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Webdesign nach Maß von webdesign weisshart

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Testwerkzeuge und Validatoren

Mittwoch, 29. Juli 2009

Der AChecker (Accessibility Checker) nach WCAG 2.0 der Universität Toronto, den ich schon länger in die Liste meiner Testwerkzeuge aufgenommen hatte, wurde rundum erneuert. Und bei der Gelegenheit änderte sich auch die Adresse in http://achecker.ca/checker/
Schade nur, dass er anscheinend nicht mehr mit einem URL Parameter aufgerufen werden kann. Das war bisher so praktisch in Verbindung mit den Web Developer Extras.


Auswahllisten mit der Tastatur bedienen

Montag, 27. Juli 2009

Auswahllisten (Ausklapplisten / <select>) dienen dazu, dem Anwender eine Liste mit festen Einträgen anzubieten, aus der er einen Eintrag auswählen kann. Der Text des ausgewählten Eintrags wird übertragen, wenn der Anwender das Formular abschickt.
Zum Abschicken gibt es einen eigenen Button, z. B. <input type="submit" … >
Wenn nun das Formular als einziges Element eine Auswahlliste enthält (typisches Beispiel: ein Style Switcher), dann ist es lästig, den Submit Button anzusteuern und zu betätigen.
Pfiffiger wäre es, die Auswahl mit Enter bestätigen zu können.
Hier kommt Javascript mit dem Event Handler onchange zu Hilfe.
Beispiel:

<select name="titel" size="1" onchange="this.form.submit()" >

Wunderbar.
Aber:
Versuchen Sie mal, eine solchermaßen aufgepeppte Auswahlliste im Internet Explorer ohne Maus, also nur mit der Tastatur, zu bedienen. Ich habe für Ihre Versuche ein Muster zum Testen erstellt. Dieses Muster beinhaltet konsequenterweise keinen Submit Button. (In der Praxis würde ich den jedoch sicherheitshalber belassen.)
Und was passiert da? Es gelingt bei ausschließlicher Tastaturnutzung nicht, einen der angebotenen Einträge auszuwählen, weil das Formular sofort beim Versuch, innerhalb der Auswahlliste mit den Pfeiltasten nach unten zu gehen, abgeschickt wird. Dabei wird dann immer der zweite Eintrag in der Liste "Michael Jackson" gewählt.
Es sei denn, Sie wissen, wie man das mit dem Internet Explorer macht:

  1. Mit der Tab Taste den Fokus auf die Auswahlliste setzen.
  2. Die Auswahlliste mit "Alt+Pfeil nach unten" öffnen.
  3. Mit den Pfeiltasten (nach unten / nach oben) innerhalb der ausgeklappten Liste navigieren.
  4. Enter

Und jetzt die Preisfrage: Wer wusste das?

Mir jedenfalls ist das zu riskant. Ich befürchte, zu viele Besucher mit dieser Technik auszuschließen.
Ich werde also in der praktischen Anwendung dem Internet Explorer ein Formular ausliefern ohne den onchange event handler. (Das geht ja recht zuverlässig mit conditional comments.)


Firefox 3.5 und schöne Schriftarten für das Web

Dienstag, 21. Juli 2009

Das Ende für alle Textersetzungstechniken - und vielleicht der Anfang typographisch schön gestalteter Seiten im Web?

Moderne Browser stellen auch Schriftarten dar, die der Besucher nicht auf seinem System installiert hat.
Moderne Browser nach dieser Lesart sind Firefox 3.5 und Safari 4.

Auf dieser Seite zeige ich, wie's geht. Voraussetzung natürlich, Sie haben einen "modernen" Browser.


Firefox 3.5 und das audio Tag

Montag, 20. Juli 2009

Player Demo

Nach dem <video> Tag nun ein Versuch mit dem <audio> Tag von HTML 5. Der Firefox 3.5 spielt damit Audios im open audio format (Ogg Vorbis) und WAV ab, ohne dass dazu ein spezielles Plugin nötig wäre. Ein interessanter Ansatz.

Ich habe hierfür eine eigene Testseite erstellt. Diese Testseite ist auch gleich in HTML 5 geschrieben. Das <audio> Tag gibt es nur in HTML 5.

Ich hab' zusätzlich mit ein wenig Javascript Buttons zur Steuerung erstellt. So lässt sich der Player optimal mit der Tastatur bedienen.

Nun hoffe ich, dass möglichst bald möglichst viele Browser HTML 5 lernen.


Barrierefreiheit auch für gehörlose Menschen?

Dienstag, 7. Juli 2009

Behindern gehörlose Übersetzer die Schaffung barrierefreier Webseiten?

oder

Übersetzer für DGS (deutsche Gebärdensprache) gesucht

Beim Thema Barrierefreiheit denken die meisten Webworker erst einmal an blinde Menschen. Wenn sie sich überhaupt zu diesem Thema Gedanken machen.
Dieser Ansatz ist auch gut. Wenn Webseiten so gestaltet werden, dass sie für blinde Menschen mit den entsprechenden Hilfsmitteln (Screen Reader) zugänglich sind, dann ist ein wichtiger Schritt zur Barrierefreiheit getan.

Es gibt aber noch weitere Behinderungen, die bei der Erstellung barrierefreier Webseiten berücksichtigt werden müssen. Neben Menschen mit motorischen Behinderungen ist insbesondere die Gruppe der gehörlosen Menschen zu nennen. Auf letzteren Fall möchte ich in diesem Beitrag speziell eingehen.

"Wieso sollte Gehörlosigkeit bei der Benutzung des Internet ein Problem darstellen?" werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. "Gehörlose Menschen können doch lesen."
Leider trifft diese Aussage nur bedingt zu. Für von Geburt gehörlose Menschen ist Deutsch eine Fremdsprache. Sie sind mit Gebärdensprache aufgewachsen. Ihr Sprachverständnis für die deutsche Schriftsprache ist in manchen Fällen auf dem Niveau der 4. Klasse.

Als Lösung bietet sich die Bereitstellung von Gebärdensprachfilmen an. Dabei werden die Inhalte der Internetseiten in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und auf Video verfilmt. (…) So sind wichtige Informationen auch für Gehörlose barrierefrei erreichbar und nur noch einen Mausklick entfernt.

Quelle: www.dgs-filme.de/GWHomepage/barrierefreiheit.htm

Leider ist nun diese empfohlene "Bereitstellung von Gebärdensprachfilmen" ihrerseits mit einer in vielen Fällen unüberwindlichen Barriere behaftet: Die Kosten für die Erstellung entsprechender Übersetzungen sind exorbitant. Für einen mittelschweren Text mit 600 Wörtern (entsprechend ca. 1 ½ Seiten oder dem 1 ½ fachen Umfang dieses Beitrags) wurde mir von zwei Anbietern jeweils ein Preis von 1000 (tausend) Euro genannt.
Ich kann nachvollziehen, dass der Aufwand für die Erstellung von Gebärdensprachfilmen höher ist als beispielsweise die Übersetzung in eine andere Schriftsprache. Ein Schmunzeln hat mir jedoch folgender Passus in einer mit dem Angebot gelieferten Leistungsbeschreibung entlockt:

… die genaue Einstellung der Kamera, die Auswahl und Positionierung der Scheinwerfer sowie die Vorbereitung des Hintergrundes. Auch muss die Kleidung des Darstellers festgelegt werden.

Ich will nicht von Abzocke sprechen. Ich glaube auch nicht, dass hier eine gewisse Monopolstellung missbraucht wird.
Beide Angebote stammen von "Muttersprachlern", also von gehörlosen Menschen, deren Muttersprache die deutsche Gebärdensprache ist. Eine wichtige Voraussetzung für eine qualitiativ hochwertige Übersetzung.

Aber:
Mit diesen Preisen verhindern die Anbieter, also die Betroffenen selbst!, dass mehr Webseiten barrierefrei nach ihrer eigenen Definition gestaltet werden.

Ich suche weiter nach einer Möglichkeit, Gebärdensprachfilme zu Kosten anzubieten, die es auch nichtkommerziellen und nichtöffentlichen Webseitenbetreibern ermöglicht, gehörlose Seitenbesucher in ihrer Muttersprache anzureden.


Firefox 3.5 und das video Tag

Mittwoch, 1. Juli 2009

Player Demo

Ein erster Versuch mit dem <video> Tag.
Der Firefox 3.5 spielt damit Videos im .ogg Format ohne Flash ab. Ein interessanter Ansatz.
Leider scheint der Player noch ein wenig buggy zu sein; hin und wieder wird der Film nicht bis zum Ende abgespielt, dann hängt der Player, und es hilft nur noch ein reload der Seite. Aber ein interessanter Ansatz ist es allemal.

Das Video ist auf einer eigenen Testseite zu sehen. Diese Testseite ist auch gleich in HTML 5 geschrieben. Das <video> Tag gibt es nur in HTML 5.

Nachtrag:
Mozilla scheint auch hinsichtlich Barrierefreiheit auf einem guten Weg zu sein. Das Video kann mit der Tastatur gestartet und gestoppt werden. Mit Tab den Fokus auf das Video legen, und dann mit der Leertaste starten und stoppen. Mit den Pfeiltasten rechts und links kann vor- und zurückgespult werden.

Nachtrag 2:
Mit ein wenig Javascript lassen sich die Buttons zur Steuerung erstellen. Die Bedienung mit der Tastatur (und mit Screen Readern) ist damit abgehakt - immer vorausgesetzt, der Firefox 3.5 ist installiert.


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