Endlich wieder gleichberechtigt - das Aftermajuskel
Dienstag, 13. November 2007
Bisher kannte ich nur das Binnenmajuskel. Damit wird ein Großbuchstabe (hier: das I) innerhalb von Wortungetümen wie “MitarbeiterInnen” bezeichnet. Eine Sonderform des Durchgenderns, mittels der nicht nur der weibliche, sondern auch der männliche Teil der Menschheit mit geringstmöglichem Aufwand angesprochen werden soll.
Diese Schreibweise hat sich insbesondere in den Medien der feministisch geprägten Szene als Ersatz für das dort unerwünschte generische Maskulinum eingebürgert. Quelle: Wikipedia
Ich jedenfalls fühlte mich bisher nie angesprochen, wenn ich …innen las, egal ob mit Binnenmajuskel oder -minuskel. Vielmehr ging ich jeweils sofort und reflexartig auf die Suche, ob ich nicht versehentlich in einem Umfeld nur für “Innen” gelandet bin.
Seit heute fühle ich mich wieder gleichberechtigt. Seit heute kenne ich auch das Aftermajuskel. Aufgeschnappt in einem Blogkommentar:
jedeR kann mitmachen … jedeR ist eingeladen
Dank an den unbekannten Kommentator.
Dennoch glaube ich nicht, dass ich mich für diese Schreibweise erwärmen kann.
Nachtrag: bitte nicht nach Aftermajuskel googeln! Google hat da ein feature, das automatisch Alternativen für vermeintliche Tippfehler anbietet.
3 Kommentare
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lol
das gibts schon ewig -wirklich
- bei dem großen I reagierst Du genauso wie Frauen , die sich bei der nur männlichen Schreibweise nicht angesprochen fühlen
also müßtest Du es gut und gern verstehen
bloß erneuere Deine Quellen, das große I ist keine Frage Feministin oder nicht, sondern schlicht bei uns *Vorschrift*
Kommentar von Monika — Dienstag, 3. November 2009 - 22:36 Uhr
Gerade weil so ein Unsinn neuerdings Vorschrift sein soll, ist das ein Grund für mich, warum Frauen keine Führungspositionen einnehmen sollten. Denen fehlt einfach zu oft die Objektivität.
Kommentar von Stefanie — Montag, 18. Januar 2010 - 1:52 Uhr
Lesenswert
Kommentar von Fritz — Donnerstag, 4. Februar 2010 - 10:46 Uhr