", sind aber alles andere als "flach". Je nach Provider und Tarif wird nach 200 MB bis 3 GB auf GPRS-Geschwindigkeit (64 kbit/s) gedrosselt. Mit dieser Geschwindigkeit kann man vielleicht ein Rennen zwischen Schnecke und Regenwurm verfolgen, aber mehr auch nicht.

Und wie lange reicht jetzt so eine "Datenflat"?
200 MB reichen mit 3G (UMTS) gerade mal für 15 Minuten, 3 GB dann schon für 2 Fußballspiele. Nur: für den monatlichen Preis eines Mobilfunkvertrags mit 2 oder 3 GB Datenflat kann ich mir die beiden Spiele auch im Stadion anschauen.


Animated gifs online bearbeiten

Animated gifs, das ist ja so was von Web 1.0. Und böse! Ich weiß. Dennoch kam unlängst cinemagr.am mit einem Tool auf den Markt, das pfiffige Effekte mittels animated gifs erzeugt. Ich hab' das Tool hier vorgestellt.

Regentropfen in einer Pfütze
Regen in Apulien.
Das Original von cinemagr.am, mit 3.0 MB Dateigröße

Kritisiert wird unter anderem die Dateigröße der gifs. Zurecht.
cinemagr.am kümmert sich nicht um Dateigrößen. Und liegt damit voll im Trend. Wozu auch? Hat doch jeder einen blitzschnellen Breitband-Internet-Zugang.
Nun kann man diese animated gifs sicher auch optimieren. Ein nettes Online-Tool bietet http://reduction-image.com/gif-anime/

Regentropfen in einer Pfütze
Das gleiche gif, aber von reduction-image.com auf 790 kB eingedampft. Immer noch zu groß; aber immerhin nur ein Viertel der Dateigröße des Originals

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