Freitag, 23. Juni 2006
Kaum ist die erste eigene Homepage online, kommt der Wunsch nach einem Besucherzähler. Die ganze Welt soll wissen, wie wichtig meine Homepage ist, und daß tausende von Besuchern bisher auf dieser Seite waren.
Da dieses Bedürfnis von Homepagebastlern anscheinend unwiderstehlich und universell ist, gibt es Zillionen von Besucherzählern im Web, die Aber-Zillionen von Seitenbesuchen zählen. Und für das Ego der stolzen Homepagebastler gibt es anscheinend nichts Schöneres, als wenn der Besucherzähler mal wieder um Eins nach oben klickt.
Bei “Mein Hund, meine Katze und meine Oma” - Seiten mag das ja angehen. Die werden ohnehin hauptsächlich vom Webmaster selbst besucht.
Aber auf professionellen oder kommerziellen Seiten?
Wer interessiert sich denn für den Stand des Besucherzählers?
Wird eine Seite interessanter, wenn dort ein Gebilde prangt, das aussieht wie ein Kilometerzähler im Auto, und irgendeine nicht nachvollziehbare, möglichst 7-stellige Zahl anzeigt?
Nein. Ein Besucherzähler ist das Allerletzte, was ich auf meinen Seiten zeigen würde.
Das schließt natürlich nicht aus, daß ich über eine detaillierte Statistik über die Aufrufe meiner Seiten verfüge. Natürlich weiß ich, mit welchen Suchbegriffen meine Seiten bei Google gefunden werden, welche Suchmaschinen welche meiner Seiten spidern, welche meiner Seiten wie oft aufgerufen werden, und vieles mehr. Um einen Webauftritt zu optimieren, ist dieses Wissen sicher hilfreich. Und, um ehrlich zu sein, freu ich mich auch, wenn Monat für Monat mehr Besucher auf meiner Seite sind.
Aber außer mir interessiert das absolut niemanden.