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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Navigon Fußgängernavigation fürs iPhone

Freitag, 26. August 2011

"Eigentlich" wollte ich keine Navi-App mehr testen, so lange das GPS-Modul des iPhone nicht genauer auflöst, und gleichzeitig den Akku weniger schnell leer saugt.

Aber jetzt muss ich doch schnell eine Meldung los werden:

Screenshot Logo


Navigon hat soeben eine spezielle Fußgänger-App im iTunes App-Store eingestellt. Navigon Urban. Preis derzeit 3,99 €. Zu diesem Preis kann man schon mal ein Auge riskieren. Der niedrige Preis kommt wohl dadurch zustande, dass Kartenmaterial von OpenStreetMap zum Einsatz kommt. Karten gibt es (derzeit) nur von Deutschland.

Ich fürchte, dass alle Einschränkungen bezüglich der Tauglichkeit für blinde Benutzer genauso gelten wie für die "ausgewachsene" App. Ich werde baldmöglichst testen.


10 Schritte auf dem Weg zur barrierefreien Website

Mittwoch, 24. August 2011

Wer barrierefreie Websites erstellen muss (oder will), kommt in letzter Instanz nicht umhin, sich mit der WCAG 2.0 zu beschäftigen. Leider sind diese Richtlinien ein Monster, und alleine der schiere Umfang der Dokumentation kann abschreckend wirken, insbesondere auf Neulinge auf dem Gebiet Barrierefreiheit.
Yahoo! hat jetzt einen Katalog mit nur 10 Punkten aufgestellt, der bei der Beurteilung der Frage helfen soll, ob eine Site barrierefrei ist. Der 10-Punkte Katalog
Natürlich kann man die WCAG 2.0 nicht verlustlos auf lediglich 10 Fragen komprimieren. Aber mir gefällt der Ansatz von Yahoo! - besser ein Einstieg mit niedrigen Hürden, als überhaupt kein Einstieg wegen scheinbar zu hoher Einstiegshürden.
Ich darf Punkt 1 des Yahoo-Katalogs zitieren:

1. Did the people who built your site consider individuals with disabilities when they designed it?
A "yes" answer means that you are already halfway to making your site accessible.

Volltreffer! Das Problembewusstsein, die Absicht, ist schon die halbe Miete. Das Gros der Barrieren im Web ist darauf zurückzuführen, dass die Entwickler sich gar nicht der Tatsache bewusst sind, dass man Webseiten mit relativ einfachen Mitteln für Menschen mit Behinderungen zugänglich machen kann.

Eine Kritik an der Yahoo-Liste sei mir allerdings gestattet: Es fehlt der Hinweis, dass eine saubere Semantik, eine logische Strukturierung der Seiten mit Überschriften und Absätzen, Listen usw. in jedem Fall für eine Verbesserung der Zugänglichkeit für alle Besucher sorgt. Eine Validierung des HTML-Codes kann dabei helfen.


Zitate für allerlei Anlässe

Dienstag, 23. August 2011

Prüfe deine Literaturkenntnisse

Aus welchem Werk stammen jeweils die folgenden Zitate?

  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
  • Doch der Segen kommt von oben.
  • Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang.
  • Der Mann muß hinaus In's feindliche Leben.
  • Doch mit des Geschickes Mächten, ist kein ew'ger Bund zu flechten.
  • Wehe, wenn sie losgelassen.
  • Alles rennet, rettet, flüchtet.
  • Er zählt die Häupter seiner Lieben, …
  • Wo rohe Kräfte sinnlos walten, …
  • Da werden Weiber zu Hyänen.
  • Gefährlich ist's, den Leu zu wecken.

Lösung: ekcolG red nov deiL saD - rellihcS hcirdeirF :sua etatiZ ellA


Frisch, Gesellen, seid zur Hand!

Montag, 22. August 2011

MacTechNews hat eine nette Möglichkeit beschrieben, unter Mac OS X Lion beliebige Texte von der installierten Systemsprache vorlesen zu lassen, und als mp3-Datei abzuspeichern. Vielleicht hat jemand eine praktische Anwendung dafür.

Audio:

Schillers Glocke von Steffi vorgelesen

Die Eingabe im Terminal, um diese Datei zu erzeugen, lautete:

say -v steffi -f Desktop/die_glocke.txt -o Desktop/die_glocke.aiff


Hyphenation - automatische Silbentrennung

Donnerstag, 18. August 2011

Pretty much the only forms of Western literature that don't use hyphenation are children's books and websites.

schreibt das FONTDECK Blog.
Warum Websites keine Silbentrennung einsetzen, ist schnell erklärt: Weil die Laufweite der Zeilen, anders als im Print, nicht bekannt ist. Sie hängt nämlich von den Benutzereinstellungen ab.
HTML bietet in diesem Fall eine Art Automatik - den bedingten Trennstrich "soft hyphens" - an: ­ - inzwischen unterstützen alle modernen Browser das.
Das manuelle Setzen von soft hyphens rechtferigt den Aufwand aber nur in wenigen, speziellen Fällen. Deshalb gibt es Techniken, das Setzen von soft hyphens automatisch von JavaScript erledigen zu lassen. Am bekanntesten dürfte Hyphenator.js sein.

Wann macht automatische Silbentrennung Sinn?

  1. Wenn Blocksatz eingesetzt wird.
  2. Bei extrem kurzen Zeilenweite, z. B. wenn Text Bilder umfließt.

Die Ergebnisse mit Hyphenator.js sind ordentlich. Mit einer gravierenden Einschränkung: Screen Reader (nicht alle, aber die meisten) "verschlucken sich" an den soft hyphens. Das Ergebnis ist unverständlich bis unzumutbar. Wer Wert darauf legt, dass seine Seiten für Screen Reader zugänglich sind, muss auf automatische Silbentrennung mittels Hyphenator.js verzichten.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Puristen hätten längst eingewendet:
Silbentrennung hat nichts im Markup zu suchen (Markup ist Inhalt), und auch nichts im JavaScript (JavaScript ist zuständig für das Verhalten einer Webseite). Silbentrennung ist Darstellung, und gehört ins CSS! Und dort hat es jetzt, mit der CSS3-Deklaration "hyphens:auto" auch Einzug gefunden. Bisher unterstützen diese Deklaration der brandneue Firefox 6, und Safari 5.1 bzw. Safari / iOS. Und beide Browser auch nur mit Vendor-Prefix. Der CSS Code muss also lauten:

.hyphen {
    -webkit-hyphens: auto;
    -moz-hyphens: auto;
    hyphens: auto;
}

Damit ist der Safari bedient.
Für den Firefox ist zusätzlich lang="en" für das entsprechende Element (oder ein Elternelement) nötig. Jawohl: "en", auch wenn die Sprache des Dokument eine andere ist. Also

<div class="hyphen" lang="en" >

Das funktioniert. Zumindest auf dem Monitor. Aber es ist natürlich ein absolutes No-Go - nicht nur wegen des Kauderwelsch', das Screen Reader dann ausgeben.

Was bleibt? - Fazit

Also alles noch Spielerei, nicht in der Praxis einsetzbar?
DOCH!
Es gibt einen Anwendungsfall, der geradezu nach "hyphens:auto" schreit: Das iPhone! Dort sind die Zeilen kurz, und das iPhone versteht die Deklaration.
Also ran ans CSS:

body {
    -webkit-hyphens: auto;
}

Das versteht nur der Safari, und es erfordert kein Verbiegen der Dokumentensprache. Und, weil die Silbentrennung jetzt dort ist, wo sie hingehört, nämlich im CSS, "verschluckt" sich auch der Screeen Reader (VoiceOver) nicht. Wer das Ergebnis sehen will, hier ein Testcase.
Hinweis: Die Testseite ist mit <body lang="en"> ausgezeichnet. Die Anzeige funktioniert also auch im Firefox 6. Wer sich die Seite mit VoiceOver im Safari anhört, weiß, warum das ein No-Go ist.

Nachtrag 08.11.2011

Firefox in der Version 8 versteht jetzt -moz-hyphens:auto, auch ohne die Vergewaltigung mittels lang="en". Und ältere Versione ignorieren diese Auszeichnung einfach. Weil das niemandem schadet, habe ich es sofort in meine Seiten eingebaut.

Nachtrag 19.11.2011

Und auch Safari/Mac in der aktuellen Version 5.1.1 kann jetzt Hyphenation. Ohne Die oben genannten VoiceOver-Probleme.

Kuriositäten im Firefox

Nobody is perfect. "Merkwürdige" Trennungen im Firefox, die mir so untergekommen sind.

  • iPho-ne
  • VoiceO-ver
  • vi-elleicht
  • App-le
  • Seitende-sign
  • JavaS-cript

iPhone Apps zum Schnäppchenpreis

Mittwoch, 17. August 2011

Fast alle Apps im iTunes App Store gibt es hin und wieder zum reduzierten Preis. Aber du willst nicht jeden Tag manuell checken, ob deine Wunsch-App heute im Angebot ist? Kein Problem: AppTicker übernimmt die Überwachung für dich, und informiert dich per E-Mail, wenn der Wunschpreis für eine App auf deiner Beobachtungsliste erreicht ist.

Der Screenshot zeigt, dass die Navigon App heute wieder zum Schnäppchenpreis von 59,99 € erhältlich ist:

Screenshot


Mit der Zeit kannst du damit den einen oder anderen Euro sparen. Vorausgesetzt lediglich, du musst nicht immer alles "sofort haben".

Ach ja: die App ist gut mit VoiceOver bedienbar.


Wohin? geniale Location-App, auch für VoiceOver Nutzer

Montag, 1. August 2011

Wohin? ist der etwas merkwürdig klingende deutsche Name der iPhone App Where To. Die App ist vor allem blinden und sehbehindertem iPhone Nutzern bekannt, und genießt einen guten Ruf bezüglich Zugänglichkeit mit VoiceOver. Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Deshalb hier nur ein kurzes Audio:

Audio 1

und, weil ich finde, dass das gut umgesetzt wurde, auch noch ein Audio von Navigon. Die App findet ein auf dem iPhone installiertes Navigon oder TomTom, und übergibt die Zieldaten an die Navi-App:

Audio 2

Ein - notwendiger - Hinweis: Alle Daten stammen aus dem Google Universum. Wenn du also eine bestimmte Adresse vermisst: Weise den Geschäftsinhaber auf Google Places hin! Es könnte hilfreich für sein Geschäft sein, wenn es gefunden wird.

Mein Fazit: die App ist jeden der 239 Eurocent wert.


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