... aufgefallen, aufgestoßen, aufgegangen, auf die Schnelle
Dienstag, 9. M? 2010, 02:48:00 Uhr
Ich suchte nach der englischen Übersetzung eines ausgefallenen Begriffs. Auf dem Notebook / PC ist dafür Leo zuständig. Immer im Zugriff als Suchmaschine im Firefox. Für unterwegs habe ich die kostenlose App iTranslate auf dem iPhone installiert. In dieser App gibt es die Option "Text to Speech". Text to Speech war mir ein Begriff aus der Screen Reader Welt. Also diese Option auf dem iPhone angetippt. Hm, € 1.59 für eine Stimme? Na gut, was soll's. Ist ja nicht die Welt, und einen Versuch wert. Nach dem Bestätigen des Bestellbuttons wurden 32 MB auf mein iPhone geladen. Kein Problem, ich hab' ja 32 GB verfügbar. Nach wenigen Minuten waren Download und Installation erledigt. Der erste Test: Per Copy & Paste (ja, in der aktuellen Version gibt es das endlich auch auf dem iPhone) einen längeren deutschen Text nach iTranslate kopiert. Wow! Die Übersetzung von Deutsch nach Englisch akzeptabel. Und Text to Speech: grandios! Fast nicht mehr als synthetische Stimme erkennbar.
Warum schildere ich das hier? Weil der Vergleich einem Kantersieg von Apple gegen Microsoft gleich kommt. Text to Speech unter Windows zu installieren kostet ein Vielfaches. An Geld, und vor allem an Zeit und Nerven. Bravo Apple!
Samstag, 27. Februar 2010, 13:07:15 Uhr
Ich schreibe:
Den Lizenzschlüssel und die Anleitung zum ... erhalten Sie unverzüglich nach Zahlungseingang.
Antwort:
Ich habe soeben per ... überwiesen. Wie geht es jetzt weiter?
Sonntag, 21. Februar 2010, 20:35:00 Uhr
Wenn es in der Blogosphäre und in der Twitterwelt um Barrierefreiheit geht, dann wird zumeist leider nur auf Negativbeispielen herumgetrampelt. Und viel zu selten werden vorbildliche Seiten positiv kommentiert.
Die Gründe hierfür sind einfach:
Ich denke, ich habe eine Seite gefunden, die es wert ist, positiv erwähnt zu werden. Die Olympia-Seite der ARD.
Was mir dort sofort angenehm aufgefallen ist:
Um mein Urteil abzusichern, bat ich einen blinden Screen Reader Nutzer, einen raschen "Blick" auf die Seite zu werfen. Seine kurze Antwort:
Überschriften, Sprungmarken, korrekte Beschriftungen, schaut gut strukturiert aus. Livestream: Aus rechtlichen Gründen sind die Video-Inhalte in Ihrem Territorium leider nicht empfangbar. Sollten Sie sich innerhalb Deutschlands aufhalten und diese Information sehen, kontaktieren Sie uns bitte unter folgender Email-Adresse: olympia@ard.de Das find ich OK so. Ich erfahre genau, warum ich nichts höre/sehe, und darauf kommt es ja an.
Ein kleiner Wermutstropfen, der aber das Gesamtbild nicht trüben kann, und vor allem nichts daran ändert, dass die Seite "gut zugänglich" ist:
Die pfiffige Möglichkeit, die Startseite zu personalisieren, Inhalte auszublenden und/oder entsprechend der eigenen Vorliebe beliebig auf der Seite anzuordnen, ist leider nur mit Maus zugänglich. Diese Funktion barrierefrei zu gestalten, also mit der Tastatur und mit Screen Readern bedienbar zu machen, wäre ein absolutes Highlight.
Anmerkung:
Dies soll und kann natürlich kein Test nach WCAG, BITV o. ä. sein. Vielmehr will ich nur zeigen, dass in der Webwüste nicht alles schlecht ist, sondern auch ein Portal, das im Grunde nur für eine Lebensdauer von 2 Wochen konzipiert ist, sich durchaus an Webstandards halten, und auf Usability und Barrierefreiheit achten kann. Bravo ARD!
Freitag, 19. Februar 2010, 12:24:00 Uhr
Gerade im Radio aufgeschnappt:
Es geht ihnen nicht ums Geld. Sie gehören nämlich bereits zu den best bezahlten Piloten weltweit. Nein, die Piloten haben Angst, dass die Lufthansa ihre Aktivitäten immer mehr in ausländische Gesellschaften auslagert, und ihre Arbeitsplätze damit gefährdert sind.
Mein Gott, wie unverschämt darf man noch sein. Ja, unverschämt. Denn die Piloten und Ihre Gewerkschafter sind wohl nicht zu dumm, um die Zusammenhänge zu erkennen, zu erkennen, dass sie sich mit den unangemessenen Gehaltsforderungen der Vergangenheit selbst in diese Situation manövriert haben,
Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für den anstehenden Streik werden die Lufthansa wohl oder übel zum Einknicken bringen. Aber ob die Gewerkschaft ihre erklärtes Streikziel, die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze der Piloten, damit erreicht?
Mittwoch, 10. Februar 2010, 14:29:18 Uhr
Einen geradezu genialen Dienst für Radiohörer bietet radio.de Wenn du den Namen deines Wunschsenders kennst, einfach sendername.radio.de ins Adressfeld deines Browsers eingeben. Beispiel: klassikradio.radio.de
Nach weniges Sekunden dudelt die Musik deiner Wahl los. Bequemer geht's nimmer.
Sonntag, 7. Februar 2010, 22:03:34 Uhr
Als fuzzy search oder unscharfe Suchmethode bezeichnet man eine Technik, die nicht (nur) die exakte Zeichenfolge als Suchkriterium zugrunde legt, sondern auch nach ähnlichen Zeichenketten sucht. Auf den ersten Blick erscheint diese Suchmethode überlegen. Ist sie doch gegen Tippfehler tolerant; und auch Begriffe, die dem Suchbegriff ähnlich sind, sollten mit fuzzy search gefunden werden.
Ich wollte mal kurz in der Praxis testen, wie die Ergebnisse von fuzzy search mit den Erwartungen übereinstimmen. Als Testobjekt wählte ich manufactum.de, den Biene Sieger 2009. Ich wusste aus Kommentaren zum Biene Wettbewerb, dass manufactum fuzzy seach einsetzt. Meinen ersten Suchbegriff wählte ich, weil ich erwartete, eine Erklärung zur Barrierefreiheit des Webauftritts zu finden.
1. Suchbegriff "barrierefrei" - gefunden u. a. (an 3. Stelle): 2004er St. Laurent Barrique rot. Blöder Zufall? Vielleicht findet sich die gesuchte Erklärung bei einer Suche nach "blind"?
2. Suchbegriff "blind" - gefunden u. a.: Zahnstocher Lindenholz, Bierspindel Glaszylinder (unabdingbar, wenn Sie nicht nach Rezept brauen ...), sowie Zwölf Reden über die Beredsamkeit und deren Verfall in Deutschland (Adam Müller). Aber nein, das kann doch nicht sein. Vielleicht bringt mich "gehörlos" weiter ...
3. Suchbegriff "gehörlos" - gefunden (an 1. Stelle): Telefonsteckdose Porzellan.
An dieser Stelle brach ich meinen Test ab.
PS: Der Test wurde wie beschrieben durchgeführt, war aber keinesfalls ernst gemeint. Mögliche Rückschlüsse auf die Qualität des Webauftritts oder der Suchfunktion sind auf Grund der zu kleinen Stichprobenbasis nicht zulässig.
Samstag, 6. Februar 2010, 02:08:38 Uhr
Jeder Mensch hat heute einen Breitbandzugang ins Internet? Dennoch halte ich es für groben Unfug, 600 kB großeTwitter-Backgrounds zum Download und zum kostenlosen Einsatz anzubieten. Grafiken, auf denen fast nichts zu erkennen ist. Ich weiß nicht, wieviel CO2 die tausendfache Übertragung von jeweils 600 kB produziert. Serverseitig, clientseitig, und auf dem Übertragungsweg. Kluge Köpfe mögen das ausrechnen. Mir genügt der gesunde Menschenverstand, so etwas als Unsinn abzulehnen.
<ironiemode>Aber ein wenig Klimaerwärmung könnte den wintergeschädigten Europäern ja momentan grad recht sein.</ironiemode>
Freitag, 5. Februar 2010, 14:37:00 Uhr
Wieder einmal Skiplinks, die von Menschen nicht genutzt werden können, die (temporär oder permanent) keine Maus bedienen können.
Die Deutsche Bank hat relauncht. Und, wie sich das gehört, jede Menge Skiplinks auf der Startseite untergebracht. "Jump to meta navigation, jump to main navigation, jump to secondary navigation, jump to footer navigation", usw.
Höchst ungewöhnlich: Diese Skiplinks wurden diesmal nicht per display:none vor allen versteckt. Sondern lediglich aus dem Viewport geschoben, so dass Screen Reader die Skiplinks korrekt zeigen. Ein Blick ins CSS zeigt dies. Bravo Agentur. Aufgepasst und dazu gelernt.
Gleich im nächsten Abschnitt der CSS noch eine positive Überraschung:
/* *** make skip links visible when using tab navigation *** */
Wow! Die haben's wirklich drauf.
Schade nur, dass das CSS, das die versteckten Skiplinks beim Tabben sichtbar machen sollte, nicht funktioniert! Egal, Tasturnutzer sind auf der Seite anscheinend ohnehin unerwünscht. Stichwort Fokus kennzeichnen. Ist das wirklich so schwer zu testen? Oder werden Features, die der Barrierefreiheit dienen sollen, gar nicht getestet? Testen kostet ja schließlich wieder extra Geld ...
Donnerstag, 4. Februar 2010, 20:43:00 Uhr
Gerade gelesen:
Dass die “Suche nach dem Link” alles andere als ein Spiel ist, sondern bittere Realität, kann man auf der Seite http://tbl-welt.de/meldungen/meldungen-ablage/2010/bahnhofsmission.php nachlesen.
Dort werden Betroffene, also die taubblinden und hörsehbehinderten Seitenbesucher, auf den Mangel hingewiesen, und aufgefordert, Ihre Bedürfnisse und Forderungen per E-Mail an die Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmissionen zu melden. Vielleicht wachen die Verantwortlichen auf, und werden sich ihrer Verantwortung für die eigene Clientel bewusst.
Montag, 1. Februar 2010, 16:02:43 Uhr
eBay hat wieder einmal eine Möglichkeit gefunden, noch mehr Geld zu produzieren:
... Deshalb können ab dem 25. Februar 2010 Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten nur dann Artikel einstellen, wenn sie PayPal als Zahlungsmethode anbieten.
Der Witz daran: PayPal Zahlungen sind für den Zahlungsempfänger mit Gebühren belastet. 1,9% zuzügl. 0,35 Euro. Und PayPal ist eine eBay-Tochter.
Das Quickblog ist ein typischer Vertreter von Web 2.0.
Ohne Programmierkenntnisse in 5 Minuten dein eigener Blog.
Angeboten und gehostet wird alles bei posterous.com
Etwas Handarbeit war allerdings nötig, um die Anzeige hier in die Website zu integrieren.
Der Trick ist wieder einmal die Nutzung des RSS Feeds, der von posterous generiert wird.
Und was ist an Quickblog nun typisch Web 2.0?
Zum ersten natürlich die Möglichkeit, Quickblog per E-Mail zu füttern.
Und damit buchstäblich immer und von überall. Schließlich kann jedes bessere Handy heute E-Mail.
Zum anderen die sofortige Verbreitung meiner Quickies auf mehreren Wegen:
posterous erzeugt unverzüglich einen RSS Feed, sowie einen Twitter Tweet.
Irgendwo zwischen Twitter und meinem Blog. Schnell wie Twitter, aber mehr als 140 Zeichen. Jedoch nichts, was ich dauerhaft auf meinem Server ablegen möchte.